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Wirksame Ionenaustauscher für die Wasseraufbereitung

23.09.2002


Bayer Chemicals auf der Aquatech 2002, Amsterdam, 1. bis 4. Oktober, Amstel Hall, Stand 07.7132
Effizienz ist reine Formsache



Wasser gehört zu den kostbarsten Gütern auf der Erde. Es zu schützen ist eine ökologische Verpflichtung. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln zur Aufbereitung von Wasser und wässrigen Lösungen gehören Ionenaustauscher, deren vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in Industrie und Haushalt, Medizin und Forschung ständig zugenommen haben. Immer höher werdende Anforderungen an die Qualität der aufzubereitenden Wässer verlangen nach immer leistungsfähigeren Ionenaustauschern und effizienteren Aufbereitungstechnologien. Auf der Aquatech 2002 präsentiert Bayer Chemicals, ein Unternehmensbereich der Bayer AG, daher leistungsstarke Ionenaustauscher in Verbindung mit den Bayer-Gegenstromtechnologien - wie Schwebebett-, Rinsebett-, Liftbett- und Multistep-Verfahren - sowie einem umfassenden Serviceangebot.

Entsprechend den vielfältigen Einsatzgebieten ist die umfangreiche Ionenaustauscher-Produktpalette in drei Hauptsegmente unterteilt: Wasser - industrielle Wasseraufbereitung, Trinkwasseraufbereitung, Reinstwasser -, Aufbereitung von Lösungen zur Lebensmittelherstellung, Katalyse sowie die Aufbereitung von Abwasser und Prozesslösungen in der chemischen Industrie. Für das in der Prozesswasseraufbereitung bewährte chelatbildende Austauscherharz Lewatit® TP 207 bietet sich jetzt ein innovatives Einsatzgebiet: Der seit 30 Jahren bei der Schwermetall-Restentfernung bewährte Ionenaustauscher bewies sich in einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie als das einzige Produkt, mit dem man Nickel aus Trinkwasser entfernen kann. Wegen seiner sensibilisierenden und krebserzeugenden Wirkung wurde der Grenzwert für die Nickelkonzentration im Trinkwasser statt bislang 50 Mikrogramm pro Liter auf 20 gesenkt.

Die Produktpalette Lewatit® MonoPlus eignet sich für nahezu alle Verfahren der Wasseraufbereitung. Die gelförmigen oder makroporösen Styrol-Divinylbenzol-Copolymerisate besitzen aufgrund ihrer Monodispersität und modifizierten Polymerstruktur viele Vorteile gegenüber den traditionellen heterodispersen Austauschern: Die gleichgroßen Kugeln haben eine optimierte Korngröße - je nach Typ zwischen 0,55 und 0,75 Millimetern - sowie eine hohe chemische, mechanische und osmotische Stabilität, was sich positiv auf die nutzbare Kapazität und Standzeit auswirkt. Die Betriebskostenersparnis beim Einsatz von Lewatit® MonoPlus durch geringeren Chemikalienaufwand bei hoher nutzbarer Kapazität, das verringerte Abwasseraufkommen und der reduzierte Energieverbrauch sind wichtige Parameter für den Anlagenbetreiber. Zusätzlich lassen sich Investitionskosten bei neuen Anlagen durch kleinere Behältergeometrien und reduzierte Harzmengen verringern.

Reinstwasser findet in der Elektronik-Industrie insbesondere bei der Halbleiterproduktion oder auch in der Pharma-Industrie Verwendung. Die Anforderungen an die Wasserqualität bezüglich Restleitfähigkeit und TOC-Abgabe sind so hoch, dass nur speziell gereinigte Ionenaustauscher zum Einsatz kommen. Bayer hat leistungsfähige Harze entwickelt, die diesem erhöhten Anforderungsprofil in Polishing-Kreisläufen in besonderem Maße genügen und unter dem Namen UltraPure angeboten werden.

Ionenaustauscher für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie - beispielsweise für die Herstellung von Fruchtsäften, Gelatine, Zucker oder Stärke - unterliegen besonders strengen Reinheitsanforderungen. Bayer hat dieser Anforderung durch die Entwicklung der Typen Lewatit® S Rechnung getragen. Der Einsatz dieser makroporösen Harze hat verschiedene Produktionsverfahren in der Lebensmittelindustrie erst ermöglicht oder deren Wirtschaftlichkeit verbessert.

Mit der Inbetriebnahme der weltweit größten Produktionsanlage für monodisperse Ionenaustauscher in Bitterfeld und der Übernahme der Sybron Chemicals/USA gehört Bayer zu den weltweit führenden Herstellern von Ionenaustauscherharzen. Zusammen mit dem Standort Leverkusen verfügt das Unternehmen über drei Produktionsstätten, an denen qualitativ hochwertige Harze hergestellt werden.

Neben einer umfangreichen Produktpalette bietet Bayer seinen Kunden ein Serviceangebot, das von umfangreichen Produktschulungen über die Beratung bei konkreten Auslegungsproblemen bis hin zur Hilfestellung beim Troubleshooting reicht. Bei den halbjährlich stattfindenden mehrtägigen Produkt- und Verfahrensschulungen in Leverkusen werden den Teilnehmern die Grundlagen der Wasserchemie und des Ionenaustausches vermittelt. Darüber hinaus können Anwender im gut ausgestatteten Leverkusener Ionenaustauscherlabor ihre gebrauchten Ionenaustauscher auf Herz und Nieren untersuchen lassen.

Hotline für Leseranfragen: F A X: (0221) 9902-160

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