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Schärfere Aufnahmen vom Tumor mit HD•PET-Technik

20.09.2007
Eine neue Technik für ein bildgebendes Verfahren kann die Diagnose von Krebs verbessern. Siemens hat eine Rekonstruktionstechnik für PET-Systeme (Positronen-Emissions-Tomographie) entwickelt, die unscharfe und verzerrte Aufnahmen automatisch korrigiert und die Auflösung verdoppelt. Der Arzt kann so die Entwicklung eines Tumors besser erkennen und früher die Behandlung einleiten.

Analog zum hochauflösenden Fernsehen HDTV heißt die Technik High-Definition-PET. Sie kommt Anfang 2008 auf den Markt. PET-Untersuchungen werden hauptsächlich zur Erkennung und Überwachung von Krebsgeschwüren und Metastasen eingesetzt. Dabei erhält der Patient eine Spritze mit einer sehr geringen Menge schwach radioaktiver Flüssigkeit, die sich in Zellen erhöhten Stoffwechsels anreichert und so genannte Positronen abstrahlt.


Ringförmig um den Patienten angeordnete Detektoren erfassen die von den Positronen ausgehende Strahlung – Tumorzellen können so aufgrund ihres Stoffwechsels abgebildet werden.

Während der Untersuchung erfassen die Detektoren die Positronen aus dem gesamten Aufnahmefeld des Scanners. Dabei tritt jedoch ein physikalisches Problem auf: Je weiter sich ein Objekt von der Mittelachse des Scanner entfernt, desto unschärfer wird das Bild – vor allem kleine Metastasen sind mit zunehmendem Abstand nur schwer oder gar nicht zu erkennen, das Stadium des Tumors nur vage abzuschätzen.

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Die Lösung HD • PET von Siemens Medical Solutions korrigiert die unscharfen Bereiche der Aufnahme mit komplexen Algorithmen und zeigt das Bild in einer kontinuierlichen Auflösung auf dem Monitor an. Mit der hohen Auflösung verbessert sich auch der Kontrast des PET-Systems: Der so genannte Signal-Rausch-Abstand verdoppelt sich und ergibt schärfere Bilder als bisher. Der Onkologe kann im gesamten Aufnahmebild nicht nur kleinste Metastasen erkennen, sondern erstmals auch bisher schwer abzugrenzende Läsionen innerhalb von Lymphknoten, im Bauch, in der Kopf- und Halsregion oder im Gehirn sicherer unterscheiden.

Ob ein chirurgischer Eingriff, eine Chemo- oder Strahlentherapie – die für den Patienten geeignete Behandlung kann der Mediziner somit früher und gezielter einsetzen. Nach der Therapie hilft die bessere Bildschärfe bei der frühen Diagnose kleiner Rezidive – also dem Wiederauftreten – von Kopf- und Halstumoren. (IN 2007.09.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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