Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IWS Dresden auf der Messe Euromold 2002

18.09.2002


Ziel der MELATO-Technologie ist die Entwicklung und Qualifizierung einer neuen Prozesskette zur schnellen Fertigung von komplex geformten Werkzeugen (Kantenlängen 700 - 1500 mm). Oberflächengüte und Standfestigkeit der Werkzeuge sollen anwendungs- und stückzahlangepasst sein, so dass ein kostengünstiger Prozess aus der Abstimmung von Anforderungsprofil, Werkstoff, Prozessparametern und Fertigungsaufwand erreicht wird.

In vielen Unternehmen fast aller Industriezweige ist die Anwendung verschiedener Rapid-Prototyping-Verfahren fester Bestandteil bei der Entwicklung neuer Erzeugnisse geworden. Ständig kürzer werdende Produktentwicklungs- und Markteinführungszeiten sowie der gewachsene Druck zur Zeit- und Kosteneinsparung erfordern geeignete Verfahren zur Herstellung von Bauteil- und Werkzeugmustern innerhalb weniger Stunden möglichst aus seriennahen, hochfesten Werkstoffen wie zum Beispiel Stahl.

In diesem Zusammenhang arbeitet das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden an einer durchgängigen Automatisierungslösung für das Schneiden, Stapeln und Verbinden von Stahlblech-Ausschnitten zu anwendungs- und stückzahlangepassten Werkzeugen. Die mit dieser MELATO-Technologie (MELATO = Metal Laminated Tooling) hergestellten neuartigen MELATO-Werkzeuge zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit und gute Modifizierbarkeit aus.

Ausgehend von 3D-CAD-Daten in den gängigen Schnittstellenformaten erfolgt die Zerlegung der zu fertigenden Werkzeuge mit Hilfe spezieller Software-Tools in Ebenen. Die so erzeugten Querschnitte werden unter der Maßgabe optimierter Werkstoffausnutzung auf einer Blechtafel verteilt und mit dem Laserstrahl ausgeschnitten. Darauf folgt die form- oder kraftschlüssige Verbindung der ausgeschnittenen Bleche. Im Anschluss an die Fertigung des Werkzeugrohlings erfolgt, sofern erforderlich, die Endbearbeitung der Oberflächen. Zur Verbesserung der Standzeit der Werkzeuge können einzelne Bereiche wie kritische Ziehkanten z. B. durch Laserauftragschweißen veredelt werden. Durch die Weiterentwicklung der Software und Systemtechnik zum 3D-Laser-Auftragschweißen gelingt es dem Fraunhofer IWS heute, auf direktem Weg 100-prozentig dichte und mechanisch hoch belastbare dreidimensionale Strukturen aus Stählen sowie aus Kobalt- und Nickel-Hartlegierungen mit hoher Endkonturnähe zu generieren. Die Integration des Auftragschweißverfahrens in eine Fräsmaschine ermöglicht dabei eine hohe Flexibilität des Fertigungsablaufes und eine schnelle geometrische Modifizierbarkeit der generierten Werkzeuge, was im Prototypenbau häufig erforderlich ist.

Die MELATO-Werkzeuge, die entsprechend der oben beschriebenen Prozesskette gefertigt und von Industriepartnern getestet wurden, präsentiert das Fraunhofer IWS auf der Messe für Werkzeug- und Formenbau EUROMOLD ’02 vom 4.-7. Dezember 2002 in Frankfurt / Main auf dem Stand O 42 / N 69 in Halle 8.


Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik Dresden
Winterbergstr. 28, 01277 Dresden

Dr. Anja Techel
Telefon: (0351) 25 83 255
Telefax: (0351) 25 83 300
E-Mail: anja.techel@iws.fraunhofer.de

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Ralf Jäckel
Telefon: (0351) 25 83 444
Telefax: (0351) 25 83 300
E-mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de


Besuchen Sie uns auf der Messe für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung EUROMOLD 2002 (4. - 7. Dezember 2002, Frankfurt / Main)
in Halle 8 Stand O 42 / N 69.

 

Dr. Ralf Jaeckel | idw
Weitere Informationen:
http://www.iws.fraunhofer.de
http://www.iws.fraunhofer.de/~melato

Weitere Berichte zu: EuroMold

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben
18.10.2017 | Hochschule Hannover

nachricht IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2017
18.10.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik