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Herzzentrum München wird Vorzeigeklinik für medizintechnische Innovationen

09.12.2005


Siemens liefert innovative Systeme und IT – Langfristige, intensive Partnerschaft

Das Deutsche Herzzentrum München (DHM), Klinik des Freistaates Bayern, baut seinen Ruf als eines der modernsten kardiologischen Zentren der Welt weiter aus: Im Rahmen einer langjährigen Kooperation wird Siemens – als Ergebnis einer wettbewerblichen Ausschreibung – das Haus mit der neuesten Medizin- und Informationstechnologie ausrüsten. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Partner am Freitag im Beisein des bayerischen Wissenschaftsministers Dr. Thomas Goppel unterzeichnet. Der Vertrag umfasst auch umfangreiche Serviceleistungen von Siemens, wie etwa die regelmäßige Aktualisierung von Software und Geräten, sodass dem Herzzentrum stets die aktuellsten Technologien zur Verfügung stehen. Im Gegenzug wird die Klinik ihre Erfahrungen mit den neuen Systemen in die Entwicklung künftiger Technologien bei Siemens einbringen sowie als Referenzzentrum für Besucher und Siemens-Kunden aus der ganzen Welt dienen.

„Dank dieser Kooperation erhält das Deutsche Herzzentrum das weltweit modernste Lösungsportfolio für die Diagnostik und Therapie zahlreicher kardiologischer Erkrankungen“, so DHM-Geschäftsführer Robert Siegert. „Untersuchungen können damit deutlich schneller ablaufen als bisher. Durch detailreichere Bilder aus dem Inneren des Menschen wird die Informationsbasis für sichere Diagnosen und zielgerichtete Therapien weiter verbessert.“ Die Patienten erhielten eine maßgeschneiderte Versorgung nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Zu den installierten Systemen zählt der weltweit führende Kernspin- oder Magnetresonanztomograph Magnetom Avanto, der in kürzester Zeit u.a. exzellente, dreidimensionale Aufnahmen des schlagenden Herzens machen kann – und damit, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, Rückschlüsse auf die Herzfunktion erlaubt. Weil der Patient auch mit den Füßen voran untersucht werden kann, muss der Kopf nur noch bei Bedarf in die „Röhre“. Außerdem arbeitet der Tomograph viel leiser als frühere Systeme, wodurch der Komfort für den Patienten zusätzlich steigt. Daneben erhält das Herzzentrum vier Katheterlabore, mithilfe derer Ärzte auf schonende Art und Weise Katheter-Untersuchungen und -Eingriffe am Herzen vornehmen können – beispielsweise zur Behandlung von gefährlichen Ablagerungen in den Gefäßen. Eines der Systeme ist mit einer magnetischen Navigation ausgestattet (Axiom Artis dFC MN). Per Joystick dirigiert der Arzt den über Magnetfelder gesteuerten Katheter durch das Herz. Damit sind auch bisher schwer zugängliche Stellen schnell und einfach zu erreichen und es wird - beispielsweise bei einer Ablation - die Kontrolle über die Lage des Katheters verbessert.

Vorbei sind auch die Zeiten, als Bilder mühsam und zeitaufwändig in Form von Filmen durch die Klinik transportiert werden mussten oder die Papierakte eines Patienten im Laufe der Zeit immer dicker und unhandlicher wurde. Mit der neuen Radiologie-Software syngo Imaging werden künftig alle Informationen über einen Patienten digital verwaltet. Die Bilder aus dem Kernspintomographen und der Befund des untersuchenden Arztes beispielsweise können sofort nach der Aufnahme überall im Kliniknetzwerk abgerufen werden – etwa im OP. Damit spart die Klinik nicht nur immense Kosten für Filme und Papier, sondern vor allem in Notfällen wertvolle Zeit. Und selbst wenn ein Patient erst Jahre später wieder in die Klink kommt, sind seine bisherigen Daten per Mausklick sofort verfügbar. Der Einsatz leistungsstarker Informationstechnologie steigert also die Effizienz im klinischen Workflow deutlich.

Die jetzt vereinbarte Partnerschaft markiert den Beginn einer weitreichenden Zusammenarbeit, in deren Rahmen kontinuierlich innovative Gemeinschaftsprojekte durchgeführt werden sollen: So ist geplant, umfassende mobile Kommunikationsstrukturen im administrativen und klinischen Bereich durch die Nutzung von Technologien wie WLAN (Wireless Local Area Network) und RFID (Radio Frequency Identification) zu etablieren. Damit könnte der Arzt beispielsweise drahtlos via Tablet-PC auf Patientendaten zugreifen. RFID-Chips auf Medikamentenpackungen und in Patientenarmbändern führen zudem zu höherer Sicherheit, indem das System z.B. eine Arznei vor der Verabreichung mit der entsprechenden Verordnung des Arztes vergleicht. Damit wird vermieden, dass ein Patient versehentlich ein falsches Medikament erhält.

„Partnerschaften mit führenden Kliniken auf der ganzen Welt sind für Siemens eine Voraussetzung, um Lösungen zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse unserer Kunden maßgeschneidert sind“, so Prof. Dr. Erich R. Reinhardt, Mitglied des Vorstandes der Siemens AG und Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Siemens Medical Solutions. „Durch die Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum werden wir beweisen, dass innovative Medizintechnologie kein Kostentreiber ist, sondern im Gegenteil zu mehr Effizienz und Qualität in der Gesundheitsversorgung führt.“

„Die Partnerschaft zwischen dem Deutschen Herzzentrum und Siemens ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Deutschland im Allgemeinen und Bayern im Besonderen zu den technologischen und medizinischen Schrittmachern der globalen Wirtschaft zählen“, so Staatsminister Goppel nach der Vertragsunterzeichnung. „Die Erkenntnisse, die aus dieser Kooperation hervorgehen, kommen den Menschen auf der ganzen Welt zu Gute.“

Ansprechpartner:
Deutsches Herzzentrum München
Robert Siegert, Geschäftsführer
Lazarettstr. 36
80636 München
Tel.: 089/1218-1700-1701
Fax: 089/1218-1700-1703
e-mail: GF@dhm.mhn.de

Heike Richter | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.dhm.mhn.de/ww/de/pub/home.htm

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