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Einladung zur Medica 2001

06.11.2001


Schritt in die Zukunft


BMBF präsentiert innovative Medizintechnik auf der MEDICA 2001
Halle 3, Stand G 60

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Am Mittwoch, dem 21. November 2001 öffnet die MEDICA in Düsseldorf ihre Tore. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) präsentiert in Halle 3 am Stand G 60 innovative Ideen rund um das Thema Medizintechnik. Spannende Forschungsarbeiten aus der Neurotechnik oder den Bereichen Biomaterialien und schonenden Laser- und Endoskopie-Operationsverfahren sowie der ,Virtual Reality’ im OP und dem innovativen Zweig des Gewebedesigns werden am BMBF-Stand vertreten sein. Einige der hier vorgestellten Projekte haben inzwischen Marktreife erlangt. Andere weisen den Weg zu neuen Heilungschancen bei gleichzeitiger Kostenreduktion. Parallel zum Messestand stellt das Ressort Gesundheitsforschung des BMBF eine neue Broschüre zur Medizintechnik vor.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus zahlreichen Disziplinen arbeiten daran, dass Wunden schneller heilen, Patienten weniger Schmerzen erdulden müssen und im Alltag - auch mit schwersten Behinderungen - besser zurecht kommen. Das BMBF fördert Forscher-Teams aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie, um einerseits den Standort Deutschland zu stärken und andererseits neue Heilungswege für die Menschen zu ebnen.

Offene Wunden im Kiefer beispielsweise heilen schlecht. Abhilfe soll hier eine Folie des Kompetenzzentrums für Biomaterialien im Knochenkontakt aus Ulm schaffen. Zu sehen ist diese neuartige Folie am Stand des BMBF. Um das Einheilen von Implantaten und Schrauben kümmern sich Forscher des Kompetenzzentrums für Biomaterialien aus Aachen und der Merck Biomaterial GmbH aus Darmstadt. Das Geheimnis der Aachener Oberflächen steckt in Molekülsequenzen, die der Natur abgeschaut sind. So werden Implantate mit einer "biologischen Tarnkappe" ausgerüstet und damit die Akzeptanz im Organismus sichergestellt. Ein "flüssiger Dübel" aus den Labors der Merck Biomaterial GmbH sorgt für den sicheren Halt von Schrauben, Platten und Implantaten in osteoporotischen Knochen.

Ein weiteres Highlight am Messestand sind die neuesten Ergebnisse der Max-Planck-Forscher rund um Prof. Dr. Peter Fromherz, denen es gelang, Nervenzellen auf Silizium-Chips zu fixieren und zu einer Kommunikation zwischen Natur und Technik anzuregen. Einen wichtigen Meilenstein erreichten auch die Wissenschaftler des Verbundvorhabens "Retina-Implant". In ersten Tierstudien zeigt sich, dass das Ziel "Blinde wieder sehend zu machen" näher rückt.

Mehrere Teams stellen in Düsseldorf neue Laseranwendungen und Diagnosehilfen in der Augenheilkunde, Hörakustik, Mikrochirurgie und Hautdiagnostik vor. So soll in Zukunft beispielsweise der Grüne Star durch präzisere Lasersysteme gezielter und nebenwirkungsärmer behandelt werden. Mit Hilfe der Lasertechnik können auch Tumore an Nerven-strängen sicherer als bisher entfernt werden.

Eine Weltneuheit ist das Diagnosesystem zur Gefäßanalyse des Augenhintergrunds - dem Retinal Vessel Analyzer. Er soll dabei helfen, die Ursachen des Grünen Stars zu erkennen und so neue Therapiewege zu eröffnen. Dieses Ziel verfolgen auch die Forscher der Firma Acri.Tec. Sie stellen auf der MEDICA einen neuartigen implantierbaren Augeninnen-drucksensor vor. Das Hörzentrum Oldenburg beantwortet am Messestand Fragen zur modernen Hörgerätetechnik und Hördiagnostik. Bildbasierte Diagnostik von Hautkrankheiten und Hautkrebs per Ultraschall und optischer Kohärenztomographie erläutern Forscher des Kompetenz-zentrums Medizintechnik Ruhr.

Die virtuelle Realität hält unausweichlich Einzug in den Praxisalltag. Dies demonstrieren zahlreiche Arbeiten, die das BMBF auf der MEDICA 2001 z.T. erstmals der Öffentlichkeit vorstellt. Ein Trainingssimulator zur Knie-behandlung, neue Rechenmodelle zur Planung einer minimal invasiven Herzoperation oder einer Leber-Lebendspende und auch Computerprogramme zur Navigation durch einen Lungenflügel haben hierbei ein gemeinsames Ziel: Operationen sicherer zu machen und Mediziner besser auf den Klinikalltag vorzubereiten.

Hochaktuell sind die Arbeiten von Prof. Dr. Thomas Eschenhagen. Sein Team züchtet Herzzellen im Gewebeverband, um mehr über Funktionsweise und Erkrankungen des Herzens in Erfahrung zu bringen; zum anderen könnte so in Zukunft möglicherweise Ersatz für abgestorbenes Herzgewebe geschaffen werden.

Pünktlich zur MEDICA erscheint eine neue Broschüre des BMBF. Sie greift Aspekte des Messestandes und weiterer Themen der modernen Medizinforschung auf. Leicht verständlich gibt sie in acht Kapiteln Einblicke - stellvertretend für die große Vielfalt der vom BMBF geförderten Themen - in Arbeiten zur Neurotechnik und Augenheilkunde, zu Biomaterialien, Herz und Endoskopie, zur Virtuellen und Erweiterten Realität, zum Gehirn und Hören sowie zu neuen Trends in der Zahnheilkunde.

Ansprechpartner: focon GmbH im Auftrag des BMBF
Tel.: (0241) 24474, Fax: (0241) 49210,
E-Mail: udreschmann@focon-gmbh.de

Iris Marzian | idw

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