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Mini-Ultraschallsystem: Schnelle Diagnosen

27.11.2007
Mit dem kleinsten Ultraschallgerät der Welt können Ärzte künftig schon direkt am Einsatzort erste Diagnosen stellen.

Das System, das in die Tasche des Arztkittels passt, stellt Siemens nun auf der RSNA vor, der internationalen Radiologie-Leitmesse in Chicago (vom 25. bis 30. November).


Das Acuson P10 eignet sich vor allem für Akutfälle in der Ambulanz, im Rettungshubschrauber und auf der Intensivstation. In Notfallsituationen sind die ersten Minuten oft entscheidend. Je eher eine Diagnose gestellt werden kann, umso besser. Das Handheld-Gerät kann der Arzt überall hin mitnehmen. Es besitzt spezielle Lithium-Ionen-Akkus, die eine Scan-Dauer von etwa einer Stunde erlauben. Der Arzt kann die Bilder umgehend speichern und – umgewandelt über einen DICOM-Viewer – in das Informationssystem des Krankenhauses einspeisen oder der Patientenakte zuordnen.

Das Acuson P10 ist deutlich kleiner als bisherige kleine Ultraschallsysteme und hat etwa das Format eines Blackberrys. Die Entwickler von Siemens Medical Solutions schafften es, die komplexen Bauteile eines Ultraschallsystems in das Miniaturformat einzupassen und zugleich eine hohe Bildqualität zu erreichen. Der Arzt bedient das Gerät wie einen Handheld-Computer einfach mit dem Daumen.

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Der Schwarz-Weiß-Monitor besitzt eine Bildschirmgröße von knapp zehn Zentimetern. Das gesamte Gerät wiegt inklusive Schallkopf rund 700 Gramm.

Das Mini-Ultraschallsystem hilft insbesondere in der Notfallmedizin bei der so genannten Triage – der möglichst schnellen Kategorisierung (auch mehrerer) verletzter Personen. Die rasche Einordnung der Verletzungen macht es möglich, dass Ärzte die Patienten zügig und gezielt behandeln können. Zu den speziellen Notfallanwendungen des Acuson P10 zählt eine Sonographie des Bauchraums bei schweren Verletzungen. So identifiziert der Notarzt beispielweise innere Blutungen, überprüft die Herzaktivität und stellt eventuelle Flüssigkeitsansammlungen im Herzen fest.

Erkannt werden auch lebensbedrohliche Gefäßerweiterungen (Aneurysmen) oder Verletzungen des Beckens. Auch in der Geburtshilfe ist es von großem Nutzen: Sogar im Kreißsaal bestimmt der Arzt die Position und Beweglichkeit des Fötus sowie die Fruchtwassermenge und erkennt Blutungen und andere Komplikationen. Das Acuson P10 lässt sich nicht nur in der Humanmedizin einsetzen, sondern ist auch für Tierärzte geeignet. (IN 2007.11.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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