Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompetenz in Sachen Mikrooptik

12.06.2002


Die Zukunft gehört der Mikrooptik: Die platzsparenden Linsen und Arrays, die zum Teil sogar neuartige optische Funktionen haben, werden in der Textilindustrie, Medizin und Telekommunikation bereits eingesetzt. Solche Bauteile sind auf der Messe Optatec zu sehen, die vom 18. bis 21. Juni in Frankfurt stattfindet.

... mehr zu:
»Optatec

»Mikrooptik ist mehr als nur verkleinerte Optik«, sagt Dr. Uwe Zeitner, Physiker am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF. »Für die Herstellung miniaturisierter Linsen und Arrays sind neue, innovative Fertigungstechnologien notwendig. Sie besitzen optische Funktionen, die mit klassischer Optik nicht zu erreichen sind.«

Ein mikrooptische Sensor, den Zeitners Team gemeinsam mit dem Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoffforschung entwickelt hat, kann die Qualität von Hightech-Fasern in Spinnmaschinen messen. In solchen Maschinen wird ein Polymer durch Düsen gepresst und anschließend mit mehreren Kilometern pro Minute auf Spulen gewickelt. Dieses Aufwickeln und Strecken, das »Recken« des Fadens, entscheiden über Elastizität, Festigkeit und damit über die Qualität - sowohl des Fadens wie des fertigen T-Shirts oder Anzugs.


Veränderungen der Qualität lassen sich mikrooptisch sichtbar machen, denn eine variierende Festigkeit geht Hand in Hand mit veränderten optischen Eigenschaften. Der neue Sensor misst Veränderung des Brechungsindex’, indem er den Faden mit polarisiertem Licht bestrahlt. Ein Array aus drei mikrooptischen Polfiltern misst, um wie viel Grad die Polarisationsebene gedreht wurde. Ist das System einmal justiert – das heißt die für die gewünschte Qualität erforderliche Drehung der Polarisationsebene bestimmt – kann der Sensor online Veränderungen messen und anzeigen. »Auf diese Weise lässt sich die Faserqualität moderner Spinnmaschinen steigern«, so Zeitner.

Der Sensor ist nur eine von mehreren Innovationen, die das IOF auf der Optatec vorstellt. Präsentiert werden auch Herstellungsverfahren, die für die Produktion der winzigen mikrooptischen Systeme geeignet sind. Mit einem neuen Lötsystem lassen sich die Bauteile, die in Medizintechnik, Telekommunikation und Lithografie eingesetzt werden, zusammenfügen.

Ein weiteres Highlight auf der Messe sind Beschichtungsverfahren für optische Gläser. Mit dem Schichtsystem »AR-hard« können zum Beispiel Brillengläser aus Kunststoff in einem Arbeitsgang entspiegelt und gehärtet werden. Auf die hochtransparenten Kunststoffe Zeonex™ und Topas™ aufgebracht, ist diese Beschichtung so stabil, dass nicht einmal Stahlwolle sie zerkratzen kann.

Mit den neuen Beschichtungstechniken können die Forscher mittlerweile auch Spiegel für die übernächste Generation von Lithographie-Systemen herstellen. Diese Systeme arbeiten mit Extremer Ultraviolett-Strahlung. Um den Strahlengang lenken zu können, werden optische Systeme benötigt, die dieses EUV gut reflektieren und gleichzeitig wärmebeständig sind. Am Institut wurden solche Spiegel mit maßgeschneiderten spektralen Eigenschaften entwickelt. Auch sie werden auf der Optatec zu sehen sein.

Dr. Uwe Zeitner | Presseinformation

Weitere Berichte zu: Optatec

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Auswerte-Elektronik QUADRA-CHEK 2000 von HEIDENHAIN: Zuverlässig und einfach messen
20.04.2018 | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

nachricht tisoware auf der Zukunft Personal Süd und Nord 2018
20.04.2018 | tisoware - Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von der Genexpression zur Mikrostruktur des Gehirns

24.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Bestrahlungserfolg bei Hirntumoren lässt sich mit kombinierter PET/MRT vorhersagen

24.04.2018 | Medizintechnik

RWI/ISL-Containerumschlag-Index auf hohem Niveau deutlich rückläufig

24.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics