Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medizin für versauerte Seen

20.02.2001


TerraTec 2001 (13. bis 16. März 2001) in Leipzig: Effektive in-situ Therapie

Saurer Regen hat in der Vergangenheit zahlreiche Gewässer in deutschen Mittelgebirgen, aber auch in Skandinavien und Nordamerika krank gemacht: Säurestress und hohe Konzentrationen giftiger Metalle wie Aluminium, Mangan und Cadmium zerstörten das ökologische Gleichgewicht und den Lebensraum von Kleinkrebsen, Amphibien und Fischen. Die Gewinnung von Trinkwasser ist mit hohen Kosten verbunden, eine fischereiliche Nutzung ausgeschlossen. Da sich die Ursachen der Versauerung kurzfristig nicht abstellen lassen und herkömmliche Kalkungsmaßnahmen oft nicht effektiv genug und mit Risiken verbunden sind, wird derzeit an der Technischen Universität Dresden ein Verfahren erprobt, das die Ökologische Station der Universität vom 13. bis 16. März 2001 auf der "TerraTec" in Leipzig vorstellen wird (Gemeinschaftsstand FORSCHUNG FÜR DIE ZUKUNFT, Halle 3/Stand F 20/H 23).

Diese Methode vereinigt Aufgaben der Wasseraufbereitung mit Umwelt- und Naturschutzzielen. Hierbei kommt eine reaktive Puffersubstanz aus mineralischen Kalzium- und Natriumverbindungen zum Einsatz. Die bislang durchgeführten Versuche in überdimensionalen Experimentalgefäßen (Inhalt 1.200 m³) in einer versauerten Talsperre zeigten, dass die Ziele erreicht werden: Neben einer raschen und schonenden Neutralisierung des Wassers vergrößert sich das Vermögen des Wassers, einen momentanen Säurestoß oder einen biologisch bedingten Überschuss an Lauge zu neutralisieren, erheblich und nachhaltig. Durch die Fällung von Schadmetallen und schwer zersetzbaren, organischen Substanzen kommt es zur Entgiftung des Ökosystems und zur Vergrößerung der Transparenz im Wasser. In der Folge etablierten sich neue Arten von Kiesel-, Grünalgen und Kleinkrebsen. Die Befürchtung, dass sich Algen massenhaft entwickeln könnten, traf nicht ein. Das Verfahren ist bioverträglich und eignet sich für Trinkwassertalsperren sowie Seen und Teiche, die zum Angeln und zur Fischzucht genutzt werden.

Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und mit folgenden Kooperationspartnern realisiert: Terrachem Essen GmbH, Söll Gesellschaft für Ökologische Verfahren mbH, Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen.

Informationen: TU Dresden, Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften, Ökologische Station Neunzehnhain, Neunzehnhainer Str. 14, D-09514 Lengefeld, Dr. Lothar Paul, Dr. Kai-Uwe Ulrich, Telefon (03 73 67) 24 01, Fax (03 73 67) 21 03, E-Mail: nzh.ulrich@t-online.de

Birgit Berg | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

nachricht Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie