Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMWi fördert neue Generation von Multimedia-Geräten und Endgeräte-Netzwerken

29.08.2001


Auf der Internationalen Funkausstellung 2001 in Berlin vom 25.08. - 02.09.2001 werden erste Prototypen und Ergebnisse der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Technologieprojekte für die zukünftige Generation von Multimedia-Endgeräten vorgestellt.

Mit dem Projekt SIPROS (Single Processor Solutions) sollen Fernsehen und Internet insbesondere auf Basis einer neuen Display-Technologie und eines neuen Multimedia-Mikroprozessors verknüpft werden. Ein erster Prototyp wird präsentiert. Die dem Prototyp nachfolgenden neuen Endgeräte sollen wesentlich kostengünstiger als bisher verfügbare Geräte hergestellt und dadurch wesentlich preiswerter angeboten werden können.

Mit dem Projekt KoMEt (Konfigurierbare Multimedia-Endgerätetechnologie) soll neben drahtgebundener auch drahtlose Bild- und Tonübertragung von beliebigen Quellen auf beliebige Endgeräte in einer Wohnung oder einem Haus möglich werden. Es geht also um Netzwerkverbünde von Endgeräten, die im sogenannten Smart-Home von verschiedenen Stationen aus gesteuert werden.

Bei SIPROS wird die moderne Rückprojektionstechnologie zur Darstellung von Video und Grafik insbesondere für multimediale Inhalte genutzt. Bildschirme mit großen Diagonalen in 16:9-Breitbildformat für Privathaushalte sollen kostengünstig hergestellt werden. Gleichzeitig soll eine hochauflösende Bildgebertechnologie die Darstellung von Grafikinhalten, die für effiziente Benutzerführungen, Internetzugang und weitere interaktive Multimediadienste notwendig sind, ermöglichen. Ein hochintegrierter Multimediachip liefert eine optimale Signalverarbeitung verschiedener Datenströme. An dem Verbundprojekt SIPROS arbeiten die federführende Fa. Loewe mit Philips und Carl Zeiss Jena sowie dem Heinrich-Hertz-Institut und der TU Ilmenau zusammen. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von ca. 14 Mio. DM, von dem ca. 6 Mio. DM durch das BMWi gefördert werden.

Bei dem Projekt KoMEt werden zur Übertragung von Bild und Ton im Netzwerkverbund von Endgeräten entsprechende Kommunikationsprotokolle implementiert und Steuerungsfunktionen für die Übertragung und Wiedergabe entwickelt. Dabei wird die Entwicklung von Modems für Frequenzen oberhalb von 5,5 GHz vorangetrieben. Konsortialführer bei KoMEt ist die Grundig AG, die die Universität Dortmund bei der Forschung zur Bildsignalverarbeitung mit einbezogen hat. Das Gesamtprojektvolumen von KoMEt beträgt ca. 5 Mio. DM, von denen 2 Mio. DM auf Fördermittel des BMWi entfallen.

SIPROS und KoMEt sind Technologieprojekte, die im Rahmen des Aktionsprogramms "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhundert" der Bundesregierung dazu beitragen sollen, dass neue Multimedia-Technologien, die zur Konvergenz der Medien und insbesondere der Verknüpfung von Internet und Fernsehen beitragen, entwickelt und erprobt werden. Dadurch können auch Nutzergruppen ohne spezifische Vorkenntnisse, die möglicherweise noch Vorbehalte haben, an die neuen Medien herangeführt und die Technikakzeptanz gesteigert werden. Ein wesentlicher Schritt für mehr Internetzugänge und Interaktionen über das Medium Fernsehen wird getan. Die Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Initiative "Internet für alle" der Bundesregierung.

Dr. Rüdiger Lotze | BMWi NEWSLETTER

Weitere Berichte zu: Komet SIPROS Technologieprojekte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht Designvielfalt für OLED-Beleuchtung leicht gemacht
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Geheimtinte: Von antiken Rezepturen bis zu High-Tech-Varianten

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neuer Sensor zur Messung der Luftströmung in Kühllagern von Obst und Gemüse

22.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Neues Prinzip der Proteinbindung entdeckt

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics