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Die Brille im Auge: Künstliche Sehprothese

20.11.2000


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»Kunstlinse »Sehhilfe
Die Mercator-Universität Duisburg entwickelt gemeinsam mit weiteren Forschergruppen eine künstliche Sehhilfe, die direkt in das erkrankte Auge eingesetzt wird. Das Exponat wird vom 22.-25.11. auf der Medica in
Düsseldorf präsentiert (Gemeinschaftsstand Forschungsland NRW).

Etliche Menschen leiden an einer speziellen Veränderung des vorderen Augenabschnitts, der Hornhauttrübung, die bis zur völligen Erblindung führen kann.

Ihnen kann voraussichtlich bald geholfen werden, denn die Mercator-Universität Duisburg entwickelt gemeinsam mit weiteren Forschergruppen eine künstliche Sehhilfe, die direkt in das erkrankte Auge eingesetzt wird. Das Exponat wird vom 22.-25.11. auf der Medica in Düsseldorf präsentiert (Gemeinschaftsstand Forschungsland NRW).


Durch bakterielle Infektion, Explosion oder chemische Verätzung kann es zu einem irreparablen Schaden am Auge kommen, der die Hornhaut so stark eintrübt, dass der Patient - je nach Grad der Erkrankung - seine Umgebung optisch kaum mehr selbst wahrnehmen kann. Die "Intraokulare Sehhilfe" soll ihm künftig wieder eine eigene Orientierung ermöglichen.

Damit die Barriere der getrübten Hornhaut überwunden werden kann, trägt der Patient künftig eine Brille mit eingebauter Chip-Kamera. Diese sendet die Bilddaten drahtlos an eine Kunstlinse im Auge. In der Linse befindet sich ein Mini-Display, das die Informationen wieder in sichtbare Bilder umwandelt und auf die intakte Netzhaut projiziert. Ziel ist es, einen ersten Display-Prototypen zu realisieren, der 32x32=1024 Bildpunkte auf wenigen Quadratmillimetern Fläche enthält.

Die hochdynamische Mini-Kamera mit Signalprozessor, der die aufgenommenen Bilddaten komprimiert und drahtlos zur Kunstlinse überträgt, wurde im Uni-Fachgebiet Mikroelektronische Systeme entwickelt. Das Minidisplay, das auf der Kunstlinse implantiert wird, wurde von einer Uni-Forschergruppe im Fachgebiet Optoelektronik erarbeitet.

M.A. Beate Kostka | idw

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