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Neue Technologie für den farbigen Digitaldruck

06.09.2001


Wenige Tage vor dem Start der Print 01 in Chicago hat Xerox eine neue Technologie für den farbigen Digitaldruck vorgestellt. SmartPress Technology(tm) bezeichnet eine Drucktechnologie, in der mikro-feine Trockentonerpartikel in einem einzigen Schritt auf das Druckmedium übertragen werden. Das Verfahren liefert eine stabilere und reproduzierbarere Druckqualität als die derzeit eingesetzten Technologien. Diese neue Technologie bildet das Herzstück der Xerox DocuColor iGen3, dem kommenden digitalen High-End-Farbsystem für den Produktionsdruck, das diese Woche auf der Fachmesse Print 01 der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Die neue Drucktechnologie ist das Ergebnis von Investitionen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar in Forschung und Entwicklung. Heraus kamen über 300 Patente und ein Farbdrucksystem, das in der Lage ist, Druckerzeugnisse zu produzieren, die sich in ihrer Anmutung nicht mehr vom Offsetdruck unterscheiden. Die DocuColor iGen3 (früherer Codename "FutureColor") setzt neue Leistungsstandards, nutzt dabei alle Vorteile digitaler Druckverfahren und bietet zudem erhebliche Kostenvorteile.

Die ersten Pilotinstallationen bei Kunden werden Ende dieses Jahres beginnen. Die generelle Markteinführung der DocuColor iGen3 ist für das zweite Halbjahr 2002 vorgesehen.

Potenzial für einen wachsenden Markt

Xerox erwartet, dass sich die Nachfrage nach digitalen Drucksystemen für den Farb-Produktionsdruck ähnlich rasant entwickeln wird, wie der Markt für digitale Schwarzweißdrucker ab 1990. Mit dem Wegbereiter des digitalen Schwarzweißmarktes, der DocuTech von Xerox, hat das Unternehmen einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar generiert.

CAP Ventures, ein unabhängiges Marktforschungsinstitut, schätzt, dass der Absatzmarkt für Print-on-demand-Druck in Farbe bis 2005 um durchschnittlich 18 Prozent jährlich auf 32 Milliarden US-Dollar wachsen wird. Das Institut "Strategies for Management" erwartet, dass 78 Prozent aller Offsetdruckaufträge in Kleinauflagen von maximal 5.000 Exemplaren anfallen werden. Auf genau diesen Markt ist die DocuColor iGen3 zugeschnitten. Sie adressiert eine Käuferschicht, die auf kürzeste Auftragsdurchlaufzeiten und niedrige Kosten für digitale Drucke Wert legen. Im Gegensatz zu traditionellen Offset-Druckmaschinen kann die DocuColor iGen3 variable Daten zur Herstellung von personalisierten Broschüren, Katalogen, Büchern, Direktmailings oder Rechnungen verarbeiten.

Eine Frage der Technik

Die hohe Druckqualität des neuen Farbdrucksystems basiert auf der SmartPress Technology. Darüber hinaus steuern und überwachen 85 eingebaute Mikroprozessoren und 5 Millionen Zeilen Software Code den Ausdruck auf der DocuColor iGen3. Während des Drucks werden von den vier Bebilderungseinheiten die CMYK-Toner (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) von einer elektrostatisch aufgeladenen Druckform angezogen. Die Tonerübertragung auf das Papier erfolgt durch eine Kombination aus elektrostatischer Ladung, Schallwellen und Druck. Das System verfügt über eine intelligente Kalibration, mit deren Hilfe die Farbe für jede Seite gesteuert wird, um gleichbleibende Druckqualität sicherzustellen.

Zusätzlich zu dieser "Advanced-Imaging" genannten Funktion verfügt die DocuColor iGen3 über eine gerade Papierführung, die automatisch verschiedene Formate und Grammaturen innerhalb eines Druckauftrags erkennt und bedruckt. Die "Intelligenz" des Systems stellt sicher, dass der Bedruckstoff stets richtig angelegt wird, um eine genaue Seitenregistrierung zu erreichen.

Hohe Druckgeschwindigkeit und modulare Bauweise

Der Einsatz der SmartPress Technology in der DocuColor iGen3 bietet erhebliche Vorteile gegenüber Digitaldruckmaschinen, die zur Zeit auf dem Markt verfügbar sind. Die DocuColor iGen3 kann pro Stunde 6.000 A4-Ausdrucke in Farbe (100 Seiten pro Minute) erstellen.

Die DocuColor iGen3 ist modular aufgebaut und so konstruiert, dass sie mit Pre-Press- sowie Workflow-Systemen und anderen Anwendungen kompatibel ist. Sie wird durch zwei digitale Frontends unterstützt, die Bilddaten vor dem Druck aufbereiten: die Spire Plattform von CreoScitex und dem Xerox DocuSP Server. Ähnlich der DocuTech-Serie stellt der Xerox DocuSP Server den Workflow der Druckdaten sicher, hier jedoch für die Verarbeitung von Farbe.

Die Druckmaschine bietet eine universale Schnittstelle für die Anbindung von Endverarbeitungsgeräten. So können zukünftig 3rd-Party-Produkte wie Inline-Falz- und Bindemaschinen direkt angesteuert werden.

"Die DocuColor iGen3 wird zusammen mit den dazugehörigen Lösungen und spezifischen Dienstleistungen neue Märkte für hochwertige Druckerzeugnisse erschließen", erläutert Anne Mulcahy, President und CEO (Chief Executive Officer) von Xerox die Zielrichtung des neuen Farbdrucksystems. "Diese Märkte werden sich dadurch auszeichnen, dass sie farbige, personalisierte, on-demand in Verbindung mit dem Internet produzierte Druckerzeugnisse herstellen. Die DocuColor iGen3 unterstreicht einmal mehr unsere führende Rolle im Digitaldruck: Wir erschließen neue Technologien und Denkweisen. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, die Produktivität und Profitabilität ihrer Arbeit zu steigern."

Die Xerox Corporation, Stamford, Connecticut, USA, ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das auf dem Markt für Dokumentenverarbeitung einen Umsatz von jährlich 19 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Xerox entwickelt, produziert und vermarktet eine umfassende Palette von Produkten, Dienstleistungen und Lösungen rund um das Dokument. Die Hardwarelösungen von Xerox beinhalten Digitaldrucksysteme, multifunktionale Digitalkopierer, Bürodrucker, -kopierer und Faxgeräte. Daneben liefert das Unternehmen Softwarelösungen und Dienstleistungen für Dokumentenmanagement, Archivierung, Output- und Wissensmanagement, die den Kundenanforderungen entsprechend maßgeschneidert werden. Mit ihrem umfassenden Produktspektrum hilft Xerox weltweit agierenden Organisationen, aber auch kleinen und mittelständischen Firmen dabei, dokumentenintensive Geschäftsprozesse zu rationalisieren, den Austausch von Wissen zu fördern und damit Unternehmenskapital besser zu verwalten sowie Kosten zu reduzieren.

Die Aktien der Xerox Corporation sind an der New York Stock Exchange (NYSE: XRX) und an der Chicago Stock Exchange gelistet. Seit 1959 ist Xerox auch in Deutschland an verschiedenen Standorten vertreten. Sitz des Unternehmens in Deutschland ist Neuss.

Uta Letzel | ots
Weitere Informationen:
http://www.xerox.de/

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