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Bundesweit erste Patienten mit neuester Generation von Herzschrittmachern versorgt

22.03.2007
Neue Schrittmacher sind unempfindlich gegen elektromagnetische Strahlung – Untersuchung mit Kernspintomographen jetzt auch für Herzschrittmacher-Patienten möglich – Neue Perspektiven in der Diagnostik

(BvT) Herzschrittmacher sind seit über 40 Jahren fester Bestandteil in der Therapie von langsamen Herzrhythmusstörungen. Sie überwachen, analysieren und zeichnen den Herzschlag auf. Bei Reizleitungs- oder Reizbildungsstörungen helfen sie dem Herzen, normal zu schlagen. Obwohl Herzschrittmacher zu den sichersten medizinischen Geräten gehören, gab es bisher eine wichtige technische Einschränkung: Schrittmacher reagieren sehr empfindlich auf stärkere elektromagnetische Felder.

„Aufgrund der Empfindlichkeit der bisher verwendeten Schrittmacher für elektromagnetische Strahlung blieb diesen Patienten eine Untersuchungsmethode wie die Kernspintomographie bisher verwehrt“, erläutert Privatdozent Dr. Thorsten Dill, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie an der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. Doch gerade die Kernspintomographie (MRT) wird in der bildgebenden Diagnostik immer wichtiger, da sie eine sehr genaue Diagnostik über den Zustand von Herzgewebe und –gefäßen zulässt. Seit Anfang dieses Jahres wird in der Kerckhoff-Klinik für die bundesweit ersten Patienten eine neue Generation von Herzschrittmachern eingesetzt. Die neue Technologie ist unempfindlich gegenüber elektromagnetischer Strahlung und funktioniert auch in stärkeren Magnetfeldern wie dem eines Kernspintomographen.

„Mit dieser Generation von Schrittmachern wurde ein wichtiges Ziel in der so genannten Elektromedizin erreicht. Es ist jetzt möglich, Patienten mit einem neuen Herzschrittmacher im MRT zu untersuchen und den klinischen Verlauf mit diesem sehr exakten Bildgebungsverfahren genau zu analysieren. Das eröffnet neue diagnostische Möglichkeiten für die Beurteilung verschiedener Herzerkrankungen“.

Zunächst soll die Leistungsfähigkeit der neuen Geräte zwei Jahre lang geprüft werden. Dies ist Teil einer internationalen Studie, an der die Kerckhoff-Klinik als eines der führenden Zentren unter Leitung des Chefarztes der Abteilung Kardiologie und Ärztlichen Geschäftsführers der Kerckhoff-Klinik, Prof. Dr. Christian

Hamm, mit Unterstützung der Abteilung für Thoraxchirurgie (Prof. Dr. Wolf-Peter Klövekorn), der Abteilung für bildgebende Kardiologie (PD Dr. Torsten Dill) und der elektrophysiologischen Abteilung (Dr. Johannes Sperzel / Dr. D. Erkapic), teilnimmt.

In der Kerckhoff-Klinik werden als einem der führenden Herz- und Rheumazentren Deutschland jährlich ca. 600 Herzschrittmacher, 350 Defibrillatoren und 200 Systeme zur Verbesserung der Herzleistung (Kardiale Resynchronisationstherapie) implantiert.

Pressekontakt:

Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartnerin: Eva Sauer
Tel.: 06032 / 996.2554
Fax: 06032 / 996.2436
Email: e.sauer@kerckhoff-klinik.de

Dr. Berend von Thülen | C3 Public Relations
Weitere Informationen:
http://www.kerckhoff-klinik.de

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