Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rapid World - Ideen nehmen greifbare Formen an

08.08.2000


... mehr zu:
»MATERIALICA »Prototyping
Neuheiten müssen rasch auf den Markt - dazu leistet auch die Entwicklungs-abteilung ihren Beitrag. Um weltweit bei immer kürzeren Innovationszyklen im Wettbewerb bestehen zu können,
muss die Zeit vom ersten Entwurf bis zum marktfähigen Produkt möglichst kurz sein. Rapid Prototyping ist hier der zentrale Ansatz. Die neuesten Verfahren und Produkte finden sich auf der MATERIALICA 2000 in einer eigenen Focus Area.

Schneller am Markt - diese Anforderung gilt auch für die Anbieter von Technologien und Werkstoffen für das Rapid Prototyping. Sie versuchen der Industrie Verfahren und Materialien an die Hand zu geben, die den Endprodukten mit ihren spezifischen Eigenschaften möglichst nahe kommen. Was es hier an Neuheiten und Trends gibt, zeigt die MATERIALICA 2000, die 3. Internationale Fachmesse für innovative Werkstoffe, Verfahren und Anwendungen, im Rahmen der Focus Area Rapid World.

Mix aus Materialien und Verfahren
Je besser ein Prototyp mit dem fertigen Bauteil übereinstimmt, desto genauer lässt sich schon in der Design- und Konstruktionsphase ermitteln, ob das Endprodukt den Erwartungen an bestimmte Eigenschaften, Funktionalität und wirtschaftliche Fertigung entspricht. Dazu werden sowohl die Materialien weiterentwickelt, die in der Prototypen-Fertigung zum Einsatz kommen, als auch die Verfahren verfeinert und neue Prozesse vorgestellt. Der Wunsch der Industrie ist dabei schnell auf einen Nenner gebracht: Die Prototypen sollen exakt die gleichen Eigenschaften wie das Endprodukt aufweisen, damit sich Aspekte wie Materialeignung und -prüfung sowie Test- und Qualitätsverfahren gleich in dieser frühen Entwicklungsstufe einbringen lassen. Welche Rationalisierungseffekte sich dadurch ergeben, zeigen zum Beispiel moderne Lasersinter-Anlagen zur Herstellung von Gussvorlagen. Sie arbeiten mit einem Formsand, der eine ähnliche Struktur wie der Sand in der Gießerei hat. Wird mit dieser Vorlage nun ein Gusswerkstück erzeugt, entspricht dieser Prototyp fast hundertprozentig dem späteren Serienwerkstück. Dieses Verfahren lässt sich auch für Metallbauteile und -komponenten verwenden. Mit direkt aus Metall gesinterten Prototypen rechnen sich viele Hersteller eine weitere Senkung der Entwicklungszeiten aus.

Plastischer Prototyp aus dem 3D-Drucker
Beim Lasersintern (SLS) verschmilzt ein CO2-Laser gezielt pulverförmiges Material und baut so das Modell Schicht für Schicht auf. Das nicht ausgehärtete Pulver stützt bei komplexen Formen die Konstruktion. Als Materialien stehen neben Metallpulver und Formsand auch Kunststoffe wie Nylon, Polycarbonat und Polystyrol zur Verfügung. Lasersintern zählt ebenso wie die Stereolithografie (STL), das LOM-Verfahren (LOM - Layer Object Manufacturing) und das HSC-Fräsen (HSC - High Speed Cutting) zu den schon etablierten Rapid-Prototyping-Verfahren. Gute Zukunftschancen räumen Experten einem relativ neuem Verfahren ein, dem 3D-Drucker. Dieser Drucker fertigt dreidimensionale Konzeptmodelle, indem er ein thermoplastisches Material durch winzige Düsen Ebene für Ebene aufbaut.

Optimierung der Konstruktionsabläufe
Möglichst kurzfristig und kosteneffizient neue Modelle zu entwickeln, bietet folglich entscheidende Wettbewerbsvorteile. Ausgefeilte CAD/CAM-Software und leistungs-starke Rechner haben schon lange Einzug in die Design- und Konstruktions-abteilungen der Industrie gehalten. Sie erlauben nicht nur einen naturgetreuen dreidimensionalen Entwurf der Prototypen (Solid, Flächen, Draht), sondern warten auch mit einer ganzen Reihe von Zusatzfunktionen auf. Dazu zählt eine ruckfreie Bewegungssimulation ebenso wie beliebige dynamische Schnitte durch das virtuelle Modell oder ein einfaches Modifizieren aller Modellkomponenten.

Neu auf der MATERIALICA 2000 werden webbasierte Frontends zu sehen sein, die es Entwicklungsingenieuren ermöglichen, unabhängig von ihrem Standort gemeinsam am gleichen CAD-Dokument zu arbeiten. Auf diese Weise lassen sich über das Internet virtuelle Projektgruppen bilden. Der nächste Schritt ist dann die Fertigung des Prototypen direkt aus den CAD-Daten heraus. Je enger verzahnt die computerunterstützten CAD-Tools mit den nachgelagerten Rapid-Prototyping-Prozessen zusammenarbeiten, desto höhere Rationalisierungspotenziale ergeben sich daraus. Die Rapid World gibt einen umfassenden Überblick über solche Integrationsschritte im Rapid-Prototyping-Umfeld.

Rapid Prototyping auf dem MATERIALICA Forum
Informationen über den Einsatz der modernen Rapid-Prototyping-Verfahren gibt das MATERIALICA Forum: Der Software-Hersteller Virtual Prototypes informiert über "Software Tools aid in Rapid Development of Complex Interactive HMIs", die Materialise GmbH präsentiert die CAD-Konferenz im Internet mit dem "Magics Communicator". Über die neuesten Möglichkeiten und Anwendungsbeispiele des Rapid Prototyping in Kunststoff und Metall referiert die HTS Humml & Hämmerle Tooling Service GmbH, während die Voxel GmbH auf die Rolle des Rapid Prototyping in der Entwicklung eingeht.

Die MATERIALICA 2000, 3. Internationale Fachmesse für innovative Werkstoffe, Verfahren und Anwendungen, findet als europäische Zuliefermesse für Entwickler und Einkäufer mit dem Fachkongress MATERIALS WEEK (vormals WERKSTOFF-WOCHE) und erstmalig auch der MAGNESIUM CONFERENCE vom 25. bis 28. September 2000 auf der neuen Messe München statt.
Weitere Informationen zur MATERIALICA 2000 finden Sie im Internet unter der Adresse http://www.materialica.de.

Ansprechpartner
für die Presse: für Aussteller:

Ellen Richter-Maierhofer Robert Metzger
Pressereferat MATERIALICA Projektleiter MATERIALICA
Messe München GmbH Messe München GmbH
D-81823 München D-81823 München
Tel.: +49 (0) 89/949-20650 Tel.: +49 (0) 89/949-20370
Fax: + 49 (0) 89/949-20659 Fax: + 49 (0) 89/949-20379
E-mail: richter-maierhofer@messe-muenchen.de
E-mail: info@materialica.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Thomas Karsch |

Weitere Berichte zu: MATERIALICA Prototyping

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen
08.12.2016 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Mobile Learning und intelligente Contentlösungen im Fokus
08.12.2016 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie