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Sicherheit ist Trumpf - Ex-Schutz in der Mess-, Steuer- und Regeltechnik

19.01.2005


Die Sicherheit von Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen ist das vorrangige Ziel der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), um die Gesundheit der Menschen am Arbeitsplatz und die Investitionsgüter zu schützen. Der Betreiber einer Anlage ist nach der BetrSichV allein ver­antwortlich für den sicheren Betrieb seiner Anlagen. Dazu muss er die explosionsgefährdeten Bereiche festlegen und ein Explosionsschutzdo­kument erstellen sowie weitere organisatorische und technische Maß­nahmen zum Explosionsschutz treffen und insbesondere die geforderten Prüfungen fristgerecht durchführen oder durchführen lassen.

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Marktführer wie Extec Oesterle GmbH, Esslingen, R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, GeCma Components GmbH, Kerpen, die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig, und Steuite Schaltgeräte GmbH & Co. KG, Löhne, präsentieren auf der INTERKAMA+ im Rahmen der HANNOVER MESSE vom 11. bis 15. April 2005 ihr Angebot in der Halle 7.

Der Ex-Schutz ist darüber hinaus eine wichtige nationale Aufgabe und damit auch Bestandteil des nationalen Rechts. Die von den europäischen Regierungen erlassenen Vorschriften basieren im EU-Raum weitgehend auf IEC-Normen und EU-Richtlinien. Nach der erfolgreichen Harmonisie­rung des Explosionsschutzes im Bereich der Europäischen Union durch die Richtlinie 94/9/EG - bekannter unter der Bezeichnung ATEX-Richtli­nie - konzentrieren sich die Arbeiten nunmehr auf das Ziel einer internationalen Harmonisierung des Explosionsschutzes.


In vielen Ländern, so auch in der EU, werden explosionsgefährdete Bereiche durch ein "Drei-Zonen-Modell" charakterisiert. Darin steht Zone 2 für einen Bereich, in dem nur selten (unter zehn Stunden pro Jahr) mit dem Auftreten einer explosionsfähigen Atmosphäre zu rechnen ist, Zone 1 für einen Bereich, in dem gelegentlich explosionsfähige Atmo­sphären auftreten und Zone 0 für einen Bereich, in dem ständig oder häufig eine explosionsfä­hige Atmosphäre vorherrscht.

Typische "Repräsentanten" der Zone 2 sind die Umgebungen ausgedehnter Tanklager, während eine Vielzahl von Anlagen in der organischen Chemie der Zone 1 zuzurechnen. Einige Anlagen im Bereich der Petrochemie oder das Innere von Flüssigtanks gehören schließlich der Zone 0 an.

Normen sind der "Rückenwind" für Bustechniken

Mittlerweile finden Profibus-PA und der amerikanische FF-Bus (Field­bus Foundation) weltweit immer mehr Anwendung in explosionsge­schützten Anlagen. Dies wird wesentlich durch die Existenz einer IEC-Norm unterstützt, in der sich das für beide Bustechniken entwickelte "FISCO-Modell" (Fieldbus Intrinsic Safety Concept) widerspiegelt. Das FISCO-Modell, welches von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt unter Beteiligung namhafter deutscher Hersteller entwickelt wurde, stellt die Basis für den modernen Explosionsschutz dar.

"Ein Test, ein Standard, ein Zertifikat", so beschreibt Walter Bahlinger, der beim Geschäftsbereich "Automation and Drives" der Siemens AG für das Geschäftsgebiet Process Instrumentation und Analytics zuständig ist, das hoch gesteckte Ziel. Grundlage bilde das "IECEx Scheme", ein Zertifi­zierungsverfahren, das auf der Basis von international abgestimmten Normen für den Explosionsschutz IECEx-Zertifikate ausstellt. Das Zertifi­zierungsverfahren sei bisher offiziell nur von Australien und Neuseeland anerkannt, räumt Bahlinger ein. Dennoch sei vor allem bei europäischen Herstellern von Ex-Geräten inzwischen ein Trend zu beobachten, neben der EG-Baumusterprüfbescheinigung ("ATEX-Zertifikat") auch ein IECEx Certificate of Conformity zu erwerben, da auf dieser Basis andere inter­nationale Ex-Zertifikate - etwa für den nordamerikanischen oder asiati­schen Bereich - einfacher zu erwerben seien.

Modernisierung der Eigensicherheits-Normen

Bahlinger zufolge basieren viele Regelungen im Bereich der Eigensi­cherheit heute noch auf einem überholten Stand der Technik aus den sechziger oder siebziger Jahren. Enorme Fortschritte und bessere Eigen­schaften bei den verfügbaren Werkstoffen sowie wesentlich präzisere Fertigungsverfahren bei den elektronischen Baugruppen ermöglichten heute bereits deutlich geringere geometrische Abstände zur Gewährleis­tung der Sicherheit den Explosionsschutz. Dieser Trend werde auch auf bei den im Rahmen der INTERKAMA+ 2005 gezeigten Exponaten deutlich. In den nächsten Jahren sei eine Modernisierung der Eigensicherheitsnormen vor allem hinsichtlich der Reduzierung von Abstandsanforderungen zu erwarten, was kleinere Bauformen bei eigensicheren elektronischen Geräten ermöglichen werde.

Tanja Meyer | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.messe.de

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