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MEDICA REPORT

23.11.2001


In Düsseldorf läuft zur Zeit die international größte Medizinmesse MEDICA 2001, 33. Weltforum für Arztpraxis und Krankenhaus mit Kongress. Noch bis morgen präsentieren über 3.600 Aussteller aus 58 Ländern in den komplett ausgelasteten 17 Hallen ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen für den gesamten Bereich der ambulanten und stationären Versorgung. Ausgewählte Messeneuheiten sowie Tipps und Themen rund um das Veranstaltungsgeschehen sind nachfolgend aufgeführt:

Handyscan - der Ultraschall-Scanner für den mobilen Einsatz

Mit dem neuen Ultraschall-Scanner PRIMEDIC sind Diagnosen jetzt in jedem, auch noch so unwegsamen Einsatzgebiet möglich. Denn das Gerät ist das kleinste und leichteste Gerät auf dem Markt. Mit nur ca. 800 Gramm Gewicht ist es im Rettungsalltag ein ständiger Wegbegleiter, der bequem am Arm getragen wird. Im Wettlauf mit der Zeit können so innere Verletzungen und Flüssigkeitsansammlungen schon vor Ort diagnostiziert werden und Maßnahmen früher eingeleitet werden. Ein hochauflösendes TFT-Display sorgt für ein extrem scharfes Ultraschallbild, die Akku-Batterie hält drei Stunden im On-Betrieb.

Metrax GmbH, Tel. 0741-257-238, Halle 11 A 42

 

Kontinuierliche, schmerzfreie und unblutige Glukosespiegelmessung

Nach den Vorstellungen der Firma GlukoMediTech in Witten sind die Entwicklungen von Sensoren zur kontinuierlichen und schmerzfreien Bestimmung des Blutglukosespiegels weit vorangeschritten, kann die Marktreife in zwei bis drei Jahren gegeben sein. Für Diabetiker käme dies einem bahnbrechendem Durchbruch gleich. Denn herkömmliche Bestimmungsmethoden sind in der Regel mit der schmerzhaften Entnahme eines Bluttropfens aus der Fingerkuppe verbunden. Entwickelt werden derzeit zwei Sensoren - ein implantierbarer mit einer Verweildauer von drei bis fünf Jahren und der Fähigkeit der regelmäßigen Messung plus der telemetrischen Datenübertragung sowie außerdem ein Kurzzeit-Sensor. Dieser soll unter die Haut "eingestochen" werden und dort die Messung über einige Tage ermöglichen. In Verbindung mit einer an diese Sensoren gekoppelten Insulinpumpe wäre dies zugleich ein "Meilenstein" in der Diabetestherapie insulinpflichtiger Diabetiker.

GlukoMediTech AG, Tel. 02302-915200, Halle 3 E 73

 

Auf den PALM gebracht - medizinische Daten auf Mini-PC

PDA’s - persönliche digitale Assistenten haben sich im normalen Büroalltag schon längst durchgesetzt. Für den Einsatzbereich Arztpraxis und Krankenhaus mangelte es bislang jedoch an anwendungsbezogener Spezialsoftware. "Clinicpalm" dürfte deshalb dem medizinischen Personal entgegenkommen. Es handelt sich dabei um eine benutzerfreundliche Software zur mobilen digitalen Datenerfassung im Krankenhaus auf der Basis des Betriebssystems Palm OS. Ob ärztliche Anordnung, Medikation, pflegerische Maßnahme - alles kann ab sofort vor Ort am Krankenbett digital erfasst werden. An der Docking-Station im Stationszimmer erfolgt dann später im Anschluss an die Visite die Daten-Synchronisation mit dem EDV-System der Klinik bzw. dem Stations-PC. Erworben werden können die Grundmodule Visite, Pflege, Medikation und Patienteninformation. Weitere Aufbaumodule wie z. B. Apothekenanbindung mit Online-Bestellung oder Laborwerte- und OP-Daten-Integration werden zur Zeit entwickelt.

HIG COACHIT, Tel. 0561-7663721, Halle 14 A 55

 

Am Dummy das Abhorchen üben

Einen künstlichen Patienten stellt die Medizinische Universität Lübeck vor. Der Dummy wurde gezielt für das Auskultationstraining (Auskultation = Abhören von Körpergeräuschen) entwickelt: Er kombiniert das Auffinden der Auskultationspositionen mit dem Einspielen verschiedener, normaler und pathologischer Geräusche (möglich durch Software und entsprechende Sound-Dateien) in ein modifiziertes, handelsübliches Stethoskop. Dies ermöglicht die schnelle Simulation verschiedener Krankheiten.

Med. Univ. Lübeck, Tel. 0451-500-3004, Halle 14 E 05/ F 05

 

Forum für spannende Themen und den Karrieresprung

"Reise in den Körper" + "Mikrotechnik und neue bildgebende Verfahren" in der Medizin von Morgen" lauten die packenden Titelthemen des ZEIT-Forums während der MEDICA 2001. Vom 21. bis 24. November diskutieren in Halle 13 renommierte Experten über die Entwicklung und den Einsatz von Mikrorobotern und neue Verfahren, die durch den zukunftsweisenden Forschungszweig der Nanotechnologie ermöglicht werden. Debattiert wird auch über Möglichkeiten und Perspektiven der modernsten diagnostischen bildgebenden Verfahren. Das Karriereforum an gleicher Stelle in Halle 13 informiert zudem über Berufsaussichten von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Medizinern: Fachleute aus Industrie und Hochschulen beleuchten in Vorträgen und Diskussionsrunden die Karrierechancen in der Biotech-Industrie, der Medizintechnik, der Pharmabranche und im modernen Krankenhausmanagement.

ZEIT-Forum, Tel. 040-3280-339, Halle 13 A 69

Martin-Ulf Koch | ots
Weitere Informationen:
http://www.medica.de/

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