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Die Zukunft ist Nano

22.02.2007
Bayer MaterialScience und Bayer Technology Services auf der NanoTech 2007

Neue Anwendungen für Carbon Nanotubes im Fokus / Japan wichtiger Impulsgeber für die Innovationsstrategie von Bayer MaterialScience / Dr. Tony van Osselaer Gastredner beim “International Nanotechnology Business Summit”

Wie Bayer das Innovationspotenzial der Nanotechnologie erfolgreich nutzt, dokumentiert der Auftritt von Bayer MaterialScience und Bayer Technology Services vom 21. bis 23. Februar 2007 auf der „NanoTech” in Tokio. Im Rahmen dieser weltgrößten Messe für Nanotechnologie – mit über 45.000 Besuchern, 385 Ausstellern und 740 Ständen im vergangenen Jahr – wird auch in diesem Jahr ein breit gefächertes Spektrum an Highlights aus der Nanowelt präsentiert. Zentral in der Halle 4 des „Tokyo Big Sight“-Messegeländes gelegen, bietet der „German Pavilion“ – die Gemeinschaftsausstellung der deutschen Industrie und Wissenschaft – geballte Nano-Kraft aus Deutschland. Und die kann sich sehen lassen, schließlich ist Deutschland einer der Top-Player im weltweiten Nano-Business. Im Mittelpunkt der Bayer-Präsentationen am Stand C-16J in Halle 4 stehen die Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Carbon Nanotubes, CNT) Baytubes®. Für sie wurde von Bayer Technology Services und Bayer MaterialScience ein wirtschaftliches Produktionsverfahren entwickelt, das ihnen den Weg in industrielle Anwendungen geebnet hat.

Die Zukunft der Materialwissenschaften ist eng verbunden mit der Nanotechnologie. „Unser Auftritt hier in Tokio soll einem breiten Fachpublikum vor allem die erstaunlichen Möglichkeiten bewusst machen, die in Baytubes® stecken“, erläutert Martin Schmid, bei Bayer MaterialScience Leiter der neuen Geschäftsaktivität Baytubes®. „Sie machen beispielsweise Kunststoffe nicht nur leitfähig, sondern auch besonders stabil und fest. Gleichzeitig bleibt das Material aber extrem leicht.” Diese verbesserten Eigenschaften werden bereits heute bei der Herstellung verschiedener Sportartikel wie zum Beispiel Skistöcke und Baseballschläger genutzt. Sehr gefragt sind die Kohlenstoff-Röhrchen außerdem als Leitfähigkeitsadditiv bei der Herstellung von antistatischen Verpackungen, mit denen etwa empfindliche elektronische Bauteile verpackt werden können. „Das Potenzial ist gewaltig und gerade der asiatische Markt ist für die Nanotechnologie wichtig”, betont Schmid. „Im globalen Vergleich nimmt Japan mit Investitionen von 2,7 Milliarden Dollar in 2005 hinter den USA den zweiten Platz ein. Forschung und Entwicklung stehen hier an erster Stelle. Kein Wunder, immerhin waren japanische Forscher wie Dr. Sumio Iijima an der Entdeckung und Beschreibung der CNTs-Materialklasse maßgeblich beteiligt. Wir werden nun die NanoTech für einen konstruktiven Ideenaustausch über neue Einsatzgebiete für unsere Baytubes® nutzen.“

Japan ist ein essentieller Bestandteil der übergreifenden Innovationsstrategie von Bayer MaterialScience im asiatischen Raum. „Wir pflegen hier vor Ort besonders enge Beziehungen zu unseren japanischen Kunden. Als globale Trendsetter sind sie nicht nur für den lokalen wirtschaftlichen Erfolg von Bayer MaterialScience entscheidend, sondern spielen sowohl für unser APAC-Geschäft als auch für unseren Wirtschaftserfolg auf globaler Ebene eine signifikante Rolle,“ fasst Andreas Amling, Senior Country Representative für Bayer MaterialScience in Japan, die weit reichende Bedeutung des japanischen Marktes zusammen. „Japan ist eine technologische Supermacht und verfügt über den zweitgrößten Verbrauchermarkt der Welt. Mit unserer New Business Abteilung für die Region APAC sind wir hier in Tokio am Puls der Zeit um Markttrends frühzeitig aufzuspüren und in Produktinnovationen und neue Geschäftsmodelle zu überführen“, so Amling.

Ein weiteres Beispiel für aktuelle Forschungsaktivitäten bei Bayer MaterialScience ist die Untersuchung hochfunktioneller, UV-stabiler Carbosiloxanvernetzer. Mit Hilfe der Sol-Gel-Technologie lassen sich mit ihnen hochvernetzte, nanopartikelhaltige Beschichtungen aufbauen, die besonders kratzfest, witterungsstabil, chemisch beständig und anti-adhäsiv sind. Eingesetzt werden könnten die Vernetzer unter anderem in Hard Coat-Systemen für Kunststoffbauteile, in Autoklarlacken zum Schutz gegen Vogelkot und Verkratzungen, oder in Anti-Graffiti-Anstrichen. Ein bereits käufliches Nanomaterial von Bayer MaterialScience sind die Silica-Dispersionen Dispercoll® S. Sie dienen als Formulierkomponente für einkomponentige, wässrige Polychloropren (Dispercoll® C)-Dispersionsklebstoffe. Diese sind eine umweltfreundliche Alternative zu lösemittelhaltigen Klebstoffen und kommen beispielsweise bei der Verklebung von Fußbodenbelägen sowie bei der Schuh- und Schaumstoffverklebung zum Einsatz. Ebenfalls bereits kommerziell erhältlich ist eine neue Generation der flammgeschützten Polycarbonat/ABS-Blends Bayblend® FR. Ihre verbesserte Flammwidrigkeit beruht auf speziellen oxidischen Nanopartikeln in Kombination mit weiteren Additiven, die im Brandfall an der Oberfläche des Kunststoffs die Bildung von flammhemmenden Kohlenstoff-Ablagerungen fördern. Großes Einsatzpotenzial besteht bei Gehäusekomponenten für die Hausgeräteindustrie, Unterhaltungselektronik und Datentechnik.

Die weltweite Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft steht beim „International Nanotechnology Business Summit” im Mittelpunkt. Diese parallel zur NanoTech stattfindende Veranstaltung ermöglicht den Erfahrungsaustausch und die Diskussion über neue Anwendungsmöglichkeiten für die Nanotechnologie. Dr. Tony van Osselaer, im Vorstand von Bayer MaterialScience für Produktion und Technologie verantwortlich, wird am 22. Februar aus Sicht eines weltweit führenden Materialherstellers die Bedeutung der Nanotechnologie als Plattform für verschiedene Innovationsbereiche wie intelligente Materialien und funktionale Oberflächen, Energie, sowie Medizintechnik erläutern.

Bayer Technology Services präsentiert auf der NanoTech ihr umfangreiches Know-how- und Service-Paket rund um die Nanotechnologie. Dieses umfasst neben der Entwicklung wirtschaftlicher Verfahren zur Synthese und Handhabung von maßgeschneiderten Nanopartikeln wie den Baytubes® vor allem auch die Modifizierung und Verarbeitung von Nanopartikeln zur Unterstützung der Anwendungsentwicklung, sowie die Charakterisierung von Nanoteilchen. „Durch das Zusammenspiel der Synthese- und Verfahrensentwicklung sowie Charakterisierung gelingt es uns, unseren Kunden effizient und in industriellen Maßstäben bei der Entwicklung innovativer Produkte auf Basis der Nanotechnologie zu unterstützen“, erläutert Dr. Axel Eble, Leiter Product Design & Nanotechnology bei Bayer Technology Services. Neben Beiträgen zur Entwicklung von neuen Werkstoffen umfasst dies auch die Life Science Bereiche Pharma und Pflanzenschutz. So werden unter anderem Nanophosphore für diagnostische Anwendungen vorgestellt.

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt des Bayer-Messeauftritts sind die umfangreichen Forschungsaktivitäten des Unternehmens zum sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit Nanomaterialien. Dazu zählt unter anderem das Engagement in zahlreichen Initiativen – wie etwa im Projekt „NanoCare“. In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt bringen 13 Firmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen ihre Kompetenz als Verbundpartner ein. Gemeinsam sollen allgemein akzeptierte Mess- und Prüfmethoden erarbeitet werden, mit denen Sicherheitsaspekte von Nanomaterialien bewertet werden können. Darüber hinaus beteiligt sich Bayer an verschiedenen Arbeitsgruppen des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), am Arbeitskreis „Responsible Production and Use of Nanomaterials“ der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA) sowie an der internationalen Standardisierung (ISO) zur Nanotechnologie.

Mit einem Umsatz von 10,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 gehört die Bayer MaterialScience AG zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 40 Standorten rund um den Globus und beschäftigt etwa 18.800 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

News und Informationen über Produkte, Anwendungen und Services der Bayer MaterialScience AG sind unter „www.bayerbms.de“ zu erhalten. Daten und Fakten speziell zum Unternehmen finden Sie unter „www.fakten.bayerbms.de“.

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