Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Schnelltest verbessert die Diagnose von Herzinfarkten

08.08.2005


Zeit spielt beim Herzinfarkt die wichtigste Rolle. Die Überlebenschancen von Herzinfarkt-Patienten sind umso höher, desto schneller der Infarkt diagnostiziert und damit behandelt wird. In verschiedenen Studien konnte gezeigt werden, dass der CE-zertifizierte Herzinfarkttest DIACORDON des Biotech-Unternehmens DIAGENCS einen Herzinfarkt wesentlich früher und spezifischer nachweisen kann als bisherige Herzmarker wie z. B. Troponin, Myoglobin oder Kreatinkinase. Durch die klare Überlegenheit wird sich GPBB als Goldstandard in der Frühdiagnostik etablieren.

DIAGENICS plant drei verschiedene Versionen des neuen Herzinfarkttests auf den Markt zu bringen. Die erste Form, ein ELISA (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay) zur GPBB-Bestimmung im Labor, wird bereits über ein immer dichter werdendes Netz von Distributionspartnern in ganz Europa verkauft. In vielen Ländern außerhalb der EU laufen Studien, um auch dort die Marktzulassung zu erreichen. Insbesondere wird die Zulassung durch die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) erwartet. Parallel laufen auch in Deutschland (Mainz und Hamburg-Eppendorf) zusätzliche Studien mit dem DIACORDON ELISA, um weitere Erkenntnisse bei verschiedenen Patientengruppen zu gewinnen und damit den Test noch genauer zu machen.

In Zusammenarbeit mit der Firma Millenia Diagnostics Inc. in San Diego, USA, wird ein Point-of-Care-Test (POCT) als zweite Version der DIACORDON-Familie entwickelt. Durch den POCT wird es Notärzten möglich sein, innerhalb von nur 15 Minuten qualitativ zu bestimmen, ob ein Brustschmerz-Patient tatsächlich einen Herzinfarkt erlitten hat. So können so früh wie möglich angemessene lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden. Ein erster Prototyp ist bereits fertig und wird zurzeit in Hamburg-Eppendorf und schrittweise in weiteren Herzzentren evaluiert. Die marktreife Version wird im Herbst 2005 erwartet und zusammen mit dem ELISA auf dem Kongress der European Society of Cardiology in Stockholm vorgestellt.

Noch in der frühen Entwicklungsphase befindet sich ein DIACORDON-Analysegerät, das die GPBB-Konzentration mit Hilfe eines Hightech-Sensors auf Biochip-Basis ermitteln wird. In Kooperation mit der Firma eBiochip Systems GmbH in Itzehoe (Fraunhofer Institut) wird dieses Testsystem derzeit evaluiert. Das System soll in Kliniken als schnelle und genaue Analyseplattform für GPBB eingesetzt und bietet durch die Möglichkeit der digitalen Auswertung zahlreiche weitere Optionen wie z.B. die schnelle elektronische Übertragung von Daten zur Vorbereitung der weiteren Behandlung.

Nach der erfolgreichen Einführung der DIACORDON-Produktfamilie strebt DIAGENICS den Gang an eine der führenden Börsen an. DIAGENICS wird dabei eines der wenigen Biotech-Unternehmen sein, das als diesen Schritt als vollwertige Product Company mit einem etablierten Produkt geht.

| Bionity.com
Weitere Informationen:
http://www.diagenics.de/

Weitere Berichte zu: DIACORDON ELISA Herzinfarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Virtual Reality in der Medizin: Neue Chancen für Diagnostik und Operationsplanung
07.12.2016 | Universität Basel

nachricht Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten
06.12.2016 | University of Twente

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie