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Internet World 2002: Schaufenster der Internet-Wirtschaft

04.06.2002


  • Mobilität und IT-Sicherheit bestimmende Themen der Messe
  • Mobilfunk-, Daten- und Internet-Dienste die treibenden Kräfte im deutschen ITK-Markt
  • BITKOM: Rahmenbedingungen für Unternehmensgründer verbessern

Anlässlich der Eröffnung der Messe Internet World 2002 in Berlin appelliert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) an ein stärkeres Engagement der Politik zu Gunsten junger Unternehmen. Gerade jetzt, wo es um die Erschließung neuer Märkte im Umfeld von UMTS ginge, könnten zahlreiche neue Dienstleistungs- und Hightech-Unternehmen entstehen – wenn der Netzaufbau voran komme und die Rahmenbedingungen für Gründer stimmten. Seit Beginn der neunziger Jahre sind in Deutschland rund 20.000 junge Technologie-Unternehmen gegründet worden. Diese Unternehmen haben nicht nur mehr als 150.000 Arbeitsplätze geschaffen, sondern wirken auch als wichtiger Innovationstreiber. Ein vergleichbarer Schub sei nun auch durch neue Mobilfunk-, Daten- und Internet-Dienste möglich. In dem zurzeit schwierigen Marktumfeld müsse die Politik aber ihre Anstrengungen zur Förderung der deutschen Gründerkultur erhöhen. BITKOM fordert den zügigen Abbau bürokratischer Hindernisse und eine Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen. Weiterhin müssten die öffentlichen Förderprogramme für Gründer optimiert werden. "In die bestehenden 3.000 verschiedenen Förderinitiativen muss Transparenz", so BITKOM-Geschäftsführer Bernhard Rohleder.

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Starkes Wachstum bei Internet- und Online-Diensten lässt E-Commerce- Umsätze in die Höhe schnellen

Die neuen Telekommunikationsdienste, also insbesondere Mobilfunk-, Daten- und Internet-Dienste, sind weiterhin die treibenden Kräfte im deutschen ITK-Markt. Für diese Segmente erwartet BITKOM im laufenden Jahr ein Umsatzwachstum um 13,1% auf 31,8 Mrd. Euro und für 2003 um 17,7% auf 37,4 Mrd. Euro. Das größte Potenzial liegt bei den Internet- und Onlinediensten. Dieser Markt soll im laufenden Jahr um 20% auf 6,4 Mrd. Euro und in 2003 um 22% auf ein Volumen von 7,8 Mrd. Euro wachsen. Die elektronische Geschäftstätigkeit (E-Commerce) hat in Europa im vergangenen Jahr ein Volumen von 171,6 Mrd. Euro erreicht. Der deutsche Anteil daran beträgt 26% (44,9 Mrd. Euro). Bis zum Jahr 2005 soll sich der Umsatz verzehnfachen. Neueste Technologien und Anwendungen in diesem Umfeld sind auf der Internet World zu sehen. „Die Internet World bleibt ein wichtiges Schaufenster der deutschen Internet-Wirtschaft und eine ausgezeichnete Plattform für Kontakte zu Kunden, Partnern und Wettbewerbern“, so Bernhard Rohleder, Vorsitzender BITKOM-Geschäftsführung. Die Messe werde zeigen, welche Unternehmen und Geschäftsideen sich im gegenwärtigen Marktumfeld durchsetzen können. Aus technologischer Sicht sind auf der Internet World 2002 die Angebote für den BereichMobile Business und insbesondere UMTS mit ersten Applikationen, Diensten und Endgeräten von besonderer Bedeutung. Damit eng verbunden ist auch das Thema IT-Sicherheit. 


Im Jahr 2001 entstanden allein durch Computerviren weltweit Schäden in Höhe von 15 Mrd. Euro. Leistungsfähigkeit und Sicherheitder IT-Infrastruktur entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, eine effiziente Sicherheitsarchitektur ist somit unverzichtbar geworden. Auf dem Markt für IT-Security geht der Trend hin zu kleineren, pragmatischen Lösungen, die einen angemessenen Grundschutz der IT-Systeme gewährleisten. Aussteller aus diesem Bereich können auf der Internet World mit einem besonders starken Publikumsinteresse rechnen. Vergleichbare Entwicklungen lassen sich auch für Content Management Systeme feststellen, wo zahlreiche Aussteller mit kostengünstigen Lösungen verstärkt kleine und mittelständische Unternehmen ansprechen. Die Neupositionierung der Internet World als Kongressmesse für das Business-Segment sowie die nun weitgehend abgeschlossene Konsolidierung bei den traditionellen Ausstellergruppen führten jedoch zu einer deutlichen gesunkenen Ausstellerzahl. Der Veranstalter rechnet nunmehr nur noch mit 500 Ausstellern, nachdem im Vorjahr noch annähernd 1000 Unternehmen ihre Angebote präsentierten. Entscheidend für den Erfolg der Messe wird daher sein, inwieweit Fachbesucher und Kunden diese Neuausrichtung annehmen. BITKOM erwartet keine großen Delegationen auf der Messe, sondern wenige, zumeist hochrangige und gut vorbereitete Führungskräfte, die über IT-Investitionen in ihren Unternehmen entscheiden können.

Deutscher Internetpreis

Ein wichtiger Impuls geht gleich zu Messebeginn von der Verleihung des Deutschen Internetpreises am 4. Juni 2002 durch den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Werner Müller, aus. Der Wettbewerb widmete sich in diesem Jahr dem Thema "Mittelstand im Internet" und stieß mit fast  500 Teilnehmern auf ein deutlich gewachsenes Interesse. BITKOM hat den Deutschen Internetpreis 2002 als Jurymitglied unterstützt. "Die hohe Beteiligung am Wettbewerb belegt, dass der deutsche Mittelstand das Internet immer stärker in seine Unternehmensaktivitäten integriert und intensiv nutzt - und dies entgegen der aktuellen Stimmungslage im Markt und entgegen der öffentlichen Wahrnehmung", beobachtet Bernhard Rohleder. Die acht für den Preis nominierten Unternehmen und insbesondere die drei Preisträger zeigten, wie gerade mittelständische Unternehmen internetbasierte Technologien intelligent und überaus Gewinn bringend nutzen könnten. Dabei werde deutlich, dass nicht primär üppige IT-Budgets oder die technische Komplexität kundenseitig über den wirtschaftlichen Erfolg einer Internetlösung entscheiden – maßgeblich sei vielmehr ein kundengerechtes Konzept und eine zuverlässige Implementierung.

Thomas Mosch |

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