Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboter verbessert Erfolgschancen bei Hüft-Operationen

11.02.2008
Wayfinder erstellt virtuelles Modell in Echtzeit

Doktoranden des Imperial College London haben mit dem so genannten Wayfinder einen Chirurgie-Roboter entwickelt, der Hüftoperationen so einfach machen soll, dass sie sogar Studenten durchführen können. Normalerweise gelten Eingriffe, bei denen der Gelenkskopf mit einer Chromlegierung erneuert wird, als sehr schwierig und erfordern eine jahrelange Erfahrung.

Untrainierte Studenten, die den Roboter für virtuelle Operationen eingesetzt haben, erreichten eine hohe Genauigkeit. Derzeit werden laut BBC an vier britischen Krankenhäusern Tests durchgeführt. Jährlich werden allein in Großbritannien bis zu 5.000 derartiger Hüftoperationen von Chirurgen durchgeführt.

Normalerweise durchlaufen unerfahrene Chirurgen eine Lernkurve, wenn sie sich mit dieser Art des Eingriffes vertraut machen. Werden Hüftknochen nicht optimal operiert, kommt es zu Verschleißerscheinungen. Die Folge sind weitere schmerzhafte und kostenintensive Eingriffe. Um zu beweisen, wie einfach die neue Technologie eingesetzt werden kann, beobachteten die Wissenschaftler 32 Medizinstudenten, die Operationen an einem Hüftmodell durchführten. Ähnlich wie ein GPS-System erkennt die Technologie die Bewegungen der chirurgischen Instrumente und vergleicht sie mit genauen Bildern der Knochen. Damit kann der Chirurg ein virtuelles Modell vom Verlauf der Operation in Echtzeit sehen.

... mehr zu:
»Hüftoperation »Roboter

Der Computer zeigt dann an, wo die Einschnitte gemacht werden sollten und berechnet den richtigen Winkel für das Einsetzen der Stücke aus der Chromlegierung. Mit dem neuen Verfahren gelang es den Studenten den Eingriff drei Mal genauer durchzuführen als mit konventionellen Methoden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Chirurgen die Operation vor dem Eingriff virtuell üben können.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www3.imperial.ac.uk

Weitere Berichte zu: Hüftoperation Roboter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Wachkoma: System soll Patienten helfen, sich zu verständigen
24.05.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Premiere einer verblüffenden Technik
23.05.2017 | Deutsches Herzzentrum Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten