Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weil Helfen nicht zum Rätsel werden soll

27.05.2002


Auf der Welser RETTER 2002 treffen sich die Experten des Sicherheits-Wesens

Es ist schnell passiert: ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, vielleicht hat noch die Sonne geblendet oder das Handy geklingelt. Und vielleicht kommt just in ebenjener Sekunde ein anderes Fahrzeug entgegen. Das Resultat liest man fast täglich in der Zeitung: Menschen werden bei Autounfällen schwer verletzt oder gar getötet. Die "Erlebnismessmesse RETTER 2002“ bittet vom 20. bis zum 22. September alle jene vor den Vorhang, die dafür sorgen, dass Unfälle, Brände und Naturkatastrophen für die Betroffenen möglichst glimpflich ausgehen.

Tausende Menschen haben sich in Österreich dem Dienst am Nächsten verschrieben: Ob es Polizisten und Gendarmen sind, Rettungssanitäter, Soldaten oder Feuerwehrmänner – es gibt immer viel zu tun, um die Folgen von großen und kleinen Ereignissen möglichst zu mildern. Und natürlich kommen Autounfälle oder Großbrände immer vollkommen unerwartet. Wenn es einmal passiert ist, darf nicht lange gezögert werden: Die Einsatzkräfte spulen ein Programm ab, das erst durch intensives Training, viel Erfahrung und bestmögliche technische Ausrüstung perfekt funktioniert. Wichtigstes Ziel: Menschen müssen gerettet werden, egal was es kostet und wie viel Risiko ein Einsatz birgt.

800.000 Kilometer im Dienst der Mitbürger

Auf der RETTER 2002 sind all jene versammelt, die rund um die Uhr, an Sonn- und Feiertagen im Dienste der Bevölkerung stehen – die Palette der Aussteller reicht von Polizei und Gendarmerie über das Rote Kreuz und den Arbeiter-Samariterbund bis hin zur Bergrettung.
Wie groß der Aufwand ist, der Jahr für Jahr betrieben werden muss, zeigt etwa das Beispiel des Welser Roten Kreuzes: Allein 2001 wurden im Bezirk rund 43.000 Einsätze absolviert und mehr als 800.000 Kilometer abgespult. "Und die Kurve zeigt nach wie vor leicht nach oben“, weiß Bezirks-Rettungskommandant Günter Hupfer.
Auf der RETTER 2002 kann man sich ein Bild von den vielfältigen Herausforderungen machen, die dabei gestellt werden: Gemeinsam mit der Feuerwehr wird vom Roten Kreuz ein Verkehrsunfall mit anschließendem Brand simuliert – und zwar vollkommen realistisch. Dazu kommen verschiedenste Vorführungen und Vorträge. Interessierte erhalten unter anderem Informationen über die Krisenintervention, die ihre große Bewährungsprobe bei der Betreuung von Angehörigen nach dem Drama von Kaprun hatte. "Dazu kommen noch Infos über unsere Bildungsakademie und Vorführungen der Wasserrettung“, schildert Hupfer. Auch ein Weltrekord-Versuch ist geplant – und dabei kann jeder mitmachen, der Zugang zu einem Internet-Anschluss hat. Im Internet-Portal www.erstehilfe.cc können Fragen zum Thema Erste Hilfe beantwortet werden. Hupfer: "Im Vorjahr verzeichneten wir 2,73 Millionen Klicks. Heuer wollen wir diese Zahl noch einmal deutlich steigern.“

Zum Glück sitzt ein Dummy hinter dem Steuer…

Vertreten ist auf der RETTER 2002 natürlich auch der Arbeitersamariterbund. Und auch diese Organisation bietet "Action“ hautnah: So wird ebenfalls ein Verkehrsunfall simuliert. "Ein Fahrzeug stößt gegen ein Hindernis, dabei wird der Airbag gezündet. Schließlich prallt noch ein Radfahrer gegen das stehende Wrack“, schildert Dienstbetriebsleiter Stefan Walchshofer. Detail: Während hinter dem Steuer des Autos ein "Dummy“ sitzt, wird das Fahrrad von einem "echten“ Menschen gelenkt. "Der hat allerdings die Fähigkeiten eines Stuntman“, betont Walchshofer.
Darüber hinaus bietet man ebenfalls Vorträge und eine umfangreiche Fahrzeug-Präsentation, geplant ist weiter eine gemeinsame Übung mit dem Bundesheer.

Von der Verkehrssicherheit bis zum Kriminalfall: Polizei hautnah

Groß ist natürlich auch das Aufgabengebiet der Polizei. Und entsprechend umfangreich ist demnach auch das Programm, das die Welser Bundespolizeidirektion auf der RETTER 2002 anbietet. So liefert etwa der Kriminalpolizeiliche Beratungsdienst wertvolle Tipps gegen Einbrecher, Diebe und andere Zeitgenossen, dazu wird ein allgemeines Berufsbild des Polizisten vermittelt, wie Major Kurt Berger, der Leiter des Zentralinspektorates, erzählt: "Man kann unsere Aktivitäten auf der Messe schnell beschreiben: Polizei zum Angreifen.“ Tatsächlich wird kein Bereich ausgespart: Ob es das Thema Stressbewältigung für Einsatzkräfte ist, der Mopedausweis für Jugendliche oder das heiße Thema Alkohol und Drogen am Steuer – wer Informationen sucht, wird sie beim Stand der Polizei finden. Dazu gehört natürlich auch die bereits erwähnte "Action“: Gemeinsam mit dem Landesgendarmeriekommando ist eine Hundevorführung geplant, eine breite Auswahl an Einsatzfahrzeugen ergänzt den schließlich Reigen. Und: Vorträge bieten ebenfalls wertvolle Anregungen. "Außerdem präsentieren wir die Schulungstätigkeit durch unsere Verkehrssicherheits-Experten und die Arbeit eines Jugend-Kontaktbeamten“, so Berger.

"Service“ für die Mitbürger ist keine Selbstverständlichkeit

Engagiert geht auch das Team der Welser Messe an die Vorbereitungsarbeiten für die RETTER 2002. "Für uns ist die Veranstaltung nicht einfach eine Messe. Sie soll vor allem auch zeigen, dass es nach wie vor Menschen gibt, die sich für ihre Mitbürger engagieren“, bringt es Messe-Geschäftsführer Mag. Arnold Wiesberger auf den Punkt. Nachsatz: "Obendrein wollen wir eine Plattform bieten, auf der man die neusten Entwicklungen und Trends austauschen kann.“
Messepräsident KommR Karl Bregartner weiß den hohen Stellenwert der Schau ebenfalls zu würdigen – immerhin hatte er als Bürgermeister der Stadt Wels jahrelang unmittelbaren Kontakt mit den verschiedensten Einsatzorganisationen: "Dabei habe ich nicht nur einmal feststellen müssen, wie groß die Belastungen für Polizisten, Sanitäter oder Feuerwehrmänner oftmals sind. Das kann man gar nicht hoch genug würdigen!“

Alexandra Wimmer, | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.welser-messe.at/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital
19.06.2018 | Fraunhofer IFAM

nachricht Dispensdruckkopf, Netzmodul und neuartiger Batteriespeicher
18.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rätselhaftes IceCube-Ereignis könnte von Tau-Neutrino stammen

19.06.2018 | Physik Astronomie

Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital

19.06.2018 | Messenachrichten

Überdosis Calcium

19.06.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics