Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Planung und Durchführung von Operationen

18.11.2004


Das Lasersystem "OsteoLas" wird Chirurgen zukünftig als hochpräzises Instrument zum Durchtrennen von Knochen dienen. Das Foto zeigt einen durchtrennten Rinderknochen
Foto: Bernd Vogel / caesar


Unter dem Namen "3mat" präsentiert die caesar-Arbeitsgruppe "Rapid Prototyping" auf der Medica ihr Leistungsspektrum, das sich von der Entwicklung von körperverträglichen Materialien auf Kunststoff- und Keramikbasis bis zu deren computergesteuerter Verarbeitung erstreckt.
Foto: Bernd Vogel / caesar


Forschungszentrum caesar auf der Medica in Düsseldorf

... mehr zu:
»Implantat »Knochen »Lasersystem

Vom 24.-27.11.2004 stellt das Bonner Forschungszentrum caesar auf der "Medica 2004" in Düsseldorf aktuelle Projekte aus der Medizintechnik vor (Halle 13, Stand C12). Mit neuen Computer- und Lasertechnologien unterstützen die Wissenschaftler Chirurgen bei der Planung und Durchführung von Operationen. Auf der Messe demonstrieren sie ein Lasersystem in Aktion, das feinste Schnitte von nur 0,2 mm durch Knochen und Knorpel ermöglicht. Auch medizinische Anwendungen für das im Maschinenbau bewährte Rapid-Prototyping-Verfahren stellen die Forscher vor. Sie entwickeln körperverträgliche Materialien für maßgeschneiderte Implantate und fertigen aus Patientendaten anatomische Modelle für die Operationsplanung. Außerdem präsentieren die Wissenschaftler eine holografische Methode, mit der sie dreidimensionale Computermodelle des Gesichts erstellen. Diese sind sehr hoch aufgelöst und werden zur Vorbereitung von komplizierten Operationen verwendet. caesar arbeitet eng mit Medizinern zusammen; einige Verfahren werden bereits in der Klinik getestet.

Das Lasersystem "OsteoLas" wird Chirurgen zukünftig als hochpräzises Instrument zum Durchtrennen von Knochen dienen, beispielsweise in der Neuro-, Herz- und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Es ermöglicht Schnitte und dreidimensionales Abtragen von Knochen und Knorpeln ohne Wärmeschäden, Knochenmehl und metallischen Abrieb. Das von caesar optimierte CO2-Lasersystem arbeitet mit extrem kurzen Pulsen in Kombination mit einem feinen Luft-Wasserspray. So wird eine Schädigung des umliegenden Gewebes vermieden. Erstmals können mit einem Lasersystem Knochen und Knorpel berührungslos in beliebigen Geometrien geschnitten werden.


Unter dem Namen "3mat" präsentiert die caesar-Arbeitsgruppe "Rapid Prototyping" auf der Medica ihr Leistungsspektrum, das sich von der Entwicklung von körperverträglichen Materialien auf Kunststoff- und Keramikbasis bis zu deren computergesteuerter Verarbeitung erstreckt. Je nach Kundenwunsch fertigen die Forscher Patientenmodelle, Implantate oder Prototypen an. Die Gruppe setzt erfolgreich Projektideen und Dienstleistungen für Medizintechnikhersteller, Ärzte und Kliniken um. Unter anderem haben die Wissenschaftler ein spezielles Rapid-Prototyping-Verfahren entwickelt, mit dem sie zukünftig computergeplante, patientenindividuelle Implantate fertigen können. Außerdem stellt die Arbeitsgruppe individuelle anatomische Planungsmodelle her, insbesondere für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Operationen können so im Vorfeld genauer geplant und schneller durchgeführt werden, die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen verringert sich.

Die Arbeitsgruppe "Holografie und Lasertechnologie" entwickelt ein System zur holografischen dreidimensionalen Vermessung von Gesichtern. Mit einem kurzgepulsten Laser wird ein Porträthologramm des Patienten erstellt, das anschließend digitalisiert wird. Der so erstellte Datensatz liefert ein dreidimensionales Computermodell des Patienten, das beliebig vergrößert und gedreht werden kann. Die farbige Textur, die über das Modell gelegt wird, macht das Bild sehr naturgetreu. In Verbindung mit Computertomografiedaten entstehen Modelle, die sowohl die knöcherne Struktur des Gesichtes als auch das darüber liegende Weichgewebe darstellen. Diese Einsichten eröffnen im Bereich der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie neue Möglichkeiten der Operationsplanung und Dokumentation, um optimale funktionelle und ästhetische Ergebnisse zu erzielen.

Forschungszentrum caesar, Frau Francis Hugenroth
Ludwig-Erhard-Allee 2, 53175 Bonn,
Telefon: 0228/96 56-135, Fax: 0228/96 56-111,
E-Mail: hugenroth@caesar.de

Francis Hugenroth | idw
Weitere Informationen:
http://www.caesar.de

Weitere Berichte zu: Implantat Knochen Lasersystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“
21.02.2017 | EML European Media Laboratory GmbH

nachricht Verbessertes Sprachverstehen und automatische Spracherkennung für Call- und Servicecenter
15.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten