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Bluttest für Creutzfeld-Jakob-Krankheit rückt einen Schritt näher

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07.07.2006

Infektion bei Hamstern vor Symptomen nachgewiesen

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Ein Bluttest, der die menschliche Form des Rinderwahns vor dem Sichtbarwerden von Symptomen nachweisen kann, ist jetzt wieder einen Schritt näher gerückt. Spanische und amerikanische Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, die Infektion bei Hamstern nachzuweisen bevor die Tiere Anzeichen einer Krankheit zeigten. Weitere Forschungen sind erforderlich, bevor ein ähnlicher Test auch beim Menschen eingesetzt werden kann. Laut Science besteht jetzt aber Hoffnung auf einen Auslesetest für vCJD. Derzeit kann eine Infektion erst nach dem Tod nachgewiesen werden.


Das Team um Paula Saa von der University of Texas betont, dass ein derartiger Test dringend benötigt wird. Vor allem jetzt, nach dem Auftreten einiger Fälle, die durch Bluttransfusionen übertragen worden sein dürften. In Großbritannien wurden bisher drei Fälle von vCJD gemeldet, die mit einer Blutübertragung in Zusammenhang standen. Der erste Fall wurde im Dezember 2003 identifiziert. Seit diesem Zeitpunkt hat das Gesundheitsministerium als Vorsichtsmaßnahme alle Empfänger von Bluttransfusionen ersucht kein Blut zu spenden. Grund dafür ist, dass es bisher nicht möglich war, gespendetes Blut auf vCJD zu untersuchen.

Der von den Wissenschaftlern entwickelte Test entdeckt Prionen-Proteine, jene Infektionserreger, die für vCJD verantwortlich sein sollen. Normalerweise sind die Prionenkonzentrationen kurz vor dem Sichtbarwerden der Symptome nur im Gehirn und in manchem Lymphgewebe für einen Nachweis hoch genug. Um das zu umgehen, setzten die Forscher mit der Protein Misfolding Cyclic Amplification - PMCA ein Verfahren ein, das die Menge der Prionen-Proteine in jeder dem Körper entnommenen Probe vergrößert. Dieser Test identifizierte Hamster richtig, die mit Prionen-Proteinen infiziert worden waren. Weiters kam es bei 38 gesunden Tieren zu keinen falsch positiven Ergebnissen.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Test in Zukunft auch beim Menschen eingesetzt werden kann. Zuvor seien jedoch laut BBC noch einige Hindernisse zu überwinden. Für die jetzt durchgeführten Tests wurde ein Gehirnextrakt von gesunden Hamstern eingesetzt. Bis kein entsprechender Ersatz für einen menschlichen Gehirnextrakt gefunden ist, kann es keinen diagnostischen Test gegeben, der bei Blut eingesetzt werden kann.

Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.sciencemag.org
www.utmb.edu

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