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MR-Tomograph macht Eingriff am Herzen sicherer

12.12.2006
Operationen zur Heilung von Herzrhythmusstörungen können bald schneller und sicherer sein. Wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet, hat Siemens zusammen mit den renommierten Johns Hopkins Instituten ein Verfahren entwickelt, bei dem ein Magnetresonanztomograph (MRT) während eines Kathetereingriffs zur Aufnahme von Bildern verwendet wird. Damit verkürzt sich der Eingriff von bis zu sechs auf ein bis zwei Stunden.

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Millionen Menschen leiden unter Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen). Allein in den USA leben zwei bis drei Millionen Erkrankte – jährlich sterben nahezu 300.000 an der Krankheit. Sie ist mit Medikamenten behandelbar, kann indes nur mit einem operativen Eingriff geheilt werden.

Dabei verödet ein ins Herz geführter Katheter jene Gewebestellen, die die Rhythmusstörungen verursachen.

Diese Katheterablation ist aber so kompliziert und langwierig, dass sie vergleichsweise selten ausgeführt wird. Die Position des Katheters wird lediglich aus Röntgenbildern ersichtlich, die in regelmäßigen Abständen gemacht werden. Der Arzt ist daher stark auf seine Erfahrung angewiesen. Der Eingriff ist zudem für den Patienten risikoreich.

Mit dem MRT bekommt ein Kardiologe dagegen einen detailreichen Einblick ins Herz – dreidimensional und in Echtzeit. Damit können Ärzte den Katheter am Monitor verfolgen und zudem erstmals die exakte Position kranker Gewebestellen erkennen. Um den Katheter sichtbar zu machen, verwenden die Experten von Johns Hopkins in Baltimore eine spezielle Spitze aus nichtmagnetischem Metall.

Im Katheter sind MR-Spulen integriert, die zur Bildgebung beitragen. Somit kann der Arzt die Katheterspitze punktgenau zu den kranken Gewebestellen führen.
Besonders wichtig für das in der Erprobung befindliche Verfahren ist, dass es auch für Kardiologen einfach zu bedienen sein muss, die in der Regel keine radiologischen Spezialkenntnisse haben. Daher hat Siemens eine neue Bedienoberfläche entwickelt, die intuitiv bedienbar ist.

Nach Aussage der Experten von Johns Hopkins ist diese Schnittstelle zwischen dem Aufnahmegerät und dem Arzt wesentlich besser als alle anderen verfügbaren Systeme. Ein Kardiologe kann ohne großes Training mit dem Eingriff beginnen und die neuen interventionellen Anwendungen voll ausschöpfen. (IN 2006.12.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Quelle: Siemens InnovationNews
Weitere Informationen: www.siemens.de/innovation

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