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- Richtungweisende Impulse für neue Technologieentwicklungen erwartet
- Mehr Aussteller als 2003, Internationalisierung weiter steigend
Im Beisein von Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan, zahlreichen Diplomaten der ausstellenden Länder und hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurde am Sonntag, dem 14. Mai in Frankfurt am Main die 28. ACHEMA, die internationale Leitveranstaltung für die Prozeßindustrien eröffnet.
Mit 3.880 Ausstellern aus 50 Ländern ist die ACHEMA 2006 größer als ihre Vorgängerin und internationaler als je zuvor. Der Auslandsanteil der Aussteller übertrifft mit 44,4 % alle bisherigen Veranstaltungen. Bis zum Freitag, dem 19. Mai werden die Aussteller auf 135.514 m2 Netto-Ausstellungsfläche komplette Problemlösungen und das umfassendste Angebot an Ausrüstungen, Technologien und Know-how für die chemische und petrochemische Industrie, für die Pharma- und Lebensmittelindustrie und alle verwandten Branchen der Prozeßin-dustrie präsentieren. Umweltfreundlichkeit und Ressourceneinsparung sind dabei Leitbilder für Innovationen. In über 900 Fachvorträgen, in ACHEMA Worldwide Wirtschaftsforen zu China und Middle East, in Podiumsdiskussionen und zahlreichen internationalen Workshops werden zukunftweisende Impulse für Forschung, Wirtschaft und globale Entwicklungen gegeben.
"Die Chemie ist Innovationsmotor für die gesamte Wirtschaft", erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan anläßlich der Eröffnung der ACHEMA. "Wir müssen die rechtlichen und politischen Weichen auf mehr Freiheit, auf mehr Wettbewerb und mehr Autonomie stellen. Das ist das entscheidende Signal für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands", betonte sie. Dieser Verantwortung will die Bundesregierung gerecht werden und erarbeitet derzeit eine High-Tech-Strategie, die im Sommer dieses Jahres vorgestellt wird. "Wir werden aufzeigen, wie wir in den wichtigen Technologiefeldern Forschungs-förderung und rechtliche Rahmenbedingungen für Zukunftsmärkte verbinden.
Wir wollen deutlich machen, daß mehr Vertrauen in die Chancen neuer Tech-nologien den Menschen in unserem Land nutzt." Die ACHEMA stelle eine ideale internationale Gesprächsplattform für Zukunftstrends in der Chemie dar, sagte sie.
Die Bundesregierung will die Investitionen in Forschung und Entwicklung bis zum Ende der Legislaturperiode um sechs Milliarden € erhöhen. Mit diesem 6-Milliardenprogramm sollen Spitzen- und Querschnittstechnologien gestärkt werden, damit Deutschland auf den globalen Zukunftsmärkten weiter in der ersten Liga spielt.
"Auf der ACHEMA als weltweit größtem Forum der Prozeßindustrien zeigt sich die Innovationskraft unserer Branche in einzigartiger Weise. Gleichzeitig ist die ACHEMA ein Spiegelbild der internationalen weltwirtschaftlichen Entwicklung", betonte Dr. Alfred Oberholz, Vorsitzender der DECHEMA und stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Degussa. Die weltweite Kooperation und das Engagement unserer Unternehmen im Ausland sei nicht dabei nicht nur eine Frage des eigenen Überlebens in einem sich wandelnden Umfeld, sondern auch ein notwendiger Beitrag zur Stabilisierung der Welt, sagte er.
Versorgungssicherheit bei Rohstoffen, Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit von Verfahren und Produkten sind die Herausforderungen der Zukunft. Die Umstellung von fossilen Ausgangsstoffen auf nachwachsende Rohstoffe ist deshalb eine der größten Aufgaben für die nächsten 50 Jahre. Das gilt nicht nur für Kraft- und Treibstoffe und die Energieversorgung, sondern besonders auch für die Roh-stoffbasis der chemischen Industrie. "Hierfür brauchen wir neue Prozesse, neue Produktrouten, neue Anlagen - und vor allem den Mut zur Umsetzung", bekräftigte Oberholz. Auf der ACHEMA werden dazu in der Ausstellung und im Kongreß die ersten erprobten Verfahren und neue Lösungsansätze für die Chemie von morgen vorgestellt.
Die DECHEMA als Veranstalter erwartet von dieser 28. ACHEMA 2006 wieder eine starke internationale Besucherresonanz und einen Innovationsschub auf allen Gebieten der Chemischen Technik, des Umweltschutzes und der Biotechnologie.
Dr. Christine Dillmann | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.achema.de
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