Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computergestützte Anästhesie für Kinder und Neugeborene

30.08.2005

Anlässlich des diesjährigen Kongresses der „“ (FEAPA) vom 1. bis 3. September in Köln, präsentiert die Dräger Medical AG & Co. KGaA ihre maßgeschneiderte Option für die Anästhesie von Kindern und Neugeborenen. Mit der neuen Software 3.05 erhält das Anästhesiesystem Zeus zusätzlich eine erweiterte, automatische Steuerung aller Anästhesiegase, die besonders für den Einsatz in der paediatrischen Ventilation geeignet ist. Zeus verfügt über ein Rückatemsystem mit einem der kleinsten Systemvolumen weltweit. Daher ist dieses System besonders geeignet für die Ventilation von Kindern und Neugeborenen. Die bereits bei der Erwachsenen-Anästhesie seit mehr als einem Jahr verfügbare, computergestützte Anästhesieführung TCA (Target Controlled Anesthesia) wurde gemeinsam mit Dr. Josef Holzki und seinen Mitarbeitern, Kinderklinik Köln, nun für die Anwendung in der Paediatrie zur Serienreife gebracht.

Die automatische Steuerung dosiert die tatsächlich erforderliche, exakt auf den Patienten abgestimmte Narkosegasmenge und ermöglicht nicht nur ein schnelles Ein- und Ausleiten der Narkose, sondern auch eine stabile Narkosetiefe. Dadurch werden nicht nur die Kosten einer Narkose reduziert, sondern es wird auch vermieden, dass Kinder durch Zuführung großer Mengen trockenen Gases während der Anästhesie schnell austrocknen. Das heißt, die vollständige Rückatmung (geschlossenes System) erhält die physiologisch notwendige Feuchte in der Atemluft und reduziert das Risiko postoperativer Komplikationen.
... mehr zu:
»Anästhesie »TCA

Die generellen Vorteile der TCA, also der computergestützten, automatischen Anästhesieführung über zuvor eingegebene Zielparameter, werden durch eine neue Studie belegt. Vor allem greifen die Regelkreiskonzepte, die hinter TCA stehen, bereits bei den Beatmungsmodi von Zeus ein und reduzieren so die „Steuereingriffe“ des Anwenders. Der Anwender gewinnt dadurch mehr Zeit für die perioperative Patientenzuwendung.

Dr. Josef Holzki, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin der Kinderklinik Köln, Präsident der FEAPA und Leiter der klinischen Testphase der neuen Softwareoption, sieht in der neuen Option einen „Quantensprung in der Medizintechnik, mit der es erstmals möglich ist, auch Kinder unter drei Kilogramm Gewicht so sicher zu narkotisieren, wie nie zuvor“. „Früher“, so Holzki, „kam es allein darauf an, dass der Anästhesist über einen entsprechenden Erfahrungshorizont im paediatrischen Bereich verfügte, um zu wissen, wie viel Narkosegas er einzusetzen hatte. Das ist jetzt endlich anders geworden. Nach Eingabe der wesentlichen Zielparameter des Kindes, wie gewünschte Narkosemittel und Sauerstoff-Konzentration, berechnet das Anästhesiesystem Zeus mit Hilfe der aktuellen Mess- und Patientendaten (Größe, Gewicht) kontinuierlich die notwendige Menge und Zusammensetzung des zu dosierenden Narkosegases. Abweichungen zwischen „Soll“ und „Ist“ werden sofort erkannt und automatisch korrigiert. Durch einen kontinuierlichen Gasfluss im geschlossenen System wird ausreichend Kohlensäure ausgewaschen und so das Totraumproblem bei sehr kleinen Atemvolumina behoben."

Dr. Josef Holzki | Draeger Medical
Weitere Informationen:
http://www.draeger-medical.com

Weitere Berichte zu: Anästhesie TCA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Radioembolisationsverfahren mit innovativen Sphären - Klinische Premiere für innovative Krebstherapie
24.04.2017 | Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

nachricht Fit im Alter durch Hirnstimulation und Training
19.04.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI mit neuesten VR-Technologien auf der NAB in Las Vegas

24.04.2017 | Messenachrichten

Leichtbau serientauglich machen

24.04.2017 | Maschinenbau

Daten vom Kühlgerät in die Cloud

24.04.2017 | HANNOVER MESSE