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Universität auf der MATERIALICA

15.09.2000


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Biokompatible Beschichtungen, wie sie vom Institut für Dünnschichttechnologie an der Universität Kaiserslautern entwickelt werden, können die Erfolgsaussichten bei der Erweiterung von Herzgefäßen
erheblich verbessern. Auf der MATERIALICA in München, Stand B1-513, stellen die Kaiserslauterer Wissenschaftler vom 25. bis 28.9. verschiedene Anwendungsgebiete dünner Schichten vor.

In 35-40% aller Fälle ist eine Gefäß-Erweiterung leider nicht von Bestand, sondern die Adern verschließen sich mit der Zeit wieder. Durch das Einbringen einer Gefäßstütze aus Metall (Stent) wird diese Rate auf 25-30% reduziert. Eine weitere Verbesserung kann durch eine biokompatible Beschichtung des Stents und den Einbau von kurzlebigen radioaktiven bStrahlern in dessen Oberfläche zur Reduzierung des Zellwachstums erreicht werden.
Ein weiteres Anwendungsgebiet dünner Oberflächenbeschichtungen ist die Mikromechanik. Beispielsweise benötigen millimetergroße Mikromotoren extrem verschleißarme Materialien mit geringem Reibkoeffizienten. Das Institut für Dünnschichttechnologie entwickelt innovative amorphe Kohlenstoffschichten, die zur Oberflächenveredelung eingesetzt werden können. Ihre Härte ist vergleichbar mit Diamant; ihr Reibkoeffizient entspricht dem einer ölgeschmierten Stahlpaarung.
Kontakt auf der Materialica:
Tel. 089/949-49702
Fax 089/949-49703

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Burkard Hillebrands
Tel.: 0631/205-2273 oder -4228
Email: hilleb@physik.uni-kl.de

Frank Luerweg |

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