Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Netzwerke entwickeln neue Analyseverfahren für Biotechnologie

08.04.2002


Gemeinsamkeit macht stark: Bei anspruchsvollen Entwicklungen im Bereich von Spitzentechnologien hat sich die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bewährt. In zwei interdisziplinären Verbundprojekten - gefördert im Rahmen des Förderkonzeptes "Mikrosystemtechnik 2000+" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Programms "InnoNet - Förderung von innovativen Netzwerken" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie - entwickeln derzeit fünf Forschungseinrichtungen und acht mittelständische Unternehmen neue Verfahren für eine schnelle, kostengünstige und flexible Analyse von biochemischen Substanzen mit Hilfe von Mikrostrukturen. Am Dienstag, 23. April, stellen die Projektpartner auf der internationalen Fachmesse "Analytica 2002" in München ihre bisherigen Ergebnisse öffentlich vor.

Der überwiegende Teil der medizinischen Diagnostik (z.B. Creatininbestimmung in Urin und Blut) wird derzeit mit Großgeräten durchgeführt. Diese Geräte sind nur in großen Zentrallabors ökonomisch zu betreiben. Eine Analyse direkt beim Patienten, die sogenannte Point-of-Care (POC) Analytik, ist nicht möglich. Das im Förderkonzept "Mikrosystemtechnik 2000+" des BMBF mit über 1,3 Mio. Euro geförderte Verbundprojekt BIOCHIP entwickelt mit drei Projektpartnern einen mikrostrukturierten Biochip, auf dem sich kleinste Probenmengen von Urin und Blut in miniaturisierten, fluidischen Strukturen untersuchen lassen. Das große Oberflächen-Volumen-Verhältnis auf dem Biochip führt zu extrem kurzen Reaktionszeiten und zu schnellen Testergebnissen. Schon im Verlaufe einer Behandlung, z.B. während der ärztlichen Visite, können die notwendigen Untersuchungen im Beisein des Patienten durchgeführt werden. Das Ergebnis fließt sofort in die Diagnose und Therapie ein.

Die zehn Partner des Projektes "High-Throughput-Methoden in der Gendiagnostik", im Rahmen von InnoNet mit über 900.000 Euro vom BMWi unterstützt, konzentrieren sich auf den schnellen und selektiven Nachweis von Mikroorganismen mittels "Immuno-Capturing". Das Probenmaterial durchläuft in diesem Verfahren einen porösen Feststoff, dessen Oberfläche mit sogenannten affinen Strukturen besetzt ist. Diese sind in der Lage, einen bestimmten Mikroorganismus oder eine bestimmte Gensequenz spezifisch zu binden. Salmonellen oder Antibiotikaresistenzen können so in Routineuntersuchungen schnell und unkompliziert nachgewiesen werden.

Die Präsentation der Projekte beginnt am Dienstag, 23. April, um 14 Uhr auf der Messe München, ICM, Saal 11. Wer neue Verbundprojekte plant, kann sich im Rahmen der "Analytica" von der VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH (VDI/VDE-IT), Projektträger des BMBF und des BMWi, beraten lassen. Die Experten der VDI/VDE-IT stehen vom 23. bis zum 26. April für Beratungsgespräche zur Verfügung (Halle B2, Stand B2.375). Nähere Informationen zu den Präsentationen sowie zum Förderkonzept "Mikrosystemtechnik 2000+" und zu InnoNet gibt es im Internet oder direkt bei

VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Ute Ackermann
Rheinstraße 10 B, 14513 Teltow
Telefon: 03328/435-113, Fax: 03328/435105, E-Mail: ackermann@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.vdivde-it.de/innonet/
http://www.vdivde-it.de/mst/

Weitere Berichte zu: BMBF BMWi Mikroorganismus Verbundprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital
19.06.2018 | Fraunhofer IFAM

nachricht Dispensdruckkopf, Netzmodul und neuartiger Batteriespeicher
18.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Im Focus: Revolution der Rohre

Forscher*innen des Instituts für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg lassen Rohrleitungen, Schläuchen oder Behältern in Zukunft regelrecht Ohren wachsen. Sie entwickelten ein innovatives akustisches Messverfahren, um Ablagerungen in Rohren frühzeitig zu erkennen.

Rückstände in Abflussleitungen führen meist zu unerfreulichen Folgen. Ein besonderes Gefährdungspotential birgt der Biofilm – eine Schleimschicht, in der...

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Breitbandservices von DNS:NET erweitert

20.06.2018 | Unternehmensmeldung

Mit Parasiten infizierte Stichlinge beeinflussen Verhalten gesunder Artgenossen

20.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics