Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Networked Vehicle: (Auto)mobile Kommunikation

19.02.2002


Das Auto der Zukunft ist in die unterschiedlichsten drahtlosen Netztechnologien eingebunden.
© Fraunhofer Fokus


Das Auto der Zukunft wird zum aktiven Teil des Internets, als Terminal in mobilen Netzen der nächsten Mobilfunkgeneration und als aktiver Netzknoten im Internet. Auf der CeBIT (13.-20. März in Hannover) präsentieren Fraunhofer-Forscher die drahtlose mobile Kommunikation aus dem Fahrzeug in verschiedenen Netztechnologien - darunter auch General Packet Radio Service GPRS, der Starttechnologie für Universal Mobile Telecommunications Systems UMTS.

Forscher am Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS arbeiten seit einigen Jahren an der Realisierung eines Szena-rios: Fahrzeuge werden zu aktiven mobilen Komponenten im Internet. Die Wagen sammeln und verbreiten nicht nur Daten, sondern stellen sogar gezielt fahrerunterstützende Informationen zur Verfügung und kommunizieren untereinander. »Networked vehicle« Interc@r - so nennen die Fraunhofer-Forscher das Arbeitsprogramm, das sie unter anderem in Projekten mit der DaimlerChrysler AG realisieren. »Das Fahrzeug soll aktiv in das weltweite Internet integriert werden«, beschreibt Bernd Bochow, Projektleiter bei FOKUS das Ziel. Doch dahinter verbirgt sich viel Arbeit: Die Forscher müssen auf einer gemeinsamen technischen Ebene, der Middleware-Plattform, die unterschiedlichsten Technologien und Netzwerke im Fahrzeug derart integrieren, dass sie quasi miteinander kommunizieren können. Informationen der Fahrzeugelektronik - wie zum Beispiel zu Geschwindigkeit des Fahrzeugs, Tankfüllung, Bremsflüssigkeit, Innen- und Außentemperatur - werden mit Daten etwa aus dem Navigationssystem verknüpft. Diese Informationen werden dann an andere Fahrzeuge oder zu festen Stationen im Straßenbereich weitergeleitet. So werden zum Beispiel Autofahrer rechtzeitig vor einem Stau, Unfall oder schlechten Wetterbedingen gewarnt.

Die Integration der Fahrzeugtechnik in die weltweite Internet-Infrastruktur und die Nutzung des Fahrzeugs als aktiven Netzknoten eröffnet aber noch weitere Perspektiven: »Auf der diesjährigen CeBIT in Hannover zeigen wir eine konsequente Weiterführung unserer Arbeiten: Wir integrieren das Fahrzeug, quasi als mobiles Endgerät, in IP-basierte Netze inklusive GPRS, der Starttechnologie für UMTS«, berichtet Dr. Thomas Luckenbach, Leiter des Competence Centers CATS am Fraunhofer-Institut FOKUS. Das Auto soll in die unterschiedlichsten drahtlosen Netztechnologien – Personal, Body, Local Area Networks, Zelluläre Netze, wireless Ad-hoc-Netze eingebunden werden. »Wir wollen dem Fahrer, auch wenn er sich nicht im Fahrzeug befindet, sondern zu Hause, im Büro oder an einem anderen Ort, eine nahtlose, eine »seamless« Kommunikation ermöglichen«, betont Dr. Luckenbach.

Auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 11, Stand A10, A14, stellen FOKUS-Forscher das »Networked vehicle« vor.

Bernd Bochow | Presseinformation

Weitere Berichte zu: CeBIT GPRS Netztechnologien Starttechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen
08.12.2016 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Mobile Learning und intelligente Contentlösungen im Fokus
08.12.2016 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie