Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intersolar 2002 zeigt Photovoltaik-Inselsysteme für den Weltmarkt

17.06.2002


Hohe Potentiale für Solartechnik in Entwicklungsländern


Die Intersolar 2002, vom 28. bis 30. Juni in der Solarhauptstadt Freiburg, präsentiert dieses Jahr die Sonderschau "Weltmarkt Solartechnik", die ganz im Zeichen von Photovoltaik-Inselsystemen steht. "Photovoltaik-Inselsysteme sind eine gute Möglichkeit, schnell und kostengünstig nicht erschlossene Gebiete mit Strom zu versorgen", betont Horst Dufner, verantwortlicher Koordinator der Sonderschau. Träger der Sonderschau sind der Deutsche Fachverband Solarenergie (DFS) und der Bundesverband Solarenergie(BSE). Die Deutsche Energie-Agentur (dena) unterstützt die Durchführung der Veranstaltung. Speziell für die außereuropäischen Regionen werden eine Fülle von Solarprodukten und Dienstleistungen vorgestellt. Eine Fachtagung ergänzt die Sonderschau und bietet eine Plattform für den Erfahrungsaustausch in der Entwicklungszusammenarbeit auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Die Intersolar ist die größte internationale Fachmesse für Solartechnik in Deutschland mit begleitendem Fachkongress.Der globale Photovoltaik-Markt wächst stetig. Bisher wurden weltweit PV-Anlagen mit einer Leistung von über 1.000 Megawatt installiert. Experten erwarten besonders in den Schwellen- und Dritte-Welt-Ländern enorme Potenziale für Solarenergie. "Vor allem in schwach besiedelten Gebieten sind sie eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit, lebenswichtige Bedürfnisse wie Licht, Wasserpumpen, Bewässerungssysteme oder Kühlvorrichtungen für Medikamente bereit zu stellen", erklärt Dufner.

Einer der Aussteller der Sonderschau ist die im Rheinland ansässige Firma Energie Bau Köln. Energie Bau Köln rüstet Kranken- und Missionsstationen vor allem in Westafrika mit Solaranlagen aus. "Pro Woche verlassen rund ein bis zwei Lieferungen unser Lager RichtungSüden", sagt Bernd Wolff von der Energie Bau Köln. Dazu gehört künftig eine neu entwickelte Netzausfallsicherung für Solarmodule. "Interessant ist dieser Batteriespeicher für afrikanische Städte, die immer wieder von Stromausfällen bedroht sind", betont Wolff.


Ein weiteres neues Produkt für das Exportgeschäft hat die Freiburger Solar-Fabrik entwickelt: Ein solar betriebenes Wasserpump- und Trinkwasseraufbereitungs-System. Neben Solar Home-Systemen und Solar-Straßenleuchten ist das bereits das dritte Produkt, mit dem die Breisgauer in Afrika präsent sein werden. "Der Durchbruch der Solartechnik könnte in den Entwicklungsländern viel schneller vorangehen, wenn die Bevölkerung das nötige Geld hätte", versichert Vertriebsvorstand Burkhard Holder. Deshalb setzt der Solarexperte neben Förderprogrammen in Ländern wie Südafrika auf die Unterstützung der Bundesregierung, der Europäischen Union und der Weltbank.

"Immer mehr Entwicklungsländer führen Elektrifizierungsprogramme auf der Basis von Photovoltaik-Inselsystemen durch", weiß Dufner. "Die Weltbank unterstützt zunehmend derartige Programme , wenn die Qualität der Technik stimmt". Gelder von der Weltbank gibt es nur für zertifizierte Anlagen und Komponenten. Das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut mit Sitz in Offenbach ist derzeit eine von weltweit drei Prüf- und Zertifizierungsstellen im Rahmen des Global Approval Programm for Photovoltaics (PV-Gap). PV-Gap ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Genf. Ihr Ziel ist die Qualitätssicherung von Solarstromanlagen, Einzelkomponenten und Installationen.

"Bei der Technik darf es beim Solarexport allein nicht bleiben", sagt Jürgen Raach von der Firma Steca GmbH. Das Unternehmen bietet auch Pre-Payment-Systeme an, mit denen die Nutzer in Afrika die Solaraggregate je nach Strombedarf bezahlen - vergleichbar mit den Prepaid-Karten bei einigen Mobilfunk-Anbietern. Raach weiter: "Wir dürfen nicht vergessen, die Einheimischen in der für sie neuen Technik auszubilden - sonst gewinnen wir erst gar nicht die notwendige Akzeptanz."

Träger der Intersolar 2002:

Der Deutsche Fachverband Solarenergie (DFS) ist neben dem Bundesverband Solarenergie(BSE) e.V., der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V., der nternational Solar Energy Society (ISES), der European Solar Industry Federation (ESIF) und dem Sonnenenergie Fachverband Schweiz (SOFAS) Träger der Intersolar 2002. Informationen zu den Veranstaltern der Intersolar 2002:

Die Intersolar 2002 wird gemeinsam von der Messe Freiburg GmbH & Co. KG und der Solar Promotion GmbH, Pforzheim, veranstaltet.

E-Mail: a.guenter@pr-agentur-york.de

A.Günter | News
Weitere Informationen:
http://www.pvgap.org
http://www.intersolar.de

Weitere Berichte zu: Intersolar Solarenergie Solartechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht OLED auf hauchdünnem Edelstahl
21.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Die Chancen der Digitalisierung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement: vitaliberty auf der Zukunft Personal 2017
19.09.2017 | vitaliberty GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie