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Eröffnung der Sonnenenergie-Messe "Intersolar" in Freiburg

28.06.2002


Jürgen Trittin: Ausbau der erneuerbaren Energien muss konsequent fortgesetzt werden

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich für eine konsequente Fortführung der von der Bundesregierung eingeleiteten Energiewende ausgesprochen. Zentraler Baustein dieser Energiewende ist der kräftige Ausbau der erneuerbaren Energien. "In den nächsten 20 Jahren sind etwa die Hälfte der vorhandenen Kraftwerke zu ersetzen. Dies bietet die einmalige Chance, den Strukturwandel hin zu einer dezentralen effizienten Energieversorgung auch ökonomisch effizient zu erreichen. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist dafür eine Voraussetzung," sagte der Minister heute bei der Eröffnung der Messe "Intersolar" in Freiburg.

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dem 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm und dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien habe die Bundesregierung die geeigneten Rahmenbedingungen für den Wachstumsboom bei den erneuerbaren Energien geschaffen, sagte Trittin. Das EEG hat vor allem das Wachstum der Windkraftbranche gefördert, aber auch den anderen erneuerbaren Energiequellen -- vor allem Biomasse, Wasserkraft und Sonne -- einen immensen Schub gegeben. In nur drei Jahren konnte etwa der Anteil der Windenergie verdreifacht werden, ein Drittel des weltweit produzierten Windstroms wird in Deutschland erzeugt. Bereits im Juli 2002 tritt die Änderung des EEG in Kraft, wonach die Obergrenze für förderungswürdige Fotovoltaik-Anlagen von 350 Megawatt auf 1000 Megawatt angehoben wird. Die Markteinführung erneuerbarer Energien hat die Bundesregierung in den letzten vier Jahren mit insgesamt 550 Millionen Euro unterstützt, allein in diesem Jahr mit 200 Millionen Euro.

Der Bundesumweltminister wies insbesondere auf die Fortschritte der Solarbranche hin: "Im ganzen Land entstehen neue High-Tech Solar-Fabriken, die Branche hat ihren Umsatz seit 1998 auf jährlich 600 Millionen Euro versechsfacht. Deutschland wandelt sich vom Modul-Importland zum Exporteur". Ähnlich die Entwicklung bei der Solarwärme: Die Bundesrepublik ist mit knapp einer Million Quadratmetern neu installierter Kollektorfläche im letzten Jahr der mit Abstand größte Markt für solarthermische Anlagen weltweit. Jeder zweite Quadratmeter Kollektorfläche in Europa wird derzeit in Deutschland installiert.

Jürgen Trittin: "Vom kräftigen Ausbau der erneuerbaren Energien profitieren die Wirtschaft, die Beschäftigten und das Klima." Im Bereich der erneuerbaren Energien sind rund 120.000 Beschäftigte tätig, rund 35.000 davon allein in der Windenergiebranche, etwa 40.000 in der Biomassebranche. Aus umwelt- und klimapolitischer Sicht sind die durch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien eingesparten Emissionen besonders bemerkenswert. 2001 wurden neben Luftschadstoffen, die für die bodennahe Ozonbildung (8.000 Tonnen) und die Versauerung der Boeden (37.000 Tonnen) verantwortlich sind, rund 35 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent an Treibhausgasen vermieden. Bei Erreichen des Verdopplungsziels werden dies im Jahr 2010 rund 70 Mio. Tonnen CO2 sein.

Die Bundesregierung hat sich als Ziel die Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2010 gesetzt. Auch danach soll der Ausbau vorangebracht werden. Die Bundesregierung hat als Langfristziel beschlossen, dass die erneuerbaren Energien bis Mitte des Jahrhunderts rund die Hälfte des Energieverbrauchs decken sollen. Das Bundesumweltministerium strebt als mittelfristiges Ziel für das Jahr 2020 einen Anteil von erneuerbaren Energien am gesamten Primärenergiebedarf von 10 Prozent und am Stromverbrauch von 20 Prozent an.

Michael Schroeren | BMU Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/

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