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Sonderschau "Laser im Werkzeugbau"

28.11.2001


Heutzutage wird der Laser in allen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt, wie z.B. in CD-Spielern oder in der Medizin. In zunehmendem Maß findet der Laser auch im Werkzeugbau Anwendung, wobei er in vielfältiger Weise benutzt wird. Die unterschiedlichen Möglichkeiten des Lasereinsatzes werden dem Fachpublikum auf der diesjährigen EuroMold-Sonderschau „Laser im Werkzeugbau“ übersichtlich vorgestellt.

Im Werkzeugbau werden mit dem Laserstrahl unterschiedliche Anwendungen realisiert, direkt oder zur Unterstützung konventioneller Prozesse.

Die bekanntesten Möglichkeiten des Einsatzes eines Lasers sind das Schneiden und Schweißen. Weiterhin wird beim direkten Einsatz im Werkzeugbau mit dem Laser z.B. gehärtet, legiert oder beschichtet, um den Verschleiß eines Werkzeugs zu reduzieren und damit die Werkzeugkosten zu minimieren. Verschlissene Werkzeuge können mittels Laser konturnah wieder repariert werden. Weiterhin wird der Laser zum genauen und schnellen, berührungslosen Messen eingesetzt. Ein ebenfalls stark wachsender Markt sind die Anwendungen der Rapid-Prototyping-Verfahren. Dabei können Prototypen von Werkzeugen oder Bauteilen ohne die Herstellung einer Werkzeugform schnell angefertigt werden.

Beim indirekten Einsatz wird der Laserstrahl zur Erwärmung des zu bearbeitenden Werkstoffs benutzt, wie z.B. beim laserunterstützten Drehen oder Fräsen, wo schwer zu zerspanende Werkstoffe mit geringem Verschleiß des Zerspanwerkzeugs wirtschaftlich bearbeitet werden können. Beim laserunterstützten Umformen werden schwer umformbare Werkstoffe ohne Zwischenglühen umgeformt

Auf der Sonderschau stellen die Unternehmen Stiefelmayer, Baasel Lasertech und Laser-Tech ihre Leistungen aus verschiedenen Bereiche aus. Fachlich wird die Sonderschau vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen unterstützt.

Technologie und Anwendungskompetenz in den Bereichen Schneiden, Schweißen und Härten bei Stiefelmayer schafft die Basis für Komplettlösungen in der Lasermaterialbearbeitung. Kundenspezifische Lösungen, die Wahl des wirtschaftlichsten Verfahrens und optimale Komponenten sind die Voraussetzungen für eine hohe Funktionalität von Systemen. Die Carl Stiefelmayer GmbH, einer der Marktführer in den Bereichen Laserhärten und ?schweißen, schafft durch modulare Bauweise von Anlagen und Bearbeitungssystemen die Voraussetzung für anwendungsorientierte Lösungen.

Innerhalb der Rofin-Gruppe ist Baasel Lasertech für den Bereich „Laser Micro“ verantwortlich. Zum Angebotsspektrum gehören u.a. Laser und Lasersysteme zum Feinschweißen, Feinschneiden, Mikrostrukturieren und ?bohren. Zwei Verfahren sind für die Branche besonders interessant: Das Laserauftragsschweißen und das Abtragen. Baasel Lasertech bietet für das Reparatur-Auftragsschweißen die industrielle StarWeld Familie an, welche neben verschiedenen Handarbeitssystemen eine abgestimmte Palette an Laserstrahlquellen (20-500 W) beinhaltet. Weitere leistungsstärkere Varianten wie StarWeld Tool und StarWeld für den Einsatz an großen Werkzeugen und Formen werden angeboten.

Die Laser-Tech GmbH hat sich auf die Laserbearbeitung spezialisiert und zeigt Exponate zum Laser-Schneiden, Laser-Schweißen, Laser-Auftragsschweißen, Laser-Bohren und Laser-Beschriften. Ein Lasersystem für Punkt- und Nahtschweißungen zur Demonstration rundet die Vorstellung ab.

Die Leistungen des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT sind Prozessauslegung und -optimierung sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Zu dieser Sonderschau Laser im Werkzeugbau trägt das Fraunhofer IPT seine Kompetenz aus den Bereichen Reparatur, Verschleißschutz, Rapid Prototyping, berührungsloses Messen und laserunterstützte Materialbearbeitung bei.

Susanne Michel | Messeorganisation

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