Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lernen am mobilen Bioreaktor

20.02.2001


... mehr zu:
»Bioreaktor »Fachrichtung »TerraTec
TerraTec (13. bis 16. März 2001) in Leipzig:
Dresdner Fokus auf Nachhaltigkeit

Spätestens seit der EXPO2000 ist die Verknüpfung von zwei Komponenten wieder in den Vordergrund gerückt: die Nachhaltigkeit besonders ökologischer Prozesse und die junge Generation als deren treibende Kraft. Das Konzept der TUD-Wissenschaftler der Beruflichen Fachrichtung Chemietechnik vereint beide Komponenten auf einfache, aber äußerst effektive Art und Weise. Mit einem mobilen Bioreaktor, der besonders an Schulen und Hochschulen eingesetzt werden soll, werden jungen Leuten biologische Prozesse transparent und verständlich gemacht. Zu sehen, wie beispielsweise Tenside oder Mineralöle im Wasser abgebaut werden oder der pH-Wert von Wasser wieder in den neutralen Bereich gebracht wird, ist einprägsamer als das beste Gespräch.

Zu diesem Zweck haben Professor Peter Storz und seine Mitarbeiter einen transportablen Bioreaktor gebaut. Sein Vorläufer, ein stationäres System, wurde im vergangenen Jahr der Sächsischen Bildungsgesellschaft für Umweltschutz- und Chemieberufe übergeben und arbeitet seither erfolgreich. Herzstücke der Anlage gibt es mehrere: der Behälter mit schadstoffresistenten Mikroorganismen, die z.B. Tenside im Wasser abbauen, oder der Fuzzy-Regler, der die Neutralisierung des Wassers selbständig übernimmt. Dazu wird auf der Leipziger TerraTec noch eine sogenannte Trübungssonde kommen. Sie zeigt das Bakterienwachstum in der Nährlösung an und später auch den Erfolg dieser Bakterien bei der "Säuberung" des Wassers von Fremdstoffen. Diese Sonde wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verfahrens- und Umwelttechnik entwickelt und wird, wie das gesamte Bioreaktor-System, auf der TerraTec am Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" in Halle 3/ Stand F 20/ H 23 präsentiert.

Der dezentrale, mobile Einsatz des Bioreaktors gilt als besonderer Vorteil. Damit wird nicht nur der Einsatz an den Schulen für Pädagogen und Schüler einfacher, auch vor Ort können Wasserproben genommen, analysiert und gereinigt werden. Egal ob stationär oder mobil, in beiden Fällen stehen die gewonnenen Daten sofort im Computer zur Verfügung, können sogar umgehend versendet werden. Diese Möglichkeit eines unmittelbaren Eingreifens zu Gunsten belasteter Biotope verstärkt noch den Lerneffekt.

Rechnergestützte Bioreaktor-Systeme werden die Produktion und Dienstleistung von morgen stark prägen. Auch kleine und mittlere Unternehmen können davon profitieren: Von der dezentralen Trinkwasseraufbereitung bis zur Herstellung von sogenanntem Biodiesel reicht die Palette der möglichen Anwendungen. Um einen relativ breiten Zugang vieler Interessenten zu gewährleisten, haben die Dresdner Wissenschaftler die Kosten des Bioreaktors bewusst niedrig gehalten. Umgesetzt werden konnte das Konzept in Kooperation mit dem Projekt NAUBI (Neue AUtomobil- und BIoverfahrenstechnologien) des Verbandes Sächsischer Bildungsinstitute e.V.

Kontakt: Prof. Dr. Peter Storz
TU Dresden, Fakultät Erziehungswissenschaften
Berufliche Fachrichtung Chemietechnik
D-01062 Dresden
Telefon +49 351 4 63-27 20, Fax +49 351 4 63-30 20
E-Mail: peter.storz@mailbox.tu-dresden.de

Birgit Berg | idw

Weitere Berichte zu: Bioreaktor Fachrichtung TerraTec

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Zukunft Personal: Workforce Management – Richtig aufgestellt für die voranschreitende Digitalisierung
25.07.2017 | GFOS mbH Gesellschaft für Organisationsberatung und Softwareentwicklung mbH

nachricht EMAG auf der EMO: Elektrische Antriebssysteme und die „Smart Factory“ stehen im Fokus
05.07.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie