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AT-1001 gibt Diabetes-Patienten die License-to-eat

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07.03.2005

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Ein neues Medikament wird Diabetes- und Zöliakie-Patienten bald erlauben Produkte zu essen, die normalerweise für sie tabu sind. Einem Forscherteam der University of Baltimore ist es gelungen, ein Medikament zu entwickeln, das die Durchlässigkeit des Darmes regelt und so bei den Betroffenen die Aufnahme von Nährstoffen blockiert, berichtet BBC "Wenn alles nach Plan verläuft können wir Ende 2006 das Produkt auf den Markt bringen", erklärte Alessio Fasano, der Leiter des Forscherteams.

Diabetes- und Zöliakiekranke leiden unter einer zu hohen Zonulinproduktion. Zonulin ist ein Protein, das die Durchlässigkeit und die Aufnahme der Nahrung im Darm regelt. Die Forscher konnten nun einen Wirkstoff entwickeln, den so genannte AT-1001, der die Produktion des Proteins blockiert. "Patienten, die unter diesen Krankheiten leiden, haben extrem durchlässige Darmwände. Wir haben nun einen Weg gefunden, um das Zonulin davon abzuhalten, die aufgenommenen Nährstoffe, Toxine und andere bakterielle und virale Partikel zu schnell in die Blutbahn zu transportieren, was die eigentliche Ursache der Krankheiten ist", erklärte Fasano.


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Das Forscherteam testete das Medikament in ersten Laborversuchen an Ratten und stellte fest, dass durch das Blockieren der Zonulin-Ausschüttung durch AT-1001 Diabetes bei Ratten unterdrückt werden konnte. Die Ratten konnten in weiterer Folge komplikationslos jegliche Lebensmittel fressen. "Die Wiederherstellung der intestinalen Barriere bedeutet, dass Diabetes- und Zöliakiekranke ganz normal essen können und nicht mehr darauf achten müssen, welche Lebensmittel sie konsumieren", erklärte Fasano.

Die Ergebnisse der Studie sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, denn bisher wurde das Medikament noch nicht am Menschen erprobt. Das Forscherteam plant nun, das Medikament an betroffenen Patienten zu testen. "Die Entwicklung dieser Pille ist ein großer Fortschritt für die Betroffenen, doch es wird noch einige Zeit dauern bis das Medikament auch erhältlich ist. Bis dahin ist der beste Weg, um mit Nahrungsmittelintoleranzen umzugehen, noch immer problematische Produkte zu meiden, sich gesund und ausgewogen zu ernähren und regelmäßig Sport zu betreiben", sagte Angela Wilson von Diabetes UK http://www.diabetes.org.uk . Bei der Entwicklung eines marktgerechten Produkts kooperieren die Forscher mit Alba Therapeutics.

Evelyn Lengauer | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.ubalt.edu
www.diabetes.org.uk

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