Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweit erstes biplane FD-Kardiologiesystem für magnetgesteuerte Interventionen

02.09.2005


Siemens Medical Solutions stellte mit dem Axiom Artis dBC Magnetic Navigation das weltweit erste biplane Kardiologiesystem mit digitaler Flachdetektor(FD)-Technologie und magnetischer Navigation von Herzkathetern vor. Auf zwei Ebenen vereint es erstmals die Vorteile der magnetgesteuerten Intervention mit der erprobten Technologie von Flachdetektoren. Eingriffe können mit diesem System einerseits schneller ausgeführt werden, andererseits erreicht man mit dem Katheter anatomische Regionen, die ohne die magnetische Steuerung nur schwer zugänglich wären. Die Flachdetektoren liefern dazu eine exzellente Bildqualität. Das System ist flexibel konzipiert. Braucht man bei einer Intervention die Magnete nicht, können sie zur Seite geschwenkt werden. Anwendungsschwerpunkte sind die Erwachsenen- und Kinderkardiologie sowie die Elektrophysiologie.

Das neue System basiert auf zwei Technologien, bei denen Siemens führend ist: der FDTechnologie und der magnetgesteuerten Navigation. Als erster Hersteller auf dem Markt, bietet Siemens mit dem Axiom Artis dBC ein biplanes FD-System in Kombination mit der magnetgesteuerten Navigation an. Weltweit sind bisher mehr als 100 biplane FDKardiologiesysteme von Siemens im Einsatz. Und bereits über 30 Siemens-Anlagen mit magnetischer Navigation helfen Patienten bei Indikationen, die vorher nur schwer oder gar nicht mit einem Kathetereingriff zu behandeln waren.

Verwendet werden dabei zwei computergesteuerte Dauermagnete der amerikanischen Firma Stereotaxis, die die magnetische Spitze der eigens für das System entwickelten Katheter und Führungsdrähte ausrichten. Dadurch kann der Katheter zielgenau gesteuert werden und hat eine höhere Präzision und bessere Beweglichkeit als bisherige Typen. Die daraus resultierenden Vorteile sind vielfältig: Die Behandlungsdauer verkürzt sich. Dies spart nicht nur Zeit, sondern schont vor allem den Patienten, der mit weniger Dosis und Kontrastmittel belastet wird. Die Biegsamkeit der Katheter reduziert außerdem das Komplikationsrisiko für den Patienten. Zudem werden die Einsatzgebiete erweitert, denn der Arzt kann den Katheter in anatomische Regionen navigieren, die mittels konventioneller Katheter bislang nicht oder nur sehr schwer erreichbar waren.

Diese Vorteile werden durch die Leistungsmerkmale des biplanen Systems ergänzt. Die beiden Flachdetektoren wandeln die Daten direkt in Digitalbilder um, wodurch der Datenverlust in der Bildgebungskette minimiert wird. Dank der hohen Auflösung sind auch feinste Gefäßstrukturen und Stents genau sichtbar. Auch die dynamische Dichteoptimierung trägt zu einer verbesserten Bildqualität bei. Sie harmonisiert die Verteilung der Graustufen im Bild. Zusätzliche Informationen kann der Kardiologie über Ultraschall-, CT- oder MRBilder bekommen, denn bei Axiom Artis dBC können auf dem Multimodality-Display auch CT- oder MR-Aufnahmen betrachtet werden.

Für einen bestmöglichen Strahlenschutz hat Siemens mit C.A.R.E. (Combined Application to Reduce Exposure) ein Paket entwickelt, das Patienten und Untersucher gleichermaßen einbezieht. Neben den für die Produktfamilie Axiom Artis gängigen technischen Einrichtungen zur Strahlenreduzierung, wie beispielsweise die automatische Kupfervorfilterung, welche die Filterstärke an die Dichte der jeweiligen Körperregion des Patienten anpasst, kann auch der Einsatz gepulster Durchleuchtung zu einer weiteren Dosisreduzierung führen.

Axiom Artis dBC kann mit dem Registriersystem für Hämodynamik und Elektrophysiologie, Axiom Sensis, bestens kombiniert werden. Das Registriersystem lässt sich sogar bequem vom Untersuchungstisch aus unter sterilen Bedingungen bedienen.

Zu den ersten Einrichtungen, die das neue Siemens-System im klinischen Einsatz nutzen, zählen The Cleveland Clinic Foundation in Cleveland, Ohio, USA, und das Mother Frances Hospital im texanischen Tyler, ebenfalls USA.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 31 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2004 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,07 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,12 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,05 Mrd. €.

Bianca Braun | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: Artis Axiom Katheter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Einfacher Schieltest mit neu entwickelter Strabismus-Video-Brille
19.07.2017 | UniversitätsSpital Zürich

nachricht Kunstherz auf dem Prüfstand
13.07.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie