Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektronische Signatur auf Taschencomputer

09.09.2002


Schemazeichnung des Verfahrens


Bruno Struif, Forscher am Fraunhofer-SIT und Koordinator des
TruPoSign-Projekts, arbeitet an der bequemen und sicheren elektronischen
Unterschrift.


Zeitsparendes und missbrauchssicheres Instrument für Viel-Signierer, Dienstleister und Internet-Nutzer

... mehr zu:
»TPS

Fraunhofer und Partner zeigen TruPoSign-Projektstatus auf Systems

Messe Systems 2002, Halle B1, VERNET-Stand B1.100-511, 14.10.02 - 18.10.02, Präsentation am Messestand und Vortrag am 14.10.02,


Die Entwicklung eines "Trusted Pocket Signer" (TPS) als sichere, schnelle und komfortable Plattform für die elektronische Signatur ist das Ziel des Projektes "TruPoSign", das auf der Systems-Messe in München (14.-18.10.) der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Geleitet wird das Projekt vom Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation (SIT) in Darmstadt als Konsortialführer. Der TPS soll die umständliche und zeitraubende Handhabung von Signaturkarten vereinfachen. Professionelle Viel-Signierer wie etwa Ärzte, Anwälte, Steuerberater oder Behördenmitarbeiter können mit dem TPS bequem, schnell und ohne Angst vor Missbrauch elektronisch unterschreiben.

Der TPS ist ein vertrauenswürdiger Taschencomputer , der drahtlos mit PC-Signatur-Anwendungen sicher kommuniziert und darüber hinaus auch Organizer-Funktionalitäten bietet.

Viel-Signierer brauchen am TPS nicht jedesmal eine PIN zur Freischaltung der Signatur-Funktion eingeben, sondern können mit dem Stift einfach auf dem Display durch Eingabe von Unterschrift oder Paraphe die elektronische Signaturerzeugung auslösen. Ausgestattet mit einer sicheren Anzeigekomponente, dem "Trusted Viewer", werden zu signierende Dokumente, wie beispielsweise elektronische Rezepte oder Steuererklärungen, syntaktisch geprüft und auf dem TPS-Display dargestellt.
"Mit diesem TPS können künftig auch elektronische Schecks einfach und sicher unterschrieben werden", erläutert Projektkoordinator Bruno Struif vom Fraunhofer SIT, der selber gerne online antiquarische Bücher einkauft oder über eBay Sammelobjekte ersteigert, die bisherigen Bezahlmöglichkeiten im Internet aber als zu umständlich oder unsicher empfindet.

Die bekannten Sicherheitsprobleme bei elektronischen Signaturen - insbesondere durch Computerviren und Trojanische Pferde - gehören mit dem TPS der Vergangenheit an.

Sicheres System beim Ladeneinkauf

In Dienstleistungsumgebungen und Geschäften besteht zusätzlich das Problem, dass alle Signatur-Komponenten bis auf die Signaturkarte nicht unter der Kontrolle des Kunden, sondern des Geschäftsinhabers oder Dienstleisters stehen. Das zu unterschreibende Dokument, beispielsweise ein Reparaturauftrag oder eine Urlaubsbuchung, könnten hier beispielsweise durch Ergänzung von irgendwelchen Klauseln vor dem Signieren in einer für den Benutzer nicht erkennbaren Weise ergänzt oder verändert worden sein. Mit dem TPS ist also hier Rechtssicherheit sowohl für den Kunden als auch für den Dienstleister erreichbar. Falls der Kunde (noch) keinen eigenen TPS besitzt oder diesen vergessen hat, kann auch ein TPS des Dienstleisters benutzt werden, da der sichere TPS durch den Dienstleister nicht manipulierbar ist.

Projekt im Rahmen des VERNET-Programms

Über den Status des vom Bundesministerium für Wissenschaft im Rahmen des Programms "VERNET - Sichere und verlässliche Transaktionen in offenen Kommunikationsnetzen" geförderten Projekts informiert das Fraunhofer-SIT auf der Messe Systems in München vom 14. bis 18. Oktober. (Halle B1, VERNET-Stand B1.100-511, 14.10.02 - 18.10.02, Präsentation am Messestand und Vortrag am 14.10.02 um 14:15 Uhr, Business Gate).
Projektpartner für TruPoSign sind neben dem Fraunhofer-SIT und der KOBIL Systems GmbH, Worms als TPS-Hardware- und Systemsoftware-Hersteller noch das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, St. Ingbert,und die SRC Security Research & Consulting GmbH, Bonn als TPS-System-Integratoren beteiligt.

Weitere Informationen:
www.sit.fhg.de/german/mainprojects/index.html , TruPoSign
http://www.sit.fhg.de/german/press/www.vernetinfo.de/ unter der Rubrik "Praxisbeispiele" oder beim Fraunhofer SIT, Levona Eckstein, Rheinstraße 75, D-64295 Darmstadt, Tel: 06151-869-205, Fax: 06151-869-224, Email: levona.eckstein@sit.fraunhofer.de

Michael Kip | Pressemitteilung

Weitere Berichte zu: TPS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Laser World of Photonics 2017: Abhörsicher kommunizieren mit verschränkten Photonen
22.06.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht EMO 2017: Smarte Lösungen für Produktionsoptimierung und Sägetechnologie
20.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften