Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schnelle Wege für den Datentransport

05.11.2001


Kleiner, schneller und effizienter können elektronische Komponenten in Zukunft gebaut werden und dabei sogar noch kostengünstiger. Neuartige Hybridpolymere aus dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg sorgen für enormen Fortschritt in der elektronischen und elektro-optischen Aufbau- und Verbindungstechnik. Besuchen Sie uns auf der »Productronica« in München in Halle B6 am Stand 504 sowie am COMPETE-Stand der EU in Halle B2, Stand 220!

Unter Federführung Fraunhofer ISC gelang es einem europäischen Forschungsverbund mit 15 Partnern aus Industrie und Forschung, neue kostengünstige Materialien und die dafür notwendigen neuen Verarbeitungstechnologien für den Einsatz in der Mikroelektronik zu entwickeln. Die Hybridpolymere (ORMOCER®e) aus dem Fraunhofer ISC zeichnen sich durch niedrige Kosten, hohe Temperaturstabilität und – im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten Materialien - hervorragende Umweltverträglichkeit aus. Sie enthalten keine ozonschädigenden oder klimarelevanten Halogenverbindungen und auch im Verarbeitungsprozess wird weitgehend umweltverträgliche Chemie eingesetzt. Hohe Transparenz der neuen Hybridpolymere im Bereich der zur optischen Signalübertragung genutzten Wellenlängen sowie gute dielektrische Eigenschaften auch bei Radar- und Radiofrequenzen ermöglichen den Aufbau äußerst kompakter Systeme. Entwicklungspartner Bosch beispielsweise sieht eine Möglichkeit, kompakte und kostengünstige Radar-Abstandsmesser für Automobile mit dem neuen Material herzustellen. Sie könnten für genau festgelegte Fahrzeugabstände und somit einen besseren Verkehrsfluss bei gleichzeitig höherer Verkehrssicherheit sorgen.

Andere Kooperationspartner entwickeln neue leistungsfähige Komponenten im Mobilfunk, kostengünstige Multi-Chip-Module für Hochleistungsrechner oder digitales Fernsehen sowie opto-elektronische Systeme für den Datenaustausch mit Hochgeschwindigkeit. Letzteres ermöglicht eine bessere Ausnutzung der Rechenleistung der neuen Generation von Gigahertz-Prozessoren, eine kostengünstige Anbindung optischer Glasfaser-Kommunikationsnetze auch an private Haus-halte sowie eine sichere Datenübertragung in der Luft- und Raumfahrt. Eine Vielzahl von vorwettbewerblichen Demonstratoren wurde bereits hergestellt und getestet, eine Anwendung in Lasermodulen wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in Produktion gehen.

»Entscheidend für den Erfolg war die gute und enge Zusammenarbeit bei der Technologie- und Prozessentwicklung«, so Dr. Michael Popall vom Fraunhofer ISC, der das EU-Projekt koordiniert. »Selbst direkte Konkurrenten wie Motorola und Ericsson im Bereich der Mobiltelefone oder Thomson-Detexis/Thales, Ericsson und Bull bei der Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung arbeiten hier gemeinsam an der Weiterentwicklung des Materials und der technischen Umsetzung.«

Auch an einer Vielzahl von Instituten wie dem Fraunhofer IOF und der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, dem Centre Suisse d’Electronique et de Microtecnique CSEM in Zürich und der Chalmers-Universität in Göteborg, Schweden, wurden so neue Wege für die optische Aufbau- und Verbindungstechnik gefunden. In Kooperation mit dem mittelständigen Garchinger Unternehmen Süss wurde ein neuartiges kombiniertes Lithografie- und Replikationsverfahren entwickelt. Parallel hierzu hat das Forschungsinstitut ACREO AB in Norköping, Schweden, einen äußerst kostengünstigen Prozess zur Massenproduktion von dielektrischen und opto-elektrischen Modulen in ORMOCER®-Technik entwickelt. Darüber hinaus können mit der ersten weltweit verfügbaren hochauflösenden Laserlithographie-Maschine erstmals auch Flächen von bis zu 3 720 Quadratzentimetern strukturiert werden.

Dr. Michael Popall | Presseinformation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Safety first – höchstmöglicher IT-Schutz
06.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Schaltschrank-Standards zum Anfassen
06.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise