Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MipTec 2002: Automatische Hilfe für den manuellen Arbeitsplatz im Labor

28.05.2002


Um die Fehlerquote an manuellen Laborarbeitsplätzen zu senken und den Laboranten zeitraubende Dokumentationsarbeiten abzunehmen, haben die Experten für Laborautomatisierung des Fraunhofer IPA eine neue Arbeitshilfe entwickelt. Der Demonstrator wird Ende Mai auf der MipTec 2002 in Basel vorgestellt.

Parallelisieren und Automatisieren sind auch in der Biotech-Branche die Zauberworte, wenn es darum geht, Entwicklungszeiten für neue Verfahren und Produkte zu verkürzen. Trotz dieses Trends gibt es immer noch Aufgaben, die entweder manuell erledigt werden müssen oder bei denen sich die Automatisierung nicht lohnt. Solche Aufgaben erfordern beispielsweise eine große mechanische Flexibilität oder variieren stark in einzelnen Arbeitsschritten. Ganz entscheidende Nachteile der manuellen Arbeit sind jedoch die vergleichsweise hohe Fehleranfälligkeit und der langwierige Dokumentationsprozess: Um reproduzierbare Ergebnisse - z. B. in der Forschung - zu erzielen, muss bisher jeder manuelle Arbeitsschritt auch manuell dokumentiert werden. "Die Dokumentation kann in manchen Fällen bis zu 20 Prozent der gesamten Prozesszeit ausmachen", hat Hannes Dobler vom Fraunhofer IPA festgestellt. Bei einer variantenreichen Tätigkeit muss außerdem oft eine Anleitung zu Hilfe genommen werden, was den Arbeitsablauf weiter verzögert und unterbricht.

Um sowohl die Dokumentation als auch die Anleitung an manuellen Pipettier-Arbeitsplätzen zu vereinfachen, haben Dobler und sein Team ein neues Konzept entwickelt und in einem Demonstrator realisiert, das für beide Probleme eine Lösung bietet. Sie benutzen ein optisches Tracking-System und eine elektronische Pipette, um alle manuellen Arbeitsschritte automatisch zu erfassen und zu protokollieren. Damit entfällt der gesamte manuelle Dokumentationsaufwand. Durch den Vergleich mit einem vorgegebenen Prozessablauf kann das Ergebnis der manuellen Arbeit sofort automatisch bewertet werden. Der Laborant wird während der Arbeit situationsabhängig angeleitet. Im Zweifelsfall sperrt das System außerdem die Pipette, um drohende Fehler zu vermeiden. Die IPA-Wissenschaftler stellen diesen Demonstrator auf der MipTec 2002 in Basel vor (27. bis 30. Mai 2002, Stand Z03).


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Hannes Dobler
Telefon: 0711/970-1135, Telefax: 0711/970-1005, E-Mail: had@ipa.fhg.de

Dipl.-Ing. Michaela Neuner | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de/biopharma

Weitere Berichte zu: MipTec

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Neue Prozesstechnik für effizientes Bohren und Schneiden auf der LASER CHINA
22.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Mehr Sicherheit für Flugzeuge
22.02.2017 | FernUniversität in Hagen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften