Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infrarot-Wärme macht die volle Druckkapazität nutzbar

07.07.2008
Heraeus Noblelight Strahler auf der PostPrint in Berlin 2008
Carbon Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight trocknen in Hochgeschwindigkeit
  • Mittelwellige Carbon Infrarot-Strahler trocknen wasserbasierende Tinten effizienter
  • Carbon Strahler trocknen personalisierte Drucke in Hochgeschwindigkeit
  • Carbon Strahler helfen, die Kapazität von Druckmaschinen voll zu nutzen
  • Heraeus Noblelight präsentiert Carbon Strahler auf der Fachmesse Postprint, Halle 9 Stand 203

Mit einem einfachen Austausch hat die Alito Color Group aus Leyton, London, viel gewonnen: Sie ersetzte ihren vorherigen Trockner, der mit kurzwelligen Strahlern im nahen Infrarotbereich (NIR) bestückt war, durch ein Heraeus Carbon Infrarot-System (CIR). Damit ist es jetzt möglich, die volle Kapazität der Hochgeschwindigkeits-Druckköpfe zu nutzen.

Die Praxis zeigt, dass auch bei erhöhter Druckgeschwindigkeit die Druckqualität beibehalten werden kann. Zusätzlich benötigen die neuen Strahler weniger Energie als die vorherigen und haben eine erheblich längere Lebensdauer. Das hat die Energieeffizienz der Anlage stark verbessert.

Alito produziert Direct Mail von einfachen Postkarten bis zu komplexen Faltmaterialien. Diese werden durch Inkjet und Laser Drucker personalisiert; für große Aufträge nutzt Alito Druckmaschinen, in denen Druckköpfe bis zu 204,8 Millionen Tropfen Druckfarbe pro Sekunde aufbringen.

Diese Druckfarbe muss vollständig getrocknet sein, bevor die Druckbögen geschnitten, gefaltet oder geklebt werden. Bisher setzte Alito dafür einen Hochleistungstrockner ein, mit sehr kurzwelligen Strahlern im nahen Infrarotbereich, positioniert direkt nach den Druckköpfen. Diese kurzwelligen Strahler übertragen große Energiemengen in die Tinte, damit eine sehr schnelle Trocknung erreicht wird. Der hohe Energieeinsatz machte allerdings eine Wasserkühlung der Strahler nötig, die Kühleinheiten und Schlauchsysteme erfordert. Außerdem waren die verwendeten Strahler schwierig zu reinigen und hatten eine kurze Lebensdauer, mit hohen Instandhaltungskosten aufgrund der häufigen Maschinen-Stillstandszeiten.

Alito nahm mit Heraeus Kontakt auf und aufgrund der wasserbasierenden Druckfarben schlug Heraeus mittelwellige Carbon Strahler vor. Carbon Infrarot-Strahler (CIR) von Heraeus Noblelight trocknen Inkjet Druckfarben besonders effizient. Grund ist die mittelwellige Infrarot-Strahlung, die die Carbon Strahler mit hoher Leistung in die Farbe übertragen. Mittelwellige Infrarot-Strahlung wird vor allem von wasserbasierenden Farben gut absorbiert. Carbon Strahler kombinieren die effektiven mittleren Wellenlängen mit hoher Leistung und schnellen Reaktionszeiten.

Nach erfolgreichen Tests wurden zwei Carbon Infrarot-Module (CIR) in die vorhandenen Rahmen eingebaut. Jedes 24 kW Modul passt zu einem speziellen 4¼inch Druckkopf.

Der Trockner kann entweder manuell mit einem einfachen Potentiometer oder automatisch mit einem optischen Pyrometer gesteuert werden. Im automatisierten Prozess wird die Trocknungstemperatur von etwa 30-40ºC voreingestellt, die Temperatur der Druckbögen mit einem Pyrometer erfasst und die Infrarot-Strahler entsprechend geregelt. Wenn die Maschine ohne Papier läuft, gehen die Strahler automatisch auf Stand-by und bei einem unerwarteten Maschinenstopp werden sie sofort abgeschaltet.

Seit der Installation hat das neue Infrarot-System signifikante Steigerungen der Druckgeschwindigkeiten gebracht, das volle Potential der Hochgeschwindigkeitsdruckköpfe kann jetzt ausgeschöpft werden. Heute sind bei Alito 5000 B1 Druckbögen die Norm, das Trocknungssystem würde sogar bis zu 10 000 Bögen pro Stunde schaffen. Es hat sich gezeigt, dass das CIR System, anders als das vorher genutzte System, auch dann schnell und zuverlässig trocknet, wenn sehr viel Druckfarbe aufgebracht wird.

Gleichzeitig verbraucht das Infrarot-System von Heraeus weniger Energie als das vorher verwendete kurzwellige (NIR) Infrarot-System. Da jetzt mit Luft gekühlt wird, ist die Instandhaltung viel einfacher und sicherer, außerdem haben die CIR Strahler eine längere Lebensdauer.

Heraeus Noblelight bietet für die Trocknung und Härtung von Farben und Lacken Strahler von sehr kurzwellig bis mittelwellig an, je nach den Erfordernissen von Farbe, Material und Prozess.

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China, Australien und Puerto Rico, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2006 einen Jahresumsatz von 88 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 651 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, dessen Geschäftsfelder die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Dental- und Medizinprodukte, Quarzglas und Speziallichtquellen umfassen. Mit einem Umsatz über 10 Milliarden Euro und weltweit mehr als 11.000 Mitarbeitern in über 100 Gesellschaften ist Heraeus seit über 155 Jahren ein weltweit anerkannter Edelmetall- und Werkstoffspezialist.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Hersteller:
Heraeus Noblelight GmbH
Reinhard-Heraeus-Ring 7
D-63801 Kleinostheim
Tel +49 6181/35-8545, Fax +49 6181/35-16 8545
E-Mail hng-infrared@heraeus.com

Redaktion:
Dr. Marie-Luise Bopp
Heraeus Noblelight GmbH,
Abteilung Marketing/Werbung
Tel +49 6181/35-8547, Fax +49 6181/35-16 8547
E-Mail marie-luise.bopp@heraeus.com

Dr. Marie-Luise Bopp | Heraeus Noblelight GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus-noblelight.com

Weitere Berichte zu: CIR Infrarot-Strahler Infrarot-System

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement

21.08.2017 | Informationstechnologie