Anzeige

Vorteil für Frauen: Chromosomen-Enden um 3,5 Prozent länger
Seit langer Zeit vermuten Forscher, dass die Telomerlänge in direktem Zusammenhang mit dem Alterungsprozess von Zellen steht. Eine direkte Verbindung zwischen den kleinen DNA-Teilchen, die Chromosomen-Enden (Telomere) schützen, und der Lebensdauer des Menschen konnte bislang aber nicht eindeutig hergestellt werden. Jetzt haben Wissenschaftler der University of Utah bei der Untersuchung von 20 Jahre alten Blutproben festgestellt, dass Menschen über 60 Jahre mit kürzeren Telomeren doppelt so häufig in den nächsten 15 Jahren sterben, vor allem an einer Herzerkrankung oder einer Lungenentzündung. Bei Frauen, die tendenziell länger als Männer leben, waren die Telomere um 3,5 Prozent länger als bei Männern des selben Alters. Catherine Blackburn von der University of California/San Francisco relativiert aber die Ergebnisse: Sie implizierten nicht unbedingt, dass kürzere Telomere einen frühen Tod bedingen.
Die US-Forscher unter der Leitung des Genetikers Richard Cawthon maßen die Telomere bei einer zufällig ausgewählten Gruppe von 150 Patienten mit einem Alter über 60 Jahren. Jene mit kürzeren Telomeren starben acht Mal häufiger an einer Infektionskrankheit und erlitten drei Mal häufiger einen Schlaganfall. Eine Erklärung, eher an einer Infektionskrankheit zu sterben, könnte laut Cawthon folgende sein: Telomere, repetitive Sequenzen an den Enden der Chromosomen, sichern deren Stabilität bei der DNA-Replikation. Bei jeder Zell-Replikation besitzen Tochterzellen aber geringfügig kürzere Telomere. Bei gesunden Personen schrumpfen Telomere bis ins höhere Alter nicht signifikant, da das Enzym Telomerase eine Regeneration garantiert. Dennoch können Telomere so kurz werden, dass sich die DNA-Stränge nicht mehr replizieren oder sogar zusammenkleben. Besonders weiße Blutzellen sind auf die schnelle Replikation angewiesen, um Infektionen abzuwehren. Eine verzögerte Replikation durch verkürzte Telomere könnte folglich die Erklärung für die höhere Infektionsanfälligkeit sein.
Noch ist allerdings nicht gesichert, ob die Länge der Telomere tatsächlich glaubwürdig die Lebensdauer vorhersagen kann. Dies würde nämlich heißen, dass ein einfacher Bluttest in weniger als sechs Stunden das Lebensalter bestimmen könnte, berichtet der britische Independent. Eine futuristisch klingende Option wäre es auch, durch die Verlängerung der Telomere, mitunter durch Telomerase-Injektionen, die Lebenserwartung anzuheben.
Sandra Standhartinger | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.utah.edu
www.independent.co.uk
Weitere Berichte zu: Infektionskrankheit > Replikation > Telomer
Antibiotikaresistente Bakterien im Stall - welches Risiko besteht für den Menschen?
08.02.2012 | Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
A therapist in your pocket
08.02.2012 | Northwestern University
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Eine Puppe in der Puppe und noch eine drumherum – so erklärt Thomas Fässler seine Moleküle: Er packt ein Atom in einem Käfig in noch ein weiteres Atomgerüst.
Mit ihrer großen Oberfläche könnten solche Strukturen als hocheffiziente Katalysatoren dienen. Wie bei dem russischen Holzspielzeug sitzt ganz innen drin ein einzelnes kleines Zinnatom, eingepackt in eine Hülle aus zwölf Kupferatomen, und diese ist nochmals umgeben von weiteren 20 Zinnatomen.
In der Arbeitsgruppe von Professor Fässler am Institut für Anorganische ...
Anzeige
Anzeige

Zwerggalaxie hat großen Hunger
08.02.2012 | Physik Astronomie
Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
Obstacles No Barrier to Higher Speeds for Worms
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
»Jede Sekunde zählt« Erster Internationaler Kongress zu Rettungsdienstsystemen in Neu Delhi
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Bauwerke gebrauchstauglich halten
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft im Dialog-Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr 2012
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten