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Highlights des IVAM-Produktmarktes "High-tech for Medical Devices" auf der COMPAMED/MEDICA

27.08.2008
19. bis 21. November 2008, Halle 8A, Stand F/G/H 19&29

Die COMPAMED, international führende Fachmesse für den Zuliefermarkt der medizinischen Fertigung, öffnet vom 19. bis 21. November 2008 wieder parallel zur MEDICA in Düsseldorf ihre Tore. 2007 präsentierten 460 Aussteller den nahezu 13.000 Fachbesuchern der COMPAMED ein umfangreiches Spektrum an Hightech-Lösungen: von neuen Materialien, Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen bis hin zu komplexer Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie.

An diesen Erfolg soll auf der nächsten COMPAMED angeknüpft werden. Besondere Besuchermagneten werden auch 2008 der vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik initiierte Produktmarkt "High-tech for Medical Devices" sowie das dazugehörige Forum sein. Der IVAM-Gemeinschaftsstand, welcher mit 40 Firmen und Instituten einen neuen Ausstellerrekord verzeichnet, hat zahlreiche Innovationen zu bieten.

Electronic Manufacturing Services

Mit dem neuen Themenbereich "Electronic Manufacturing Services (EMS) for Medical Devices" greift IVAM aktuelle Branchentrends auf. Gerade im Hinblick auf gestiegene Qualitätsanforderungen an Komponenten und Systeme aufgrund der DIN 13485 ist das Thema EMS in der Medizintechnik in den Fokus gerückt. Viele Hersteller lagern inzwischen die Fertigung aus und geben sie in die Hände von Spezialisten.

In der EMS-Area präsentiert sich unter anderem der Elektronik-Dienstleister PrehTronics GmbH. Unter Verwendung moderner Industrie-PCs, Displaylösungen, Bedienkonzepte und Mikrocontrollerplattformen entwickelt die Firma elektronische Baugruppen und Komplettsysteme. Auch mit der Industrialisierung und Fertigung bereits entwickelter Kundenprodukte kennt sich PrehTronics aus.

Lasertechnik

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT stellt das neu entwickelte Fügeverfahren LIFTEC vor, welches metallische und polymere Werkstoffe verbindet. Die Bandbreite des Laserstrahlschweißens von Kunststoffen erweitert das Institut auf mikroskopische Strukturen, indem es einen Faserlaser und die hochdynamische Bestrahlungsstrategie TWIST einsetzt. Auf diese Weise können Fügegeometrien unter 100 µm erzielt werden. Medizinprodukte und Komponenten für die Bioanalytik sollen oft hydrophobe Oberflächen besitzen, um ein Anhaften von Flüssigkeiten zu verhindern. Laserverfahren zur Oberflächenmodifikation wirken lokal selektiv und ermöglichen so eine photochemische Funktionalisierung im Mikrobereich.

Für die Fertigung von medizinischen Mikrokomponenten stellt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) lasergestützte Verfahren vor. Hierzu zählen Mikro-Stereolithographie, "Rapid"-Fertigung von Mikrobauteilen mit Hinterschneidungen und mechanischen Funktionen - montagefrei aus einem Guss - und selektive Oberflächenmodifikation. Die Benetzungsfähigkeit von Polymeren und Keramiken kann lokal manipuliert werden, um beispielsweise die Ansiedlung oder Abstoßung von Zellen zu verbessern. Schädigungsfreier Laserabtrag, Mikrostrukturierung beliebiger Werkstoffe und Nachbearbeitung bestehender Mikrostrukturen mit einem Auflösungsvermögen von weniger als 10 µm gehören ebenfalls zur Expertise des LZH.

Die Innolume GmbH präsentiert Diodenlaser, die einen Wellenlängenbereich von 1.050 bis 1.320 nm abdecken. Sie ermöglichen die Entwicklung kosteneffizienter, energie- und platzsparender medizinischer Lasersysteme. Die Anwendungsbereiche der Diodenlaser reichen von chirurgischen Lasern über Spektroskopie bis hin zu bildgebenden Verfahren wie optischer Kohärenztomographie. Das Produktportfolio beinhaltet Hochleistungsdiodenlaser, schmalbandige Diodenlaser und halbleiteroptische Verstärker.

IR Microsystems, Tochter von Leister Process Technologies, stellt kompakte Laser-Gassensoren zur Gasüberwachung in medizin- und sicherheitstechnischen Anwendungen sowie in der Prozesskontrolle her. Die OEM-Module und Geräte sind auf telekomähnlichen Laserdioden aufgebaut und messen Gase wie CO2, O2, H2O, NH3 oder CH4. Von Vorteil sind die hohe Selektivität und Lebensdauer, der kalibrationsfreie Betrieb, die niedrigen laufenden Kosten und die schnelle Ansprechzeit. Anwendungen in der Medizintechnik sind beispielsweise Sauerstoffmessungen zur Überwachung und Regulierung von Anästhesiegasen, Zellinkubation und Lungendiagnostik.

Die Rückverfolgung von Produkten für Medizin und Pharmazie anhand unauslöschlicher ID-Codes gewinnt durch den von EMEA (European Medicines Agency) und FDA (Federal Drug Association) diskutierten Rückverfolgbarkeitsnachweis von Arzneimitteln zunehmend an Bedeutung. Dieser Nachweis soll unter anderem dazu beitragen, den weltweit stetig wachsenden Markt minderwertiger Produktimitationen zu bekämpfen. Die 3D-Micromac AG hat aus diesem Grund ein neues Verfahren zur Markierung von transparenten Materialien mittels spezieller Ultrakurzpulslasern entwickelt. Hierbei wird - anders als bei herkömmlichen Methoden - die Kennzeichnung nicht auf, sondern in das Material eingebracht.

RFID

Maßgeschneiderte Lösungen im Bereich Elektronik-Design und Fertigungsservice präsentiert die alpha-board gmbh. Hierzu zählen die Entwicklung elektronischer Baugruppen und Systeme sowie die Entflechtung von Leiterplatten. Darüber hinaus bietet alpha-board Simulation, beispielsweise von EMV, an und organisiert die Lieferung und Bestückung von Leiterplatten. Fokus auf der COMPAMED ist RFID auf der Leiterplatte für die Medizintechnik. Hersteller profitieren durch die Kennzeichnung ihrer Baugruppen mit RFID von einer eindeutigen Zuordnung, lückenlosen Rückverfolgbarkeit, lückenlosem Lifecycle-Management sowie von höherer Lesesicherheit - zum Beispiel bei Verschmutzung oder schwer zugänglichen Stellen. Zusätzlich können baugruppenbegleitende Informationen gespeichert werden.

Sensortechnik

Die ACEOS GmbH präsentiert ACE-Xmed, einen Sauerstoffsensor für atemzuggenaue Messungen, sowie ACE-DXmed, ein autokalibrierendes Sensormodul zur simultanen, atemzuggenauen Messung von Sauerstoff und Kohlendioxid. Die Sensoren sind bleifrei, müssen nicht regelmäßig ausgetauscht und können mit Umgebungsluft kalibriert werden. Damit sind sie nicht nur umweltschonend, sondern auch wirtschaftlich. Einsatzgebiete sind medizinische Geräte zur Leistungsdiagnostik (Spiroergometrie), zur Beatmung und im Patientenmonitoring.

Axetris, eine Division von LEISTER Process Technologies, präsentiert das neue Massenflusssensor- und Reglersortiment MFM/MFC 2000 sowie eine große Auswahl MEMS-basierender Infrarotlichtquellen für die Gasanalyse. Das Sortiment eignet sich für Stand Alone-Anwendungen zur präzisen Messung und Regelung von Gasströmen und für den Einbau in OEM-Massenflusssysteme. Hohe Strahlungsleistung, lange Lebensdauer, kleine Baugröße und schnelle Modulierbarkeit sind die Merkmale der breitbandigen Infrarot (IR)-Lichtquelle von Axetris. Sie ist in vielen Varianten erhältlich: mit und ohne Fenster (Fenstermaterialien: Saphir, Kalzium und Bariumfluoride) sowie mit Reflektor.

Verschiedene Sensorlösungen zur Messung von Gas- und Flüssigkeitsdurchflüssen, Differenzdrücken und Feuchte zeigt die Sensirion AG. Wichtigste Messeneuheit ist der laut Verkaufsdirektor Andreas Jossi "erste vollständig digitale Differenzdrucksensor" SDP600/610 für Anwendungen in der medizinischen Beatmung. Darüber hinaus präsentiert Sensirion eine neue Technologielösung zur mediengetrennten Messung kleinster Flüssigkeitsdurchflüsse. Die auf planaren, mikrofluidischen Substraten basierende Packaging-Technologie resultiert Verkaufsleiter Ulf Kanne zufolge im "wohl weltweit kleinsten und präzisesten Flowsensor für die Mikrofluidik". Einsatzgebiete sind hochvolumige Anwendungen in der medizinischen Diagnostik und Wirkstoffdosierung.

Mikropumpen

Pünktlich zur COMPAMED ist die neue Mikropumpe mp6 der Bartels Mikrotechnik GmbH erhältlich. Das Doppelaktorsystem ist die kleinste automatisiert produzierte Piezomembranpumpe aus Kunststoff auf dem Markt. Sie erreicht bei einer Größe von 30x15x3,8 mm³ einen Gegendruck von 500 mbar bei der Wasserförderung. Durch das neue Design wurde zudem die chemische Beständigkeit erhöht. "Messebesucher sollten sich persönlich von den weiteren Vorteilen wie der verbesserten Gasblasentoleranz und Selbstansaugung der mp6 überzeugen", rät Produktmanager Severin Dahms.

Auch die PARItec GmbH präsentiert ihre neue, piezogetriebene Mikropumpe. Sie wurde in Kooperation mit dem Fraunhofer IZM entwickelt und bietet durch ihre Edelstahlkammer Vorteile in der Handhabung von aggressiven Medien und der automatisierten Fertigung. Siliziumventile stehen für eine lange Lebensdauer und gute Reproduzierbarkeit. Weitere Merkmale sind hohe Flussraten, hohe Gegendruckfähigkeit und ein geringer Leistungsbedarf. Der modulare Aufbau bietet Flexibilität für spezifische Anwendungen. Kunden auf der Suche nach einer mikrofluidischen Gesamtlösung unterstützt PARItec mit einem Demonstratorset bei der Evaluierung.

Präzisionskomponenten

Servometer / Precision Manufacturing Group, LLC. hat in den letzten Jahren den Herstellungsprozess für Galvanoformteile (so genannte Electroforms) kontinuierlich verbessert. Es handelt sich hierbei um dünnwandige, hohle Metallkomponenten, die als Miniaturbefestigungen, Hohlwellenleiter, Präzisionsrohre, -düsen oder als andere Anwendungen dienen, bei denen geringes Gewicht in Kombination mit hoher Festigkeit benötigt wird. Die Electroforms können mit Durchmessern von bis zu 0.020" (0,5 mm) aus Nickel, Kupfer, Gold, Silber oder beliebigen Schichtkombinationen dieser Metalle hergestellt werden.

BellowsTech, LLC präsentiert geschweißte Membranbälge und darauf basierende Baugruppen aus verschiedensten metallischen Werkstoffen und Legierungen. Der Fokus liegt auf kundenspezifischen Präzisionskomponenten für Hochvakuum-, Luft- und Raumfahrtanwendungen sowie für Medizintechnik und Halbeiterausrüstung. Die Membranbälge werden als hermetische, aber dennoch flexible Abdichtung von Medien verwendet. Diese Flexibilität ermöglicht minimale Baugrößen bei hoher Funktionalität.

Micro Systems (UK) Ltd. stellt Mikroformteile mit kleinsten Löchern, Gittern und Mikro-/Nanofunktionsstrukturen sowie mit Insert-Technik gefertigte Mikroformteile aus. Außerdem werden qualitätsgeregelte Prozesse zur Herstellung von medizinischen Bauteilen in Mehrfachwerkzeugtechnik gezeigt. Die präsentierten Bauteile umfassen Clips zur Medikamentenverabreichung, Mikrosteckverbindungen und Mikrolinsen mit Oberflächenstrukturen im Sub-Mikrometerbereich. Durch neu entwickelte Qualitätsmethoden und In-Prozessmesstechnik im Spritzgießprozess konnte die Wiederholgenauigkeit bei 32 Formnestern um 40 Prozent und somit auch die Genauigkeit der Formteile verbessert werden.

Die Firma TFC Ltd., Spezialist für Sicherungsringe und Wellenfedern der Bauart Smalley, hat eine erprobte Serie von Wellenfedern nun auch in metrischen Abmessungen in ihr Lieferprogramm übernommen. Bisher waren die Wellenfedern der Serie C nur in zölligen Abmessungen verfügbar. Die Wellenfedern der Serie CM sind ab einem Bohrungsdurchmesser von 6 mm lieferbar und für geringste Blockhöhen ausgelegt.

