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Einsatz von Presskork als Isoliermaterial in Tieftemperaturanwendungen, speziell in LNG-Tanks

02.07.2007
In der Zukunft der weltweiten Energieversorgung nimmt Erdgas eine nicht zu unterschätzende Stellung ein. Durch die großen Entfernungen, die zwischen den Aufkommensorten (vor allem Asien) und Verbrauchsorten (Westeuropa, Nordamerika) liegen, ist ein adäquater Transport unabdingbar.

Die gebräuchlichste Form stellt das so genannte liquefied natural gas (kurz: LNG) dar. Dieses, durch Herunterkühlen auf -163°C, verflüssigte Erdgas wird in Tankern rund um die Erde verschifft. Der Transport des LND erfolgt dabei in entsprechend isolierten Behältern um eine Erwärmung und das damit verbundene „Boil off“ des LNG zu verhindern. Dazu werden bestimmte Dämmmaterialien eingesetzt, die die Tanker vollständig auskleiden und somit thermisch isolieren.

Zu diesen gegenwärtig eingesetzten Materialien gehören Polyurethan-Schaumplatten, Perlite und Polystyrolschäume in Verbindung mit Mineralwolle. Diese Stoffe weisen allerdings Mängel, vor allem im Bereich der Festigkeit, auf. Dadurch kommt es häufig zu Setzbewegungen im Schiffrumpf. Außerdem treten bei den bisher verwendeten Materialien durch die extremen Temperaturunterschiede oftmals Kälteschwindung auf, wodurch so genannte Wärmebrücken entstehen und zu einer ungewünschten Erwärmung des LNG führen können. Ein weiterer negativer Aspekt ist die kosten- und zeitintensive Herstellung der Dämmaterialien. Insbesondere die benötigten Schweißnähte erfordern eine manuelle Herstellung, aus denen eine Fertigungszeit von bis zu 2 Jahren pro Tankschiff resultiert.

Eine Lösung für die genannten Probleme bietet die Innovation eines Wissenschaftlers der Hochschule Wismar. Er schlägt den Einsatz von Presskork als geeignetes Isoliermaterial, speziell in LNG-Tanks vor.

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Die Vorteile des Presskork liegen dabei in einem deutlich niedrigeren Ausdehnungskoeffizienten, wodurch nur eine vergleichsweise minimale thermische Schwindungen bei der Tankbefüllung berücksichtigt werden muss. Weiterhin weist das Material eine bessere Sperrwirkung sowie eine besseres Rückstellvermögen gegenüber LNG auf. Weitere Vorteile findet man in der Einfachheit und Konstruktivität des Materials, welches stützende Konstruktionen überflüssig macht und leicht zu montieren ist.

Diese Methode zur Optimierung von LNG-Tankern hat ein enormes Potenzial, die zukünftigen LNG-Tanker deutlich zu verbessern und die Konstruktion zu vereinfachen.

Für diese Erfindung wurde ein deutsches Patent angemeldet. Der erste amtliche Prüfbescheid unterstreicht den innovativen Charakter der Erfindung von HS Wismar. Weitere internationale Anmeldungen sind anhängig. Um diese Idee erfolgreich in internationale Märkte einführen zu können, werden noch weitere strategische Partner insbesondere aus dem Bereich der Energieversorgung und dem Schiffbau gesucht.

Kontakt
Lars Krüger
PVA-MV AG
Gerhart-Hauptmann-Str.23
18055 Rostock
Tel. 0381 497474-3
Email. L.krueger@pva-mv.de

Lars Krüger | PVA-MV AG
Weitere Informationen:
http://www.pva-mv.de

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