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Massentierhaltung - kommt nicht in die Tüte

11.01.2002


Greenpeace protestiert gegen Fleisch aus Massentierhaltung auf "Grüner Woche"

Zum Start der "Grünen Woche" protestiert Greenpeace heute vor dem Messegelände in Berlin mit Teufelkostümen und einer fünf Meter hohen Einkaufstüte gegen Nahrungsmittel aus der Massentierhaltung. Die Aktivisten, deren Verkleidung die Embleme der großen Supermarktketten tragen, bieten Passanten symbolisch Fleisch an, in dem eine Medikamenten-Spritze steckt. Auf der Riesentüte steht: "Massentierhaltung - kommt mir nicht in die Tüte". Greenpeace richtet sich mit der Aktion gegen die großen Supermarktketten Aldi, Edeka, Lidl, Metro, Rewe, Spar und Tengelmann, die immer noch zum größten Teil Fleisch verkaufen, dass aus der Massentierhaltung stammt.

"Supermärkte müssen bei ihren Fleischlieferanten auf Qualität bestehen und eine bessere Erzeugung einfordern", sagt Martin Hofstetter, Greenpeace-Landwirtschaftexperte. "Auch bei konventioneller Fleischproduktion dürfen die Tiere nicht zu Gunsten von Dumpingpreisen eng in den Ställen zusammengepfercht werden. Solange der Preiskampf der Supermärkte an der Fleischtheke ausgetragen wird, kann sich am Elend in den Ställen nichts ändern."

Greenpeace fordert darüber hinaus von der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), das geplante Siegel für konventionelle Nahrungsmittel komplett zu überarbeiten. "Die Kriterien, nach denen das künftige Siegel vergeben werden soll, werden so gut wie keine Verbesserungen für Verbraucher, Umwelt und Tiere bringen. Es hat den Anschein, als wolle die CMA am liebsten gar nichts ändern", sagt Hofstetter.

In den Ställen stehen Kühe, Schweine, Rinder und Hühner viel zu dicht. Sie sehen kein Tageslicht, wachsen zu schnell, erkranken oft und werden zum Teil mit genmanipuliertem Futter gemästet. Die großen Mengen an Antibiotika, die verabreicht werden, gefährden auch die Gesundheit von Menschen.

Greenpeace fordert, dass Nahrungsmittel nur dann das CMA-Siegel erhalten, wenn deutlich strengere Auflagen gelten, als nach dem Gesetz vorgeschrieben. So dürfen Schweine oder Rinder nicht ihr ganzes Leben lang angebunden oder in Käfigen gehalten werden. Tiere, deren Fleisch das geplante Qualitätszeichen erhält, sollten darüber hinaus ohne genmanipuliertes Futter und ohne antibiotische Leistungsförderer gefüttert werden.

Auch Produkte von Schweinen oder Rindern, die auf Vollspaltenböden ohne Stroh stehen, verdienen kein Qualitätssiegel. Tiere, die einseitig auf Leistung etwa auf Muskelmasse gezüchtet sind und in der Folge unter Organ- und Gelenkschäden leiden, sollten grundsätzlich nicht mehr gehalten werden. Außerdem sollte auf der Packung zu erkennen sein, ob das Fleisch aus anderen Ländern stammt. Nur so kann man etwa Länder umgehen, in denen Hormonzusätze im Futter erlaubt sind oder Tiermehl verfüttert wird.

Martin Hofstetter | ots
Weitere Informationen:
http://www.greenpeace.de

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