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Integrierte Bahninterpolation für Handling-Module in Verpackungsmaschinen

07.08.2007
Siemens Automation and Drives (A&D) zeigt erstmals auf der Fachpack 2007 die im Motion-Control-System Simotion integrierte Interpolation für Handlingprozesse.

Das Technologieobjekt Bahninterpolation reduziert die Systembelastung entscheidend und erhöht dadurch die Leistungsfähigkeit einer Maschine. Für alle Maschinenfunktionen wird nur eine Steuerung benötigt. Das Technologieobjekt kann zusammen mit der Softwarebibliothek Simotion Top Loading eingesetzt werden. Damit wird der Engineeringaufwand weiter optimiert.

Handling-Module werden immer häufiger in moderne Produktions- und Verpackungsmaschinen integriert. Bislang wurden die im Handlingsystem erforderlichen Bahnbewegungen rechenaufwendig über Kurvenscheiben im Motion-Control-System realisiert. Das führt vor allem bei Maschinen mit hohem Automatisierungsgrad und kurzen Taktzeiten zu einer Beschränkung der Produktivität. Mit dem neuen Technologieobjekt "Bahninterpolation" zeigt Siemens A&D eine in die Simotion integrierte Softwarelösung, die die zyklische Berechnung von Kurvenscheiben überflüssig macht und somit die Leistungsfähigkeit von Maschinen steigert.

Das Technologieobjekt Bahninterpolation unterstützt systemseitig die Linear-, Kreis- und Polynom-Interpolation in einer Hauptebene (2D) und im Raum (3D). Die Bahnbewegung wird von der Steuerung Simotion direkt ausgeführt und überwacht. Das reduziert die Systembelastung wesentlich und ermöglicht bei Delta-2- und Delta-3-Kinematiken Taktzahlen von über 180 Picks pro Minute.

Darüber hinaus können die wichtigsten Standardkinematiken von kartesischen Portalen über Scara-Roboter, Rollen-Picker bis hin zu Gelenkarm-Robotern umgesetzt werden. Aus Softwaresicht ist bei Simotion die Bahndefinition damit völlig unabhängig von der Auswahl und Parametrierung der Kinematik. Bei Nach- oder Umrüsten einer Maschine müssen nur die kinematikbezogenen Parameter aktualisiert werden.

Werden derart extreme Taktraten nicht benötigt, steht die freiwerdende CPU-Leistung für andere Funktionen zur Verfügung. Das kann bis hin zur Automatisierung mehrerer Handlingmodule mit einer CPU reichen. Durch den objektorientierten Ansatz können mehrere Instanzen des Technologieobjektes Bahninterpolation simultan genutzt und mehrere Handlinggeräte gleichzeitig gesteuert werden.

Zusammen mit der Standardbibliothek Simotion Top Loading reduziert die integrierte Interpolation den Aufwand für Engineering und Programmierung erheblich. Die Softwarebibliothek erlaubt die Programmierung und Projektierung von Top-Loading-Zellen mit unterschiedlicher Kinematik in Verbindung mit anderen Softwaremodulen auf einer oder mehreren Steuerungen. Damit entfällt die Synchronisation mit proprietären Steuerungsarchitekturen oder die Einarbeitung in spezielle Programmiersprachen für Robotersteuerungen.

Alle Funktionen, die nach IEC 61131 programmiert sind, werden unterstützt. Echtzeitsynchronisierung und durchgängige Datenhaltung sind ohne Einschränkungen möglich. Mit Simotion Top Loading und der integrierten Interpolation steht sowohl dem Maschinenhersteller als auch dem Anwender eine Softwarebibliothek zur Verfügung, die das Engineering, die Programmierung und die Bedienung deutlich vereinfacht und die Maschinenperformance steigert.

Leseranfragen bitte unter Stichwort „AD 1433“ an: Siemens Automation and Drives, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth. Fax ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.de

Volker M. Banholzer | Siemens A&D
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/automation/presse

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