Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Russlands Firmen und Kommunen streben Zusammenarbeit mit Westeuropa an

03.07.2001


In Russland wächst das Interesse an der Zusammenarbeit mit westeuropäischen Bauunternehmen. Besonders groß ist der Bedarf an Know-how-Transfer. Mit diesem Ergebnis kehrten die Teilnehmer einer Präsentationsreise der Leipziger Messe zur Vorbereitung der BauFach 2001 aus Russland zurück.

Zur Leipziger Bau-Fachmesse vom 24. bis 28. Oktober bildet Russland den Länderschwerpunkt. Neben den Moskau und St. Petersburg präsentieren sich Unternehmen und Kommunen aus den Regionen Samara/Wolga, Kasan, Nishnij Nowgorod, Saratov und Karelien in Leipzig. Angesichts der verstärkten Bau- und Sanierungstätigkeit versprechen die Russen ausländischen Investoren attraktive Geschäftsaussichten.

Für den Import russischer Produkte wirbt Alexander A. Latkin, Vizegouveneur der Region Samara. "Unsere Region hat mit Naturstein, Aluminium und Holzprodukten konkurrenzfähige Produkte. Wir interessieren uns daher vor allem für die Zertifizierung unserer Produkte für Westeuropa".

Eine rege Bautätigkeit gibt es im Zusammenhang mit der 1000-Jahr-Feier in Kasan. "Es fehlt uns aber an geeigneten Baumaterialien für den Straßenbau", informiert Pjotr S. Rybalkin, Abteilungsleiter bei der Stadtverwaltung. Groß ist zudem das Interesse an Lösungen für kostengünstigen Wohnungsbau. Jährlich werden allein für die Umsiedlung von Familien 4.000 städtische Wohnungen benötigt. Weitere Schwerpunkte im städtischen Bau liegen in der Altbausanierung, im Denkmalschutz sowie in der Sanierung der Hotels. "Zur BauFach hoffen wir, interessierte Firmen zu treffen und Lösungen zu erhalten", sagte Rybalkin. Wirtschaftsdezernent Boris Pawlov verwies darauf, dass man einige interessante Technologien habe, die sich für Joint-Ventures anbieten. Außerdem gibt es laut Pawlov viele Projekte, für die die Stadt Investoren oder Auftragnehmer sucht.

Auf der Suche nach Bauträgern und Immobilienfirmen ist auch St. Petersburg. Laut Alexander V. Lobanov vom St. Petersburger Baukomitee gebe es für die Bauherren langfristige und günstige Kredite, die ansonsten nicht zu bekommen seien. Von Interesse sind für St. Petersburg auch Erfahrungen in der Modernisierung von Plattenbauten.

"In Russlands Regionen herrscht teilweise ein Bauboom wie Anfang der 90-er Jahre in Moskau", so Werner M. Dornscheidt, Geschäftsführer der Leipziger Messe. "Das ist die Chance für Westeuropa, um Kooperationen zu knüpfen."

Die BauFach erleichtert westeuropäischen Firmen die Kontaktanbahnung u.a. mit einem Dolmetscherservice, einer Kontaktbörse, einem internationalen Unternehmertreffen und Work-Shops zu rechtlichen und steuerlichen Fragen. Zusätzlich informiert Russland über Einfuhrbestimmungen, Lizenzierungen für den russischen Markt und Arbeitsmöglichkeiten in Russland.

Insgesamt rechnet die Leipziger Messe mit 50 Ausstellern aus Russland.

Ulrich Briese | ots
Weitere Informationen:
http://www.baufach.de

Weitere Berichte zu: BauFach

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Komplexe Hartmetallwerkzeuge aus dem 3D-Drucker
21.09.2016 | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

nachricht IAA Nutzfahrzeuge 2016: Fahrerassistenzsystem der TU Kaiserslautern hilft beim Spritsparen
20.09.2016 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Im Focus: Mit OLED Mikrodisplays in Datenbrillen zur verbesserten Mensch-Maschine-Interaktion

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP arbeitet seit Jahren an verschiedenen Entwicklungen zu OLED-Mikrodisplays, die auf organischen Halbleitern basieren. Durch die Integration einer Bildsensorfunktion direkt im Mikrodisplay, lässt sich u.a. die Augenbewegung in Datenbrillen aufnehmen und zur Steuerung von Display-Inhalten nutzen. Das verbesserte Konzept wird erstmals auf der Augmented World Expo Europe (AWE), vom 18. – 19. Oktober 2016, in Berlin, Stand B25 vorgestellt.

„Augmented Reality“ (erweiterte Realität) und „Wearable Displays“ (tragbare Displays) sind Schlagworte, denen man mittlerweile fast täglich begegnet. Beide...

Im Focus: OLED microdisplays in data glasses for improved human-machine interaction

The Fraunhofer Institute for Organic Electronics, Electron Beam and Plasma Technology FEP has been developing various applications for OLED microdisplays based on organic semiconductors. By integrating the capabilities of an image sensor directly into the microdisplay, eye movements can be recorded by the smart glasses and utilized for guidance and control functions, as one example. The new design will be debuted at Augmented World Expo Europe (AWE) in Berlin at Booth B25, October 18th – 19th.

“Augmented-reality” and “wearables” have become terms we encounter almost daily. Both can make daily life a little simpler and provide valuable assistance for...

Im Focus: Künstliche Intelligenz ermöglicht die Entdeckung neuer Materialien

Mit Methoden der künstlichen Intelligenz haben Chemiker der Universität Basel die Eigenschaften von rund 2 Millionen Kristallen berechnet, die aus vier verschiedenen chemischen Elementen zusammengesetzt sind. Dabei konnten die Forscher 90 bisher unbekannte Kristalle identifizieren, die thermodynamisch stabil sind und als neuartige Werkstoffe in Betracht kommen. Das berichten sie in der Fachzeitschrift «Physical Review Letters».

Elpasolith ist ein glasiges, transparentes, glänzendes und weiches Mineral mit kubischer Kristallstruktur. Erstmals entdeckt im El Paso County (USA), kann man...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einsteins Geburtsstadt wird für eine Woche Hauptstadt der Physik

23.09.2016 | Veranstaltungen

Industrie und Wissenschaft diskutieren künftigen Mobilfunk-Standard 5G auf Tagung in Kassel

23.09.2016 | Veranstaltungen

Fachgespräch Feste Biomasse diskutiert Fragen zum Thema "Qualitätshackschnitzel"

23.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Korallenthermometer muss neu justiert werden

23.09.2016 | Biowissenschaften Chemie

Doppel-Infektion macht Erreger aggressiver

23.09.2016 | Biowissenschaften Chemie

Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

23.09.2016 | Biowissenschaften Chemie