Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartiges Sicherheitskonzept für vorausschauenden Insassenschutz entwickelt.

12.09.2001


Mercedes-Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt/M. (vom 13.9. 2001 - 23.09.2001): Das Forschungsfahrzeug NEKAR 5 zeigt den von DaimlerChrysler entwickelten Brennstoffzellenantrieb für die Personenwagen von morgen
Quelle: DaimlerChryslerAG


Anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt/Main präsentieren Mercedes-Ingenieure ein neuartiges Sicherheitskonzept, das die Verletzungsrisiken für Auto-Insassen in Zukunft noch weiter verringern kann.

PRE-SAFE kann eine drohende Kollision bereits im Voraus erkennen und aktiviert vor dem Aufprall spezielle Schutzsysteme wie zum Beispiel neuartige, mehrfach einsetzbare Gurtstraffer. Sie verhindern, dass sich die Insassen bei einer Notbremsung zu weit nach vorne verlagern oder dass ihre Oberkörper beim Schleu-dern des Wagens zu stark seitwärts pendeln. Auch die Sitzverstellung ist in das PRE-SAFE-Konzept integriert und bringt die Passagiere vor einem möglichen Unfall automatisch in eine sicherheitstechnisch günstige Sitzposition. Bewegliche Polsterelemente in den Türverkleidungen, der Instrumententafel und den Dachsäulen, die sich bei einem möglichen Crash auf die Insassen zubewegen und sie abstützen, sind ebenfalls als Bestandteile des neuartigen vorausschauenden Insassenschutzes denkbar.

"Die Ergebnisse unserer Unfallforschung zeigen, dass bei zwei Drittel aller Pkw-Kollisionen vor dem Aufprall genügend Zeit vergeht, um Schutzsysteme zu aktivieren. Das sind oft mehrere Sekunden. Diese Zeit wollen wir in Zukunft nutzen, um den Auto-Passagieren noch mehr Sicherheit zu bieten. Wir wollen also nicht warten, bis der Aufprall stattgefunden hat, sondern die Sicherheit der Insassen schon vorbeugend verbessern", erklärt Dr. Rodolfo Schöneburg, Leiter der Sicherheitsentwicklung bei Mercedes-Benz das zukunftsweisende System.

Alle PRE-SAFE-Systeme sind reversibel: Wird der Unfall verhindert, stellen sie sich in ihre Ausgangspositionen zurück und sind sofort wieder einsatzbereit.

NECAR: Mit der Brennstoffzelle in die Zukunft

Ein weiteres zukunftsweisendes Projekt auf dem Mercedes-Stand der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) ist der von DaimlerChrysler entwickelte Brennstoffzellenantrieb für die Personenwagen von morgen. Das vor zwei Jahren präsentierte Forschungsfahrzeug NECAR 3 (New Electric Car) mit bordeigener Wasserstofferzeugung mittels Methanolumwandlung haben die Ingenieure des Automobilkonzerns hinsichtlich Leistung, Gewicht und Platzangebot entscheidend optimiert. Das Ergebnis heißt NECAR 5, ein Brennstoffzellen-Auto auf Basis der Mercedes-Benz A-Klasse, das fünf Passagieren Platz bietet und eine Höchstgeschwindigkeit von über 150 km/h erreicht.

NECAR 5 erzeugt den Wasserstoff während der Fahrt selbst -- durch Methanol-Reformierung. In der kompakten Anlage im Heck des Forschungswagens verdampfen Methanol und Wasser bei hoher Temperatur zu Wasserstoff, Kohlendioxid und Kohlenmonoxid. Nach der Oxidation des Kohlenmonoxids mittels Katalysator gelangt das gereinigte Gas an die Plus-Pole der Brennstoffzellen, wo anschließend eine so genannte "kalte Verbrennung" erfolgt, deren Resultat elektrischer Strom ist. Er treibt den Elektromotor des Wagens an. Die Leistung der Brennstoffzellen beträgt 75 Kilowatt.

Für den gesamten Prozess -- von der Methanol-Reformierung bis zur Stromerzeugung -- vergehen nur wenige Augenblicke, sodass NECAR 5 in puncto Antriebsdynamik einem herkömmlichen Auto mit Benzin- oder Dieselmotor ebenbürtig ist. Die Abgasbilanz des Brennstoffzellen-Fahrzeugs mit bordeigener Methanol-Reformierung fällt hingegen deutlich besser aus als die eines herkömmlichen Personenwagens: Der Kohlendioxidausstoß fällt um rund 30 Prozent geringer aus und die Schadstoffemissionen liegen unter den extrem strengen Grenzwerten für das kalifornische "Super Ultra-Low Emission Vehicle" (SULEV).

Wolfgang H. Inhester | ots
Weitere Informationen:
http://www.media.daimlerchrysler.com/

Weitere Berichte zu: Brennstoffzelle NECAR Sicherheitskonzept

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht OLED auf hauchdünnem Edelstahl
21.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Die Chancen der Digitalisierung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement: vitaliberty auf der Zukunft Personal 2017
19.09.2017 | vitaliberty GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie