Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zahnimplantat, mit optimierten biomechanischen Eigenschaften

12.11.2007
Erfindungsgegenstand ist ein neuartiges Zahnimplantat, mit optimierten biomechanischen Eigenschaften

Zahnimplantate sind in den Kieferknochen eingesetzte Träger von Zahnersatz, die die Funktion künstlicher Zahnwurzeln einnehmen.

Im Allgemeinen werden Zahnimplantate in den Kieferknochen eingedreht oder eingesteckt. Alle gängigen Implantate zeigen dabei scharfkantige Elemente. Innerhalb von drei bis sechs Monaten verbinden sich die Implantate mit dem umgebenen Knochen zu einer festen, belastungsfähigen Trägereinheit (Osseointegration).

Problemstellung

... mehr zu:
»Implantat »Zahnimplantat

Trotz der erreichten Fortschritte stellt die aseptische Lockerung von Zahnimplantaten noch einen wesentlichen Hemmnisfaktor gegen den erfolgreichen Heilungsverlauf dar. Die Ursachen sind häufig in der mangelnden Kongruenz zwischen vorkonfektionierten Implantaten und den existierenden Verhältnissen in der Extraktionskavität begründet, welches die Hauptursache für eine mangelnde Primärstabilität ist.

Die unzureichende geometrische Adaption führt weiterhin zu einem ungünstigen Lastenverteilungsmuster, so dass ein biologischer und mechanischer Gleichgewichtszustand nicht erreicht wird.

Unmittelbar nach der Implantation beginnt sich der Knochen an die veränderte Situation anzupassen. Durch den veränderten Kraftfluss im Kiefer werden einige Knochenbereiche unterschiedlich stark belastet. Dadurch wird Knochen sowohl an- als auch abgebaut. Die hier beschriebene innovative Methode minimiert insbesondere die aseptische Lockerung von Zahnimplantaten als Risikofaktor und verbessert die Verankerung im Kieferknochen.

Die Innovation / Technologie

Zur Induktion einer proximalen Verankerung ist ein Implantatdesign erforderlich, das ein knöchernes Anwachsen in diesem Bereich fördert. Dieses wird erfindungsgemäß durch eine osseointegrative Oberflächengestaltung erreicht.

In der Erfindung wird ein strukturierter Vollkörper, der mit einer kantenfreien Mantelfläche ausgeformt ist, verwendet. Auf der Mantelfläche können stabilitätsfördernde Volumenelemente aufgebracht sein und Perforationen eingebracht werden.

Die Formgebung des Implantats ist der Geometrie der natürlichen Zahnwurzeln und weist bevorzugt eine Durchgangsbohrung auf. Entweder ist der Implantatskörper tailliert oder das proximale Ende spaltet sich in zwei, drei oder vier Finger auf.

Dadurch wird mit dem Einwachsen der Spongiosa in das Bohrloch bis hin zur Oberfläche des Implantatkörpers eine besonders stabile vertikale Verankerung erreicht.

Nutzen

Die Erfindung zeichnet sich durch eine verbesserte Verträglichkeit aus. Diese wird durch den strukturierten Vollkörper erreicht, indem auf scharfkantige Konstruktionen verzichtet wird. Weiterhin begünstigen die stabilitätsfördernden Volumenelemente die Osseointegration. Ferner können die Durchgangsbohrungen mit Knochenwachstum stimulierenden Substanzen befüllt sein.

Tobias Parikh
Innovationsmanager
PVA-MV AG
Gerhart-Hauptmann-Strasse 23
18055 Rostock
Germany
Tel.: +49 (0)381 4974741
Fax: +49 (0)381 4974749
Email: t.parikh@pva-mv.de

Tobias Parikh | PVA-MV AG
Weitere Informationen:
http://www.pva-mv.de

Weitere Berichte zu: Implantat Zahnimplantat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Wachkoma: System soll Patienten helfen, sich zu verständigen
24.05.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Premiere einer verblüffenden Technik
23.05.2017 | Deutsches Herzzentrum Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Krebs erregende Substanzen aus Benzinmotoren

24.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich

24.05.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Orientierungslauf im Mikrokosmos

24.05.2017 | Physik Astronomie