Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Winzige Krebsgeschwüre mit moderner Technik aufspüren

21.02.2006


Mit neuesten bildgebenden Verfahren und speziellen Substanzen ist es heute möglich, schon kleinste "hormonaktive" Krebsgeschwüre auszuspüren. Stoffmengen im Bereich von einem Milliardstel Gramm reichen dafür aus. Moderne Technik in der Diagnostik hormoneller Erkrankungen ist ein Thema auf dem 50. Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) in Essen.

Hormonaktive oder auch "endokrine" Tumore befallen die Hormon-Produktionsstätten des Körpers wie zum Beispiel die Schilddrüse. Sie beeinflussen die Menge der dort gebildeten Hormone und stören dadurch den Stoffwechsel. Deshalb beeinträchtigen diese Tumore - egal ob gut- oder bösartig - oft schon bei sehr geringer Größe die Gesundheit. Entsprechend wichtig ist es, sie frühzeitig zu entdecken.

Das Spektrum nuklearmedizinischer Untersuchungen erweitert sich seit Jahrzehnten fortwährend. Für den Nachweis unterschiedlicher endokriner Tumore steht heute eine ganze Reihe radioaktiv markierter Biomoleküle - so genannte Tracer - zur Verfügung. Diese Tracer lagern sich bevorzugt an das vom Krebs befallene Gewebe an. Die radioaktive Strahlung zeigt dem Untersucher anschließend am Bildschirm, wo der Tumor sitzt. "Das Verfahren ist hoch spezifisch und funktioniert in günstigen Fällen sogar, wenn der Tumor nicht einmal einen Millimeter groß ist", betont Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas Bockisch von der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikums Essen. Darüber hinaus sei es auch möglich zu bestimmen, wie stark sich der Stoffwechsel krankhaft verändert hat, was Planung und Kontrolle der Therapie erheblich verbessert.

Seit einigen Jahren arbeiten Wissenschaftler intensiv daran, die Diagnose mit Hilfe der Positronen Emissions Tomographie (PET) zu verbessern. "Das Verfahren hat nicht nur messtechnische Vorteile: Beim Schilddrüsenkarzinom können wir damit auch die Stärke der radioaktiven Behandlung zuverlässig planen", so Professor Bockisch. Der Nuklearmediziner wird den derzeitigen Stand der Technik im Rahmen einer Pressekonferenz auf der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie vorstellen.

TERMINHINWEISE:

Mittwoch, 1. März 2006, 10.30 bis 11.30 Uhr
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Anlässlich des 50. Symposions der DGE
Congress Center Essen - CC Süd, Raum M; Norbertstraße; 45131 Essen

Eines der Themen:
Neue Einblicke: Moderne Technik bei der Diagnostik hormoneller Erkrankungen
Referent: Professor Dr. med. Dr. rer. nat Andreas Bockisch, Essen

Mittwoch, 1. März 2006, 16.00 bis 16.30 Uhr
State of the Art: Neue Bildgebung in der Endokrinologie
Referent: Professor Dr. med. Dr. rer. nat Andreas Bockisch, Essen
Congress Center Essen - CC West; Norbertstraße; 45131 Essen

Ihr Kontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711/ 89 31-552
Telefax: 0711/ 89 31-167
E-Mail: voormann@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://awmf.org
http://www.endokrinologie.net
http://www.essen2006.org

Weitere Berichte zu: DGE Endokrinologie Krebsgeschwür

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Neues DaVinci-OP-System: Universitätsmedizin Mainz erweitert Spektrum an robotergestützten OP´s
03.02.2017 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Deutschlandweit erste Installation: Kompakter Roboter assistiert bei MRT-geführter Prostatabiopsie
02.02.2017 | Universitätsklinikum Leipzig AöR

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie