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Materialforschung an der Universität Bayreuth - Grundlage für neuartige Anwendungen

21.03.2002


Zukunftsstandort für Neue Materialien - Fachübergreifende Forschungskompetenz

Die Universität Bayreuth und mit ihr ganz Nordbayern entwickeln sich zu einem Zukunftsstandort für Neue Materialien. Mit der Forschungskompetenz der Universität Bayreuth, den Regionalprojekten der High-Tech Offensive der Bayerischen Staatsregierung, dem nordbayerischen Verbundprojekt Kompetenzzentrum Neue Materialien und zahlreichen Industriekooperation wird Nordbayern einerseits im Bereich Neue Materialien international neu positioniert, andererseits eröffnen sich für viele Unternehmen der Region in klassischen Branchen neue Perspektiven.

Die fachübergreifende Materialforschung der Universität Bayreuth in Physik, Chemie und im Institut für Materialforschung wird durch den Auf- und Ausbau der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften entscheidend fortentwickelt. Das Bayreuther Konzept der Materialforschung besteht darin, neuartige Werkstoffe für die zukunftsorientierten Gebiete der Informations-, Energie-, Verkehrs-, Fertigungs- und Medizintechnik zu entwickeln und bereits verfügbare Materialien hinsichtlich ihres Eigenschaftsprofils für verschiedene Anwendungen zu verbessern. Dabei werden grundlagen- und anwendunsbezogene Forschungen in den Bereichen Keramik, Metalle und Polymere und verstärkt in maßgeschneiderten Verbundwerkstoffen und Werkstoffverbunden durchgeführt. Optimierte und neu entwickelte Herstellungs- und Verfahrenstechniken sollen den Einsatz dieser Werkstoffe in Bauteilen und Systemen ermöglichen.

In der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften wurde 1998 in der Lehre der Studiengang Materialwissenschaft mit Abschluß als Dipl.-Ing. eingeführt. Erfreulicherweise führt er auch einen hohen Anteil von jungen Frauen zum Studium nach Bayreuth. Seit dem Wintersemester 2001/ 2002 wird das Studium der Fachrichtung Metalltechnik des Lehramts an beruflichen Schulen angeboten.

Materialforschung und -anwendung in Bay-reuth werden auch durch Projekte der High-Tech Offensive (HTO) der Bayerischen Staatsregierung unterstützt. So werden in Verbindung mit der HTO-Maßnahme Bio-MedTech mehrere Projekte im Umfeld der Universität Bayreuth bearbeitet und Bauin-vestitionen getätigt Räume werden auch für das neu gegründete Bayreuther Zentrum für Kolloide und Grenzflächen (BZKG) auf dem Campus der Universität Bayreuth geschaf-fen. Im Rahmen der HTO?Regionaloffensive Oberpfalz kooperiert die Universität Bayreuth im Projekt Werkstoffverbunde und oberflächenveredelte Produkte aus Glas (WOPAG) mit Unternehmen der Glasindustrie. Im Umfeld der Universität Bayreuth hat auch das Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern mit seinen Stand-orten in Bayreuth, Fürth und Würzburg die Arbeit bereits aufgenommen.

Ständig ausgebaut wird mit den neuen Lehrstühlen, der intensiveren fachübergreifenden Kooperation und den HTO?Projekten auch die Kooperation der Bayreuther Material-Forscher mit der Industrie, von den kleinen und mittleren Unternehmen bis zu multinationalen Konzernen. Hier ist eine sehr dynamische Entwicklung festzustellen. Die Universität Bayreuth wächst damit noch stärker in ihre Rolle als Innovationsmotor der Wirtschaft Nordostbayerns hinein.

Kerstin Wodal | Medienmitteilung

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