Piezomotoren

Linear- und Drehbewegungen können direkt und mit einer fein justierbaren Geschwindigkeit mit dem Elliptec Motor erzeugt werden. Er ist klein, leicht und eignet sich für Stellaufgaben im Konsumgüter-, Optik-, Industrie- und Medizinbereich ebenso wie für Vakuumanwendungen. Um die Integration eines Piezoantriebes in eine Anwendung zu vereinfachen, bietet die Elliptec Resonant Actuator AG eine Modullösung, die den Elliptec Motor, das angetriebene Element und die Elektronik in einem kompakten Gehäuse vereint. Durch verschiedene Softwarevarianten können die Module je nach Anwendung eher einem DC-Motor oder einem Schrittmotor ähneln.

PiezoMotor Uppsala AB bringt seine auf Piezotechnologie basierenden Mikromotoren wie den nanopräzisen Motor Piezo LEGS und den winzigen Motor PiezoWave aus Schweden mit. Neben der Medizintechnik können die Motoren beispielsweise auch in digitalen und elektrischen Anwendungen im Haushalt eingesetzt werden.

Messtechnik

Stents sind heutzutage aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Für Gewissheit über die Qualität und korrekte Funktionsweise dieser Implantate sorgen die 2D- und 3D-Oberflächenmessungen der Fries Research & Technology GmbH (FRT). Mit den Multisensor-Geräten lassen sich präzise Aussagen über Rauheit, Kontur, Topographie und Schichtdicke gewinnen. Für die Anforderungen der Medizintechnik hat FRT individuelle Lösungen entwickelt, wie zum Beispiel einen Probenhalter zur Untersuchung von Stents. Dabei werden die Stents ganz präzise und ohne die Gefahr eines Verrutschens um die eigene Längsachse gedreht und inspiziert.

Eine weitere Lösung zur Oberflächenkontrolle von Implantaten sind die zerstörungsfreien und automatisierbaren 3D-Messverfahren der NanoFocus AG. Die konfokale 3D-Messung von Topografie und Rauheit, zum Beispiel mit dem µsurf explorer, ist besonders für den Laborbereich und Produktionsprozess geeignet. NanoFocus bietet mit dem 3D-Mikroskop µsurf explorer erstmals ein Standardpaket inklusive der Analysesoftware nanoExplorer an.

Mikroproduktion

IMS bv entwickelt und baut Produktionsanlagen für die Medizin-, Feinwerk- und Mikrosystemtechnik, insbesondere Lösungen für die Mikromontage. Ein Kernaspekt der Produktionsanlagen ist ihr modularer Aufbau. So können Prozesse integriert und die Produktionsausrüstung aktuellen Markterfordernissen angepasst werden, ohne größere wirtschaftliche Risiken einzugehen. Ein Beispiel ist ProMicro, eine halbautomatische Arbeitszelle für Mikrosysteme. Hinter ProMicro steht die Philosophie, Wertschöpfungsprozesse zu automatisieren und Nicht-Wertschöpfungsprozesse zu manualisieren.

Beschichtung

Auch in diesem Jahr präsentiert der Parylene-Spezialist Specialty Coating Systems auf der COMPAMED seine konforme und extrem dünne Beschichtungsmethode. Parylene ist ein biokompatibles und -stabiles Polymer, das eine Feuchte-, Chemikalien- und Strombarriere für viele Medizintechnikapplikationen wie Koronarstents, Katheter, Herzschrittmacher, Nadeln, Mandrells und verschiedene Dichtungen darstellt.

Sterilisation

Die Gas-Plasma-Sterilisation mittels Wasserstoffperoxid ist ein innovatives Sterilisationsverfahren, das ab sofort bei der Meise GmbH Medizintechnik verfügbar ist. Einer der Vorteile gegenüber Standard-Sterilisationsverfahren ist die Prozesstemperatur von 45 bis 50 °C. So konnten bereits viele Kunststoffprodukte, aber auch feine Strukturen wie Biomembranen schonend sterilisiert werden. Für empfindliche elektronische Komponenten und Akkumulatoren ist diese Art der Sterilisation wegen des vollständigen Leistungserhalts bereits Routine.

Diese Pressemeldung ist auch in englischer Sprache erhältlich. Auch weiteres Bildmaterial senden wir Ihnen gern auf Nachfrage zu. Kontakt: Josefine Zucker, jz@ivam.de.

Josefine Zucker | idw
Weitere Informationen:
http://www.ivam.eu

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