Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Patent- und Markendatenbanken auf der Hannover Messe

03.04.2001


FIZ Karlsruhe hat mehr als 32 Millionen internationale Patentschriften online / Einsatzmöglichkeiten von der Patentbeobachtung bis zur strategischen Wettbewerbsanalyse / Markendatenbanken neu im Produktportfolio

Vom 23. bis zum 28. 4. präsentiert das Fachinformationszentrum (FIZ) Karlsruhe auf der Hannover Messe Industrie in Halle 18, 1.OG Stand N18 Patent- und Markendatenbanken, die über den wissenschaftlich-technischen Datenbankverbund STN International im WWW des Internet angeboten werden. 32 Millionen internationale Patentschriften zitiert allein die dort bereitgestellte internationale Patentdatenbank INPADOC. Es dauert nur wenige Sekunden, in dieser riesigen Datenmenge z. B. anhand des Patentklassifikationscodes für Ventile oder auch nur mit dem Stichwort "Präzisionsdosierung" nach einer Schutzrechtsanmeldung für ein ethernetfähiges Mikroventil zu suchen.

"Eine effiziente Auswertung von Schutzrechtsdokumenten bringt nachweislich Wettbewerbsvorteile", erklärt Dipl.-Ing. Friedemann Böhm, beim FIZ Karlsruhe zuständig für Patent- und Markendatenbanken. Für professionelle Patentrecherchen sei es allerdings notwendig, dass man sich im internationalen Patentrecht auskenne und wisse, wie man mit Online-Datenbanken umgehe. Das FIZ Karlsruhe bietet dazu Trainingsprogramme für Einsteiger und Fortgeschrittene an.

Durch die Aufbereitung in hochentwickelten Datenbanken kann man nach Aussage Böhms aus der Patentliteratur weit mehr als nur die veröffentlichten Patentanmeldungen des Wettbewerbs hervorholen oder technische Lösungen für die eigene Produktgestaltung finden. "Mit einer guten Recherchestrategie lassen sich aus Patentdatenbanken Entwicklungstrends ableiten und zusätzlich kann man auch noch erkennen, auf welche Märkte die Konkurrenz abzielt", so der Diplomingenieur. Außerdem sei mit den effizienten Softwarefunktionen eine automatische permanente Überwachung der eigenen Patente möglich. Wenn sich die Anmeldeaktivitäten im Umfeld des überwachten Patentes häuften - was auf einen Angriff auf das eigene Produkt hindeute - schlüge das System Alarm (z. B. unter Verwendung der Datenbank Derwent Patents Citation Index).

Da auch Marken im Zuge der Globalisierung zur Verteidigung angestammter Märkte immer wichtiger werden, hat das FIZ Karlsruhe vor kurzem nun auch erstmals Datenbanken mit internationalen Informationen über Marken-Schutzrechte in sein Produktportfolio aufgenommen. Neu im Programm sind die drei Marken-Datenbanken DEMAS (Deutsches Elektronisches Marken-Suchsystem), EUMAS (EU-Gemeinschafts-Marken-Suchsystem) und IRMAS (International Register Trademarks Suchsystem). Sie geben Auskunft über alle vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), vom Markenamt der EU (Office of Harmonization in the International Market OHIM) und der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlichten Markenschutzrechte.

Hergestellt werden die Patent- und Markendatenbanken auf STN International von nationalen, regionalen und internationalen Patentbehörden und privatwirtschaftlichen Unternehmen: darunter das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA), das amerikanische U.S. Patent- and Trademark Office (USPTO), das Europäische Patentamt (EPA) und die Internationale Organisation für Geistiges Eigentum (WIPO) sowie die renommierten Patent- bzw. Markeninformationsspezialisten Wila Verlag, München, oder Derwent Information Ltd., London.

Die Online-Informationsquellen decken die Patentliteratur aller Industrienationen sowie zahlreicher weiterer Märkte der Welt ab.

Online direkt zum Volltext
Über einen Full-Text-Button werden für jedes Dokument Zugriffs- und Bestellmöglichkeiten auf die/für die vollständige Patentschrift aufgezeigt. So kann auf die bei verschiedenen Patentämtern elektronisch vorliegenden Volltexte direkt zugegriffen werden, oder die gedruckte Version kann sofort online über den automatischen LiteraturvermittlungsService FIZ AutoDoc ( http://www.fiz-karlsruhe.de/autodoc/) bestellt werden. Auf Wunsch werden die Dokumente innerhalb von 24 bzw. 48 Stunden per E-mail, Fax oder per Post zugesandt.

Zugang

... mehr zu:
»FIZ »Patent »STN

Auf das Informationsangebot von STN kann über das Internet sowie über kommerzielle proprietäre Netze (ISDN, Datex-P, BT Concert X.25 u.a.) zugegriffen werden. Voraussetzung ist ein Nutzungsvertrag mit dem FIZ Karlsruhe. Demo- und Testrecherchen zeigen das Potential einer professionellen Recherche in STN-Fachdatenbanken.
Im Internet stehen verschiedene Zugänge zur Verfügung. Erfahrene Rechercheure suchen effizient über STN on the Web ( http://stnweb.fiz-karlsruhe.de). STNEasy ist der einfache und bequeme Web-Zugang für gelegentliche Nutzer ( http://stneasy.fiz-karlsruhe.de).

Als weltweit agierende wissenschaftliche Serviceeinrichtung produziert und vermarktet das Fachinformationszentrum (FIZ) Karlsruhe wissenschaftliche und technische Informationsdienste in gedruckter oder elektronischer Form. In Zusammenarbeit mit Institutionen aus dem In- und Ausland baut das FIZ Karlsruhe Datenbanken auf den Fachgebieten Astronomie und Astrophysik, Energie, Kernforschung und Kerntechnik, Mathematik, Informatik und Physik auf. Außerdem betreibt das FIZ Karlsruhe das europäische Servicezentrum (Host) von STN International, The Scientific & Technical Information Network. STN International ist der weltweit führende Online-Service für wissenschaftlich-technische Daten-banken. In seinem breitgefächerten Produktspektrum befinden sich z. Zt. mehr als 210 Datenbanken mit ca. 400 Mio. Dokumenten aus allen Fachgebieten von Wissenschaft und Technik, darunter die international größten und bedeutendsten Patentdatenbanken.
Das FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibnitz e. V. (WGL).


Weitere Informationen:

Fachinformationszentrum (FIZ) Karlsruhe
STN Servicezentrum Europa
Postfach 2465, D-76012 Karlsruhe
Tel. 07247/808-555, Fax 07247/808-259
E-Mail helpdesk@fiz-karlsruhe.de,http://www.fiz-karlsruhe.de

Für die Presse:

Rüdiger Mack
Tel. 07247/808-513
E-Mail: rm@fiz-karlsruhe.de

Ansprechpartner auf der Hannover Messe Industrie:
Halle 18, 1. OG Stand N18
Dipl-Ing. Friedemann Böhm

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Ruediger Mack | idw

Weitere Berichte zu: FIZ Patent STN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht OLED auf hauchdünnem Edelstahl
21.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Die Chancen der Digitalisierung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement: vitaliberty auf der Zukunft Personal 2017
19.09.2017 | vitaliberty GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie