Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Dämmstoff halbiert Brennstoffverbrauch von Heißluftballons

11.06.2007
Der "aerothermix-30-Ballon" wurde mit dem weltweit leistungsfähigsten und leichtesten Gewebe isoliert - Jungfernflug zur Langen Nacht der Wissenschaften an der TU Berlin -

Ausgehend von der Folien-Isolation des HeiDAS-Experimental-Dampfballons, wurde an der TU Berlin ein innovativer, alltagstauglicher Dämmstoff für kommerzielle Ballons und Luftschiffe mitentwickelt und getestet. Die "aerofabríx"-Isolation ist weltweit der leistungsfähigste, leichteste und kompakteste Dämmstoff, der unter anderem für hohe Temperaturen hervorragend geeignet ist.

Mit diesem Isolator "aerofabríx [Iso]" wurde der Ballon "aerothermíx 30" ausgestattet. Der Prototyp eines Heißluftballons mit 30 Kubikmetern Volumen dient der Erprobung unterschiedlicher Isolatorstrukturen. Drei verschiedene Typen mit insgesamt neun Varianten wurden in dem kleinen Versuchsballon verbaut und vergleichend getestet.

Zur Langen Nacht der Wissenschaften wird der "aerothermix-Ballon" an der TU Berlin zur Jungfernfahrt aufsteigen.

Ort: Haus des Bauens/Peter-Behrens-Halle, Gustav-Müller Allee 25, TIB-Gelände,
13355 Berlin, Zeit: 9. Juni 2007, 19:00 Uhr
Die einzigartigen Eigenschaften prädestinieren den "aerofabríx"-Isolator, der keine Folie, sondern ein Gewebe ist, für den Einsatz in Ballons und Luftschiffen. Durch nur eine sechs Millimeter dicke Lage der Isolation wird der Brennstoffverbrauch eines Heißluftballons halbiert. Etwa 50 Kilogramm Propan oder mehr werden so pro Stunde im Betrieb eingespart. Alternativ kann zusätzlich die Tragkraft um mehr als ein Drittel gesteigert werden. Die Isolation verringert die Temperaturbelastung der tragenden Hülle und erhöht die Festigkeit und Lebensdauer.

Die "aerofabríx"-Isolation wurde für den spanischen Heißluftballonbauer UltraMagic gemeinsam mit dem ITB der TU Dresden und dem Materialhersteller entwickelt, optimiert, produziert und abschließend am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin erfolgreich getestet.

Nach Markteinführung im Ballonbau planen die Entwickler die Optimierung und Anpas-sung des Isolators für andere Bereiche der Luftfahrt. Das Potenzial liegt in der Verringerung des Gewichts und des Bauraums. Auch im Bereich textiler Bauten sind viel versprechende Anwendungen zu finden.

Vom 12 bis 14. Juni präsentieren sich TU Berlin und TU Dresden gemeinsam mit dem "aerothermíx-Ballon" auf der Techtextil in Frankfurt/Main, Halle 3.0 Stand G 39.

Technische Daten:

"aerofabríx [Iso]" 45 | 4.5:

Flächengewicht 45 g/m2
Wärmeleitfähigkeit 0,0265 W/mK
U-Wert 4,5 W/m2K
max. Einsatztemperatur 140°C
"aerothermix-30-Ballon":
Volumen 30 m3
Durchmesser 3.8 m
Oberfläche 50 m2
Hüllenmasse 5 kg
Gondelmasse 5 kg
Nutzlast 2 kg
Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Dr. Alexander Bormann, Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin, Tel.: 030/314-21334, Fax: -22955, E-Mail: alexander.bormann@tu-berlin.de, Martin Wähmer, Institut für Luft und Raumfahrt der TU Berlin, Tel.: 030/314-211441, Fax: -22955, E-Mail: martin.waehmer@tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2007/pi134.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Quantenanomalien: Das Universum in einem Kristall
21.07.2017 | Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe

nachricht Projekt »ADIR«: Laser bergen wertvolle Werkstoffe
21.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